Sonntag, 17. Februar 2019

17.2.2019: Klares 2:0 gegen Fortuna Düsseldorf


Heute Abend gewann die Werkself verdient und souverän mit 2:0 (1:0) gegen Fortuna Düsseldorf, holte damit den vierten Bundesligasieg in Folge und kletterte auf Platz 5. Die Tore für Bayer 04 erzielten Kai Havertz und Leon Bailey.
Chefcoach Peter Bosz musste heute nicht nur auf die beiden langzeitverletzten Joel Pohjanpalo und Panos Retsos sowie Kapitän Lars Bender verzichten, sondern auch auf dessen Zwillingsbruder Sven, der sich im Abschlusstraining am Kopf verletzt hatte. Für ihn rückte Aleksandar Dragovic in die Innenverteidigung. Dies blieb die einzige personelle Veränderung im Vergleich zur Europa-League-Partie in Russland am vergangenen Donnerstag. Schon vor dem Anpfiff sorgten die Bayer 04-Fans für ein erstes Highlight mit einer tollen schwarz-rot-weißen Choreographie, die eine Reminiszenz ans Ulrich-Haberland-Stadion darstellte. Dann ging's rein ins Geschehen. Die Gäste aus Düsseldorf mit der ersten Chance nach einer Ecke - der Kopfball von Karaman verfehlte nur knapp das Tor von Lukas Hradecky (3.). Die Werkself hatte gewohnt viel  Ballbesitz und war bemüht um Spielkontrolle. Kai Havertz prüfte Drobny mit einem Schuss, der allerdings zu mittig geriet (11.). Kurz darauf musste Peter Bosz erstmals wechseln, weil sich Karim Bellarabi ohne Gegnereinwirkung bei der Ballannahme am linken Oberschenkel verletzte und den Platz verlassen musste. Für ihn kam Lucas Alario ins Spiel (15.). Der Argentinier rückte ins Sturmzentrum, Kevin Volland übernahm die rechte Außenbahn. Und führte sich dort wenig später gleich perfekt ein: Seine Flanke in die Mitte nutzte Kai Havertz aus kurzer Distanz völlig freistehend zur 1:0-Führung für die Werkself (18.). Schon der neunte Saisontreffer von Havertz! Fortuna stand tief in der Defensive, kam aber durch einen Freistoß von Suttner zur nächsten Chance: Der Ball flog aus 23 Metern nur knapp am rechten Pfosten vorbei (22.). Wenig später mussten auch die Düsseldorfer wechseln, nachdem sich Zimmer bei einer Abwehraktion am Knöchel verletzt hatte. Die Werkself dominierte dieses Spiel klar, hatte über 80 Prozent Ballbesitz und kombinierte phasenweise auf technisch hohem Niveau. So auch in der 41. Minute, als die Kugel nach Ballgewinn der Werkself über Bailey und Alario bei Volland landete, dessen Schuss aus sechs Metern aber im letzten Moment noch von Suttner neben den Kasten gelenkt wurde. Die Gäste versuchten über gelegentliche Konter dagegenzuhalten, blieben dabei aber an der aufmerksam-stabilen Defensive des Bosz-Teams hängen. Mit einer verdienten 1:0-Führung für die Gastgeber ging's in die Halbzeitpause. 518 Pässe zählte der „Kicker" in der ersten Hälfte für die Werkself und stellte fest: „Nie spielte ein Team in dieser Bundesliga-Saison mehr Pässe in einer Halbzeit.
Nach dem Wechsel sorgte Volland für den ersten Abschluss mit einem harten Schuss von der rechten Seite. Drobny parierte aber am kurzen Pfosten (46.). Die Fortunen besaßen durch Gießelmann eine gute Gelegenheit - sein Schuss aus halblinker Position ging aber klar neben das Leverkusener Tor (49.). Die Werkself blieb tonangebend und hatte durch Alario das zweite Tor auf dem Fuß. Der Argentinier kam nach einem abgefälschten Schuss von Aránguiz an den Ball, den Drobny - schon auf dem Weg in die andere Ecke - mit einer starken Parade entschärfte (56.). Zehn Minuten später aber war der Fortuna-Schlussmann geschlagen. Er wehrte einen von Mitchell Weiser stramm geschossenen Ball aus der Distanz zwar ab, aber die Kugel flog Leon Bailey vor die Füße, der zum 2:0 für Schwarz-Rot abstaubte (65.). Bayer 04 hielt die Zügel jetzt wieder fest in der Hand, ließ den Ball kontrolliert durch die eigenen Reihen laufen und hinten nichts mehr anbrennen. Zehn Minuten vor Schluss durfte auch Julian Baumgartlinger noch mal ran, der Österreicher kam für Brandt und spielte nach seinem Nasenbeinbruch mit Maske. Die Werkself spulte die letzten Minuten souverän und abgeklärt runter. Alario zog kurz vor Schluss noch einmal aus der Distanz knapp vorbei (87.). Dann war Feierabend. Mit dem vierten Bundesligasieg in Folge setzte die Werkself ihre Erfolgsserie fort und rückte wieder auf Platz 5 vor.
Am kommenden Donnerstag, 21.2.2019 steht mit dem Rückspiel in der Europa League gegen den FK Krasnodar schon die nächste schwere Aufgabe auf dem Programm. Anpfiff in der BayArena ist um 21 Uhr.
Bayer 04: Hradecky – Weiser, Tah. Dragovic, Wendell – Havertz, Aránguiz, Brandt (80. Baumgartlinger) – Bellarabi (15. Alario), Volland (89. Paulinho), Bailey
Tore:  1:0 Havertz (18.), 2:0 Bailey (65.)
Zuschauer: 27.717

Donnerstag, 14. Februar 2019

14.2.2019: 0:0 in Krasnodar


Bayer Leverkusen ist am Donnerstagabend im Hinspiel der Europa-League-Zwischenrunde trotz einer guten zweiten Hälfte nicht über ein 0:0 in Krasnodar hinausgekommen. Die Werkself hatte über 90 Minuten mehr vom Spiel und erarbeitete sich vor allem nach der Pause gute Chancen - nutzte diese aber nicht. Und als der Ball schließlich doch im Netz lag, legte der Unparteiische sein Veto ein.
Für Krasnodar war das Duell mit Leverkusen der Jahresauftakt. Das vorvergangene Pflichtspiel lag bereits 63 Tage zurück - ein 0:3 Mitte Dezember in Sevilla. Krasnodar war aber die lange Pause zunächst nicht anzumerken. Die Zuschauer sahen in den ersten 45 Minuten ein flottes Spiel, das beide Mannschaften mit offenem Visier führten. Leverkusen hatte zwar 68 Prozent Ballbesitz, doch die Russen setzten bei Ballverlusten immer wieder zu überfallartigen Gegenstößen an. Sie überbrückten schnell das Mittelfeld und hatten in der ersten Hälfte die klareren Torchancen. Ignatyev vergab die erste, als Wendell ein Rückpass missriet, der Angreifer aber an Hradecky scheiterte (24.). Kurz vor der Pause konterte Krasnodar dann nach einer Bayer-Ecke, doch Olsson schoss aus acht Metern freistehend über das Tor (39.). Und Leverkusen? Spielte durchaus gefällig, ließ im letzten Drittel aber oftmals die Präzision vermissen. Deshalb waren Torchancen rar. Eine vergab Bellarabi, als sein Schuss aus aussichtsreicher Position geblockt wurde (7.).
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Bayer die Schlagzahl. Krasnodars Gegenstöße wurden seltener, Leverkusen rannte an, doch Bellarabi (48.), Bailey (56.), Brandt (58.) und wiederum Bellarabi (66.) waren bei guten Schusschancen nicht erfolgreich. Inmitten dieser Phase, in der sich die Bayer-Führung ankündigte, bot sich den Russen doch eine Großchance zum 1:0, Hradecky wehrte aber einen Claesson-Versuch ab, ehe Ignatyev knapp vorbeischoss (69.). Nach dieser Doppelchance ließ Leverkusens Druck wieder nach, dann musste Sven Bender vom Feld: Der Abwehrmann wurde von Golubev am Sprunggelenk erwischt und konnte nicht weiterspielen (83.). Kurz vor Schluss bot sich der Werkself dann doch noch die Chance zum Siegtreffer: Nach einer Ecke netzte der eingewechselte Alario ein, Schiedsrichter Davide Massa hatte aber ein vorausgehendes Handspiel des Angreifers erkannt - eine knifflige Entscheidung, die zu Ungunsten Bayers ausfiel (88.).
So blieb es letztlich beim 0:0, das dennoch eine ordentliche Ausgangslage für das Rückspiel in einer Woche (21 Uhr) ist. Bevor die Leverkusener zu Hause den Einzug ins Achtelfinale klarmachen können, steht am Sonntag, 17.2.2019 um 18 Uhr,  noch ein Heimspiel gegen Düsseldorf an.
Bayer 04: Hradecky - Weiser, Tah, S. Bender (83. Dragovic), Wendell - Aranguiz - Havertz, Brandt – Bailey (80. Alario), Volland, Bellarabi
Tore: Fehlanzeige
Zuschauer: 34.827

Freitag, 8. Februar 2019

8.2.2019: 5:1 Auswärtssieg in Mainz


Zum Auftakt des 21. Spieltages zeigte die Werkself am Freitagabend eine starke Leistung und gewann bei Mainz 05 klar und deutlich mit 5:1 (4:1). Wendell, Kai Havertz, Julian Brandt (2) und Karim Bellarabi erzielten die Treffer für das Team von Trainer Peter Bosz, das mit diesem Sieg zumindest vorübergehend auf den fünften Platz vorrückte.
Peter Bosz musste in Mainz nach wie vor auf die verletzten Joel Pohjanpalo, Panos Retsos und Kapitän Lars Bender verzichten. Kai Havertz hingegen, der zuletzt in Heidenheim wegen einer Hüftverletzung passen musste, stand wieder zur Verfügung und kehrte ebenso in die Anfangsformation zurück wie Jonathan Tah, Sven Bender, Karim Bellarabi und Kevin Volland. So stand in der Opel-Arena dieselbe Startelf auf dem Feld wie beim 3:1-Sieg gegen die Bayern.
Den besseren Start erwischten zunächst die Nullfünfer, als Matete frei vor Hradecky zum Schuss kam, der Bayer 04-Keeper aber stark parieren konnte (2.). Als kaltschnäuziger erwies sich die Werkself, die mit ihrem ersten gefährlichen Angriff gleich die Führung erzielte. Volland zog auf der linken Seite nach einem Querschläger der Mainzer auf und davon, passte rüber auf Bellarabi, der den Ball im Fallen in die Mitte spielte, wo Wendell nur noch einzuschieben brauchte (5.). Die Führung der Gäste hielt aber nicht lange. Nur vier Minuten später gelang Mainz nach einer Ecke durch Quaison der Ausgleich (9.). Danach aber dominierte Bayer 04 das Spiel und erarbeitete sich Chancen im Minutentakt durch Sven Bender (13.), Volland (14.), Brandt (16.) und Bailey (17.). Die erneute und verdiente Führung für Schwarz-Rot blieb dann Kai Havertz vorbehalten. Julian Brandt hatte sich Mittelfeld den Ball erobert, den Turbo auf links gezündet und den mitgelaufenen Havertz bedient, der mit links aus 14 Metern platziert zum 2:1 für die Gäste abschloss (20.). Es war bereits der achte Liga-Treffer für den Youngster. Die Werkself gab jetzt spielerisch klar den Ton an, ließ aber hin und wieder auch Chancen der Mainzer zu, wie die durch Matete, der den Ball beim Abschluss nicht richtig traf (28.). Auf der Gegenseite dann wieder Pech fürs Bosz-Team, als Bellarabi den Hammer auspackte und nur die Unterkante der Latte traf (30.). Nur Sekunden später wieder eine ganz starke Offensivaktion der Werkself: Brandt und Volland spielten einen Klasse-Doppelpass, den Brandt eiskalt aus spitzem Winkel zum 3:1 für Bayer 04 vollendete (30.). Volland hatte sechs Minuten später das nächste Tor auf dem Schlappen, zog aber aus halblinker Position am Tor vorbei (36.). Es war ein höchst unterhaltsames Duell in der Opel-Arena, in dem Bayer 04 Hochgeschwindigkeits-Fußball zeigte, aber auch die Mainzer gefährlich blieben: Aaron traf mit einem Distanzschuss nur die Latte (42.). Im Gegenzug dann der nächste Treffer, weil's mal wieder blitzschnell in Richtung Mainzer Tor ging. Der bärenstarke Brandt marschierte durchs Mittelfeld, setzte Bellarabi auf der rechten Seite in Szene, und die Nummer 38 der Werkself fackelte nicht lange und zog vom Strafraumeck ins lange Eck zum 4:1 für die Gäste ab (43.). Den Mainzern bot sich durch Quaison noch mal eine Chance, aber der  Stürmer traf den Ball frei vor dem Tor nicht richtig (45.+1). Mit einer klaren 4:1-Führung für die Werkself ging's in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel gleich die nächste dicke Chance für die Leverkusener: Bailey stand nach herrlichem Zuspiel von Bellarabi frei vor Müller, zog aber knapp am Kasten vorbei (50.). Die Gäste kontrollierten die Partie, ließen Ball und Gegner gut laufen und setzten dann zum nächsten Hieb an. Wieder war es der nicht zu bremsende Julian Brandt, der sich im Mittelfeld die Kugel schnappte, wieder Kevin Volland als Doppelpass-Partner fand und dann aus wenigen Metern FSV-Keeper Müller keine Abwehrchance ließ (64.) - es stand 5:1 für die Werkself! Brandts erster Bundesliga-Doppelpack war geschnürt, dazu noch zwei Assists - der Nationalspieler war der überragende Mann auf dem Platz. Natürlich war das Spiel längst gelaufen. Nur Holtmann besaß kurz vor Schluss noch die Chance auf einen zweiten Mainzer Treffer. Nach dem Abpfiff feierten die rund 1.000 mitgereisten Bayer-Fans ihre Mannschaft, die den dritten Liga-Sieg in Folge eingefahren hatte und zumindest für eine Nacht auf den Europa-League-Platz fünf kletterte.
Eine schlechte Nachricht gab's dann doch noch für Bayer 04: Julian Baumgartlinger zog sich nach seiner Einwechslung bei einem Zweikampf einen Nasenbeinbruch zu, der operativ gerichtet werden soll.
Für die Werkself geht es am kommenden Donnerstag, 14.2.2019, in der Europa League weiter mit dem Hinspiel im Sechzehntelfinale beim FK Krasnodar. Die Partie wird um 18.55 Uhr angepfiffen.
Bayer 04: Hradecky – Weiser, Tah, S. Bender, Wendell (78. Jedvaj)– Havertz (62. Baumgartlinger), Aránguiz, Brandt (81. Alario) – Bellarabi, Volland, Bailey
Tore:  0:1 Wendell (5.), 1:1 Quaison (9.), 1:2 Havertz (20.), 1:3 Brandt (30.), 1:4 Bellarabi (43.), 1:5 Brandt (63.)
Zuschauer:  21.900

Dienstag, 5. Februar 2019

5.2.2019: Blamage bei 2:1 Niederlage in 3. Pokalrunde in Heidenheim


Drei Tage nach dem Sieg in der Bundesliga gegen Bayern München gab es eine herbe Enttäuschung für Bayer 04: Die Werkself unterlag im Achtelfinale des DFB-Pokals mit 1:2 (1:0) beim Zweitligisten 1. FC Heidenheim. Julian Brandt hatte die Leverkusener kurz vor der Pause in Führung gebracht (44.), nach dem Wechsel drehten die Gastgeber die Partie durch die Treffer von Dovedan (47.) und Multhaup (72.).
Im Vergleich zur vergangenen Bundesliga-Begegnung mit dem FC Bayern gab es fünf Veränderungen in der Startelf von Bayer 04. In der Innenverteidigung spielten Aleksandar Dragovic und Tin Jedvaj für Jonathan Tah und Sven Bender, der nicht zum Aufgebot zählte. Im Mittelfeld übernahm Julian Baumgartlinger als Kapitän den Platz des verletzten Kai Havertz, auf dem Flügel durfte sich Paulinho auf der Position von Karim Bellarabi beweisen und im Angriffszentrum übernahm Lucas Alario den Part von Kevin Volland. Neben den verletzten Lars Bender, Havertz, Retsos und Pohjanpalo fehlte nach seinem Magen-Darm-Infekt weiterhin Dominik Kohr. Auf der Bank saß auch U19-Abwehrspieler Jan Boller. Die Gastgeber, bei denen Vereinsikone Marc Schnatterer zunächst Reservist war, hatten nur 2 ihrer letzten 16 Pflichtspiele verloren und waren in der vergangenen Saison im Achtelfinale erst nach Verlängerung gegen den späteren Cupsieger Eintracht Frankfurt ausgeschieden (1:2). Entsprechend wusste die Werkself um die Schwierigkeit der Aufgabe bei Minustemperaturen im Gefrierschrank Voith-Arena. Sechs Minuten dauerte es bis zur ersten Chance der in weiß spielenden Leverkusener, Baileys Flachschuss stellte für Keeper Müller indes kein Problem dar. Bayer 04 war erkennbar sofort um Spielkontrolle, saubere Pässe und Ballzirkulation bemüht. Weitere zielgerichtete Abschlüsse indes gab es nicht in der ersten halben Stunde, die wehrhaften Hausherren verteidigten sehr entschlossen und engmaschig. Geduld und ein langer Atem waren bei der Werkself gefragt, das kam nicht überraschend. Paulinhos weit neben das Tor abgegebener Schlenzer ging nicht wirklich als Möglichkeit durch (29.). Ebenso wenig wie Feiks Linksschuss, den Lukas Hradecky ganz locker aus dem Eck holte (36.). Das sah eine Minute später schon ganz anders aus: Leon Bailey spielte Julian Brandt halbrechts im Strafraum frei, doch der Nationalspieler traf nur den Innenpfosten des Heidenheimer Kastens (37.). Das hätte der gewünschte Türöffner sein können! Aber aufgeschoben war in diesem Fall nicht aufgehoben. Nach fein getimtem Zuspiel von Charles Aránguiz kam erneut Brandt im Strafraum zum Abschluss, diesmal von der anderen Seite und mit links, und traf flach durch die Beine Müllers ins lange Eck – 1:0 (44.), zugleich der verdiente Halbzeitstand nach einem sachlich-seriösen Auftritt der Leverkusener.
Nach der Pause ging's in unveränderter Besetzung weiter – und mit einer eiskalten Dusche für die Gäste. Dovedan versetzte nach einem Konter Dragovic, kam allein vor Hradecky zum Schuss und ließ dem finnischen Schlussmann keine Chance – 1:1 (47.), alles wieder auf Gleichstand. Der Treffer zeigte Wirkung bei der Werkself. Fünf Minuten später lag die Führung der Heidenheimer in der Luft, aber Multhaup donnerte die Kugel aus günstigster Position und kurzer Distanz nur gegen die Unterkante der Latte (52.). Auf der Gegenseite kam Julian Brandt binnen einer Minute zu zwei Abschlüssen – erst vorbei, dann parierte Müller mit etwas Mühe (58.). Jetzt war es ein enger Pokalfight. Hradecky parierte Dovedans Flachschuss (60.), Paulinhos Versuch geriet zu zentral (63.). Mitchell Weiser visierte nach Pass von Aránguiz das kurze Eck an, traf aber nur das Außennetz (67.). Peter Bosz nahm einen Doppelwechsel vor: Kevin Volland und Karim Bellarabi kamen für Alario und Paulinho (71.). Unmittelbar danach schlugen die Heidenheimer ein zweites Mal zu. Als die Bayer 04-Abwehr in Person von Wendell nach einer Hereingabe von links nicht zu klären wusste, mogelte Multhaup den Ball zum 2:1 über die Linie (72.). Bayer war um eine rasche Antwort bemüht. Baileys Bogenlampe per Kopf verfehlte das lange Eck (83.). Die Werkself suchte verzweifelt nach einer Lücke. Es gab vier Minuten Nachspielzeit. Isaac Kiese Thelin kam für Aránguiz (90.+1). Den Kopfball des Schweden entschärfte Müller (90.+2), auf der Gegenseite rettete Hradecky toll gegen Glatzel (90.+3). Wenig später war Schluss – im Spiel und auch für Bayer 04 im DFB-Pokal.
Für die Werkself geht es bereits in drei Tagen mit dem 21. Spieltag in der Bundesliga weiter: Dann tritt Bayer 04 am Freitag, 8.2.2019, um 20.30 Uhr bei Mainz 05 an.
Bayer 04: Hradecky – Weiser, Dragovic, Jedvaj, Wendell – Baumgartlinger, Aránguiz (90. Kiese Thelin) – Bailey, Brandt, Paulinho (71. Bellarabi) – Alario (71. Volland)
Tore: 0:1 Brandt (44.), 1:1 Dovedan (47.), 2:1 Multhaup (72.)
Zuschauer: 11.000

Samstag, 2. Februar 2019

2.2.2019: Bayer düpiert Bayern beim 3:1 Heimsieg


Unter Trainer Peter Bosz musste gegen die Bayern auf Kapitän Lars Bender verzichten, der wegen Oberschenkel-Problemen nicht im Kader stand. Für ihn übernahm Mitchell Weiser die Position als rechter Verteidiger. Dies blieb die einzige Startelf-Veränderung im Vergleich zu den beiden vergangenen Partien gegen Mönchengladbach und Wolfsburg. Passen musste zudem Dominik Kohr wegen eines Magen-Darm-Infekts. Bei den Münchnern, die zuletzt sieben Mal in Folge gewonnen hatten, fehlte verletzungsbedingt ebenfalls der Kapitän: Für Manuel Neuer stand Sven Ulreich zwischen den Pfosten. Und es ging vor ausverkauftem Haus gleich rasant zur Sache. Die Werkself setzte die Bayern von Beginn an ordentlich unter Druck. Nach einer Minute bot sich Kevin Volland die erste Chance nach Zuspiel von Julian Brandt –  Vollands Schuss wurde von Hummels' Hand abgeblockt, aber Schiedsrichter Stieler wertete die Aktion nicht als elfmeterwürdig. Die Anfangsminuten gehörten den Gastgebern, die ein hohes Tempo vorlegten und durch Brandt die nächste Möglichkeit besaßen. Der Schuss des Nationalspielers aus 17 Metern verfehlte das Tor aber deutlich (12.). Im Gegenzug besaß der Rekordmeister seine erste Chance, als Coman aus 13 Metern am gut postierten Lukas Hradecky scheiterte (13.). Die Bayern waren nun besser im Spiel zeigten mehr Zug in Richtung Leverkusener Tor. Einen von Hummels eingeleiteten Angriff konnte Goretzka nach Pass von James aus aussichtsreicher Position im Strafraum nicht erfolgreich abschließen, weil ihm der Ball über den Spann rutschte (26.). Die Werkself war in dieser Phase offensiv nicht mehr so präsent wie zu Beginn des Spiels. Leon Bailey, der diesmal auf der linken Seite begann, brachte das Bayern-Tor mit einem knapp über die Latte gezirkelten Freistoß mal wieder in Gefahr (30.). Dann aber schlugen die Bayern zu: Nachdem Hradecky zunächst einen Schuss von Coman noch abblocken konnte, verwertete Leon Goretzka die anschließende Flanke von Thomas Müller per Kopf aus fünf Metern zur 1:0-Führung für die Gäste (40.). Wenig später musste Kai Havertz  verletzt den Platz verlassen, weil er kurz zuvor von Kimmich bei einem Konter zu Boden gerissen worden war und sich dabei an der Hüfte verletzt hatte. Kimmich sah zu Recht die Gelbe Karte, für Havertz kam Julian Baumgartlinger ins Spiel (45.). Die Bayern trafen unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff noch einmal ins Leverkusener Tor, aber Schiedsrichter Stieler erkannte den Treffer von Lewandowski wegen Abseitsstellung nicht an und wurde bei dieser Entscheidung auch durch den Videobeweis bestätigt (40.+2).
Auch in die zweite Hälfte startete die Werkself mit Power-Fußball. Volland rutschte nach einer Hereingabe von Bailey nur haarscharf am Ball vorbei (46.). Der Jamaikaner sollte dann aber kurz darauf für einen Paukenschlag sorgen. Nach Foul an Volland zirkelte Bailey den fälligen Freistoß aus rund 27 Metern ins linke obere Toreck zum 1:1-Ausgleich (53.) – ein ganz starkes Ding! Der Treffer tat der Werkself sichtlich gut. Sechs Minuten später musste sich Ulreich ganz lang machen, um einen Volley-Aufsetzer von Brandt aus dem Winkel zu fischen (60.). Dann aber war der Bayern-Keeper geschlagen: Einen Klasse-Konter über Weiser und Bellarabi spitzelte Volland aus sechs Metern an Ulreich vorbei zum 2:1 ins Netz (63.). Mit seinem achten Saisontor hatte die Nr. 31 der Werkself das Spiel gedreht. Aber das Bosz-Team musste aufpassen, weil die Bayern nun noch einmal den Druck verstärkten. Ganz wichtig, dass Weiser einen Kopfball von James aus kurzer Distanz abblocken konnte (74.). Danach fiel den Gästen allerdings nicht mehr viel ein gegen leidenschaftliche, stark verteidigende und mutig spielende Leverkusener, die immer wieder zu gefährlichen Kontern ansetzten. Einer davon führte schließlich zum entscheidenden 3:1. Bellarabi setzte auf der rechten Seite Brandt in Szene, der nach innen auf den eingewechselten Lucas Alario passte. Der Argentinier schob freistehend aus kurzer Distanz ein und machte  mit seinem Treffer den Deckel drauf (87.). Schiedsrichter Stieler hatte zwar zunächst auf Abseitsstellung von Brandt entschieden, nahm diese Entscheidung dann aber nach Videobeweis zurück. Das Tor zählte. Lewandowski setzte in der Nachspielzeit noch einen Kopfball knapp am Kasten vorbei (90.+4). Dann war Schluss in der BayArena und der Jubel groß.
Schon am kommenden Dienstag, 5.2.2019, ist die Werkself wieder gefordert: Im Achtelfinale des DFB-Pokals tritt Bayer beim Zweitligisten 1. FC Heidenheim an. Anstoß der Partie ist um 18.30 Uhr. In der Bundesliga geht’s dann nächsten Freitag in Mainz weiter.
Bayer 04: Hradecky – Weiser, Tah, S. Bender, Wendell – Havertz (45. Baumgartlinger), Aránguiz, Brandt – Bellarabi (90.+2 Paulinho), Volland, Bailey (84. Alario)
Tore: 0:1 Goretzka (40.), 1:1 Bailey (53.), 2:1 Volland (63.), 3:1 Alario (87.)
Zuschauer: 30.210