Samstag, 31. Januar 2026

31.1.2026: 3:1 gegen Frankfurt – Effiziente Werkself hält Eintracht auf Abstand

Mit einem 3:1 bei Eintracht Frankfurt hat Bayer 04 den dritten Sieg im dritten Pflichtspiel in Folge eingefahren. Dank einer starken Chancenverwertung sorgten Arthur (26.) und Malik Tillman (33.) am 20. Bundesliga-Spieltag für die 2:0-Pausenführung. Nach dem Anschlusstreffer der SGE durch Robin Koch (50.) hielt Schwarz-Rot den Frankfurter Angriffen tapfer stand, bevor Aleix Garcia in der Nachspielzeit für die seit Ellyes Skhiris Gelb-Roter Karte (70.) in Überzahl spielende Werkself zur Entscheidung traf (90.+3).

Cheftrainer Kasper Hjulmand hatte für das Gastspiel bei der Eintracht im Vergleich zum Play-off-Einzug in der UEFA Champions League gegen den FC Villarreal (3:0) vier Startelf-Änderungen vorgenommen. Für den gelbgesperrten Loïc Badé kehrte Edmond Tapsoba in die Anfangsformation zurück. Er kam zu seinem 250. Bundesligaspiel für Bayer 04. Arthur, Martin Terrier und Christian Kofane ersetzten Lucas Vázquez, den angeschlagen nicht mitgereisten Ibrahim Maza und Patrik Schick. Schon in den ersten Minuten übernahm Schwarz-Rot – an diesem Tag in Cyanblau – mit sicherem Passspiel die Kontrolle und brachte die SGE gegen den Ball durch hohes Pressing gleich mehrmals in Bedrängnis. Die erste nennenswerte Duftmarke folgte dann in Minute 17 durch einen Fernschuss von Jarell Quansah. Und schon die zweite Chance saß: Arthur, auf der rechten Schiene aktiv, kombinierte sich mit Alejandro Grimaldo herrlich in den Frankfurter Strafraum und erzielte mit seinem ersten Bundesliga-Tor die Werkself-Führung (26.). In seinem 50. Spiel im deutschen Fußball-Oberhaus wurde anschließend auch der bis dato beschäftigungslose Janis Blaswich erstmals durch Rasmus Kristensen geprüft (32.) – bevor die Leverkusener erneut zuschlugen. Kofane legte eine abgefälschte Grimaldo-Flanke auf Malik Tillman zurück, woraufhin der US-Nationalspieler zum dritten Mal im zweiten Spiel traf (33.). Eine disziplinierte Defensivleistung von Schwarz-Rot hielt das 2:0 bis zum Pausenpfiff.

Kurz nach Wiederanpfiff musste Blaswich dann zum ersten Mal im dritten Bundesliga-Einsatz für Schwarz-Rot hinter sich greifen. Robin Koch hatte eine Hereingabe im zweiten Anlauf zum Frankfurter Anschluss verwertet (50.). Die Antwort der Werkself ließ nicht lange auf sich warten, Ezequiel Fernández verzog aber von der Strafraumgrenze leicht (56.). Gegen aufgepeitschte Adlerträger kämpfte Bayer 04 nun tapfer an und war ab Minute 70 in Überzahl. Eintracht-Akteur Ellyes Skhiri hatte – nur wenige Augenblicke nach einem groben Foul an Arthur – im Mittelfeld Kofane von den Beinen geholt und sah dafür die Ampelkarte.

Mit einem Mann mehr agierten die Leverkusener inzwischen wieder dominanter, spielten aber keinen der vielen aussichtsreichen Konter konsequent zu Ende. So musste in Minute 87 einmal mehr der aufmerksame Blaswich die Führung festhalten. Für die späte Entscheidung und erleichterte Werkself-Mienen sorgte in der dritten Minute der Nachspielzeit der emsige Aleix Garcia, der über links vom eingewechselten Ernest Poku in Szene gesetzt wurde und zum 3:1-Endstand einnetzte.

Weiter geht's für die Werkself bereits am kommenden Dienstag, 3.2.2026 (Anstoß: 20.45 Uhr). Dann ist in der BayArena der FC St. Pauli zum Viertelfinale im DFB-Pokal zu Gast. In der Bundesliga sind die Leverkusener am darauffolgenden Samstag, 7.2.2025, um 18.30 Uhr bei Borussia Mönchengladbach gefragt.

Bayer 04: Blaswich - Quansah, Andrich, Tapsoba - Arthur, Fernández (64. Palacios), Garcia, Grimaldo - Tillman (82. Poku), Terrier (64. Hofmann) - Kofane (72. Schick)

Tore: 0:1 Arthur (26.), 0:2 Tillman (33.), 1:2 Koch (50.), 1:3 Garcia (90.+3)

Zuschauer: 59.000

Mittwoch, 28. Januar 2026

28.1.2026: 3:0 gegen Villarreal sichert Weiterkommen

Weiter geht die Champions-League-Reise! Am achten und letzten Spieltag der Ligaphase der Champions League 2025/26 hat Bayer 04 mit einem souveränen 3:0 gegen den FC Villarreal die Teilnahme an den Play-offs der Königsklasse perfekt gemacht. Beim reifen und kämpferischen Auftritt der Leverkusener erwischte Malik Tillman einen Sahnetag und stellte per Doppelpack (12., 35.) zur Pause auf 2:0. Alejandro Grimaldo (57.) und viel Spielkontrolle erledigten in Durchgang zwei den Rest. Die Auslosung des nächsten UCL-Gegners der Werkself erfolgt am Freitag, 30.1.2026, ab 12.00 Uhr.

Im Vergleich zum 1:0-Heimsieg in der Bundesliga gegen Werder Bremen veränderte Kasper Hjulmand seine Startelf für den letzten Spieltag der UCL-Ligaphase auf zwei Positionen: Malik Tillman und Ezequiel Fernández rückten für Ernest Poku und Jonas Hofmann in die Anfangsformation. Fernández begann neben Aleix Garcia auf der Doppel-Sechs, Ibrahim Maza rotierte eine Position nach vorn ins linke offensive Mittelfeld.

Jener Maza war es dann, der die ersten Offensivbemühungen der von Beginn an drückend überlegenen Werkself initiierte und nach elf Minuten den ersten Abschluss neben das spanische Gehäuse setzte. Die Führung eine Minute später erzielte jedoch sein Gegenpart auf der anderen Seite: US-Nationalspieler Tillman antizipierte einen versuchten Befreiungsschlag des zögerlichen Villarreal-Schlussmanns Arnau Tenas und blockte die Kugel direkt ins Netz (12.). Immer wieder lauerten wache Leverkusener auf Fehler in der gegnerischen Hintermannschaft, doch Loïc Badé (19.) und erneut Tillman konnten sie ebenso wenig in Tore ummünzen wie der emsige Maza, dessen Schuss vom Pfosten an Tenas' Rücken und dann an die Latte prallte (26.). Erfolgreicher war in Minute 35 erneut Tillman, der eine Kopfball-Ablage von Patrik Schick an der Strafraumgrenze stehend direkt zum 2:0 ins Netz hämmerte. Mit über 60 Prozent Ballbesitz und zwei Treffern auf der Haben-Seite ging es für Schwarz-Rot in die Kabine.

Mit viel Spielkontrolle startete Bayer 04 auch in Abschnitt zwei. Zwar dauerte es bis zur ersten Torchance etwas mehr als zehn Minuten – die war jedoch direkt von Erfolg gekrönt: Eine schöne Hereingabe von Lucas Vázquez veredelte Alejandro Grimaldo am zweiten Pfosten per Volley-Direktabnahme zum 3:0 (57.). Nach gut einer Stunde durfte sich dann auch der bislang beschäftigungslose Janis Blaswich beim Schuss von Nicolas Pépé auszeichnen. Weil das Werkself-Mittelfeld um den eingewechselten Exequiel Palacios, der sein Königsklassen-Debüt in dieser Saison feierte, der Offensive des Gelben U-Boots mit abgezocktem Passspiel keine Luft zum Atmen ließ, blieb es Blaswichs einzige Prüfung an diesem Abend. Doch auch der schwarz-rote Angriff hatte bis auf einen Poku-Fernschuss (85.) einige Gänge zurückgeschaltet – so standen für den zweiten eingewechselten Comebacker Edmond Tapsoba und sein Team am Ende ein 3:0-Heimsieg und der verdiente Einzug in die Play-off-Runde der Champions League.

Auf welches Team die Werkself in den anstehenden Play-off-Begegnungen um den Einzug ins Achtelfinale der Königsklasse trifft, entscheidet sich in der Auslosung am kommenden Freitag, 30.1.2026, ab 12.00 Uhr. Infrage kommen dabei nur die beiden Vertreter auf den Plätzen 17 und 18 der Liga-Tabelle: Olympiakos Piräus und Borussia Dortmund. Das Hinspiel wird am 17. oder 18. Februar auswärts ausgetragen, das Rückspiel findet am 24. oder 25. Februar in der BayArena statt.

Auch auf nationaler Bühne bleibt das Programm der Werkself hochkarätig: Am kommenden Samstag, 31.1.2026 (Anpfiff: 15.30 Uhr), reisen die Leverkusener zu Eintracht Frankfurt. Am darauffolgenden Dienstag, 3.2.2026, geht es ab 20.45 Uhr in der BayArena gegen den FC St. Pauli um den Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals.

Bayer 04: Blaswich - Quansah, Andrich, Badé - Vázquez (62. Arthur), Fernández, Garcia (70. Palacios), Grimaldo (89. Tapsoba) - Tillman, Maza (70. Poku) - Schick (62. Kofane)

Tore: 1:0 Tillman (12.), 2:0 Tillman (35.), 3:0 Grimaldo (57.)

Zuschauer: 30.210

Samstag, 24. Januar 2026

24.1.2026: Wichtiges 1:0 gegen Werder Bremen

Endlich der erste Sieg in 2026! Die Werkself hat sich am 19. Bundesliga-Spieltag 1:0 (1:0) gegen den SV Werder Bremen durchgesetzt. Das Tor des Tages erzielte Lucas Vázquez (37.) mit seinem ersten Treffer für Bayer 04. Ebenfalls erfreulich: Nach mehrmonatiger Verletzungspause feierte Exequiel Palacios sein Comeback.

Cheftrainer Kasper Hjulmand hatte seine Anfangsformation im Vergleich zum 0:2 bei Olympiakos Piräus in der UEFA Champions League auf zwei Positionen verändert: Für Ezequiel Fernández und Christian Kofane begannen Jonas Hofmann und Patrik Schick. Ins Spiel startete die Werkself mit mehr Ballbesitz, die Bremer dafür mit dem ersten Torschuss. Jens Stage hatte es nach kurz ausgeführtem Freistoß probiert, der flache Abschluss war für Janis Blaswich kein Problem (3.). Auf der Gegenseite gab es für Loïc Badé nach Flanke von Aleix Garcia eine erste Gelegenheit, die SVW-Keeper Mio Backhaus entschärfte (8.). Wenig später dann ein Jubel, der schnell verpuffte: Nach Flanke von Badé erzielte Schick einen Treffer, hatte die Kugel dabei aber mit dem Arm berührt (12.). Schiedsrichter Tobias Reichel nahm das Tor daraufhin zurück. Frei vor dem leeren Bremer Gehäuse scheiterte vier Minuten später Ernest Poku, nachdem Schick ihn per flachem Außenrist-Querpass bedient hatte (18.). Auf den ereignisreichen Beginn folgte eine ruhigere Phase. Die nächsten Chancen gehörten dann aber wieder Bayer 04: Zweimal versuchte es Schick (31., 33.), einmal Poku (34.). Und endlich fiel der verdiente Führungstreffer für Schwarz-Rot: Über mehrere Stationen am Bremer Strafraum kam die Kugel zu Ibrahim Maza, der fein zu Lucas Vázquez durchsteckte. Der Spanier ließ sich sein erstes Tor für Bayer 04 dann nicht mehr nehmen und versenkte zum 1:0 (37.)! Per Kopfball gelang Bremens Justin Njinmah beinahe der schnelle Ausgleich, der Ball traf aber nur den Pfosten (41.). Kurz vor Ende der ersten Halbzeit wuchtete auch Maza einen Weitschuss ans Aluminium (45.+1). Mit dem 1:0 aus Leverkusener Sicht ging es wenig später in die Kabinen.

Der zweite Durchgang begann schwungvoll: Für Bayer 04 probierten es Schick (47.) und Alejandro Grimaldo (50.), den zwischenzeitlichen Versuch von Bremens Romano Schmid hatte Jarell Quansah noch in höchster Not geblockt (49.). Wirklich viel passierte danach lange nicht. Große Freude dann rund 20 Minuten vor Abpfiff: Nachdem Hjulmand zuvor Fernández und Malik Tillman für Vázquez und Poku (57.) ins Spiel gebracht hatte, wechselte er in der 72. Minute Arthur und Exequiel Palacios für Maza und Garcia ein. Palacios feierte damit nach mehrmonatiger Verletzung seine lang ersehnte Rückkehr. Mit dem argentinischen Weltmeister und den weiteren Neuen auf dem Platz kam Schwarz-Rot im Anschluss wieder zu guten Möglichkeiten. Grimaldo etwa scheiterte nur knapp aus kurzer Distanz an Bremens Schlussmann Mio Backhaus (75.). Hinten agierten die Leverkusener zudem aufmerksam und verteidigten die Führung konsequent, so brachten sie den Sieg souverän über die Zeit.

Weiter geht es für die Werkself mit einem wichtigen Champions-League-Spiel: Zum Abschluss der Ligaphase empfängt Bayer 04, derzeit auf Platz 20 der Gesamttabelle, den international bisher noch sieglosen FC Villarreal, aktuell auf Rang 31. Die Partie, in der es für die Leverkusener um das Ticket für die Play-off-Runde geht, steigt am Mittwoch, 28.1.2026 um 21.00 Uhr in der BayArena. Nur die Mannschaften auf den Plätzen 9 bis einschließlich 24 bestreiten im Februar die Play-off-Runde.

Bayer 04: Blaswich - Quansah, Andrich, Badé - Vázquez (57. Fernández), Maza (72. Arthur), Garcia (72. Palacios), Grimaldo - Hofmann, Poku (57. Tillman) - Schick

Tor: 1:0 Vázquez (37.)

Zuschauer: 30.210

Dienstag, 20. Januar 2026

20.1.2026: Schmerzliche 2:0 Niederlage in Piräus

Im Vergleich zum 0:1 in der Bundesliga bei der TSG Hoffenheim veränderte Cheftrainer Kasper Hjulmand seine Startelf auf vier Positionen: Für den verletzten Mark Flekken hütete Janis Blaswich das Tor, vor ihm starteten Lucas Vázquez, Ibrahim Maza und Christian Kofane anstelle von Arthur, Malik Tillman und Patrik Schick. 

Mit Anstoß für die Werkself und aggressivem sowie hohem Pressing auf Seiten der Hausherren begann die Partie. Olympiakos erarbeitete sich dadurch früh eine erste Ecke - und diese führte prompt zum Gegentor für Schwarz-Rot. Costinha hatte den Standard von Rodinei per Kopf abgenommen und im Tor versenkt - 1:0 für Piräus (2.).Auf den Fehlstart reagierte Bayer 04 mit überwiegendem Ballbesitz. Die erste Chance zum Ausgleich bot sich auf der Gegenseite Loïc Badé ebenso bei einer Ecke. Im Getümmel schloss der Verteidiger ab, Torwart Kostas Tzolakis parierte (10.). Anschließend versuchte es Vázquez nach Steckpass aus spitzem Winkel, der Piräus-Keeper war erneut zur Stelle (16.). Hohes Tempo und feurige Stimmung - auch von den Rängen - gab es auch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte. Als nächstes hatte Kofane den Ausgleich auf dem Fuß, dem Kameruner gelang es jedoch nicht, eine scharfe flache Hereingabe von links zu verwerten (25.). Beim Abschluss von Alejandro Grimaldo etwas mehr als zehn Minuten später war wieder Tzolakis da und kratzte den Schuss noch aus der linken unteren Ecke (37.). Ebenso bei einer Doppelchance von Kofane und Grimaldo (45.). Derweil freuten sich auf der Gegenseite die abgezockten Hausherren nach einem Konter über den nächsten Treffer wenige Momente vor der Pause. Mehdi Taremi hatte eiskalt auf 2:0 erhöht (45.+1). Die intensive und bittere erste Hälfte endete kurz darauf. Viel Anlaufzeit benötigte auch der zweite Durchgang nicht. Los ging es in Minute 47 mit einem Schuss von Maza, nachdem sich Ezequiel Fernández auf der linken Seite stark behauptet hatte und den Ball zum Algerier durchsteckte. Mit der Fußspitze lenkte Tzolakis die Kugel raus. Die Partie gestaltete sich auch in der Folge kämpferisch und zweikampfbetont. 

Kasper Hjulmand wechselte im Verlaufe der Begegnung und brachte Tillman für Vázquez, Arthur für Maza und Schick für Kofane. Diszipliniert und mit vollem Einsatz kämpfte Schwarz-Rot auch mit den drei frischen Kräften auf dem Platz. Am kompakten Abwehrriegel von Olympiakos biss sich die Werkself allerdings schlichtweg die Zähne aus - ein ums andere Mal! Schick etwa hatte in der 80. Minute nach flacher Arthur-Hereingabe mit dem 16. Leverkusener Torschuss eine hundertprozentige Möglichkeit auf dem Fuß, scheiterte allerdings wie seine Mitspieler am an diesem Abend stark aufgelegten Kostas Tzolakis. Nach fünfminütiger Verlängerung endete die Partie 0:2 aus Leverkusener Sicht.
Ausblick: Zu Hause gegen Bremen

Weiter geht es mit einem Heimspiel: Im Rahmen des 19. Bundesliga-Spieltags 2025/26 empfängt die Werkself Werder Bremen in der BayArena. Anstoß der Partie ist am kommenden Samstag, 24.1.2026, um 15.30 Uhr.

Bayer 04: Blaswich - Quansah, Andrich, Badé - Vázquez (58. Tillman), Fernández, Garcia, Grimaldo - Maza (70. Arthur), Poku (81. Culbreath) - Kofane (70. Schick)

Tore: 1:0 Costinha (2.), 2:0 Taremi (45.+1)

Zuschauer: 32.400

Samstag, 17. Januar 2026

17.1.2026: Fehlstart für die Werkself - Bayer verliert 1:0 in Hoffenheim

Vor diesem Spieltag war es Bayer Leverkusen in dieser Saison erst einmal gelungen, nach einem Rückstand in der Bundesliga zu punkten: beim 3:1-Sieg im letzten Spiel vor der Winterpause in Leipzig. Die anderen fünf Male ging die Werkself bislang stets als Verlierer vom Rasen. Auch bei der TSG Hoffenheim sah sich die Mannschaft von Trainer Kasper Hjulmand mit einem Pausenrückstand konfrontiert. Doch wieder einmal schaffte sie es nicht, das Blatt zu wenden. Die Rheinländer unterlagen den formstarken Kraichgauern mit 0:1 (0:1).

Bayer-Coach Hjulmand hatte sein Team im Vergleich zur 1:4-Auftaktniederlage vor einer Woche gegen den VfB Stuttgart auf drei Positionen verändert. Loic Badé, Ernest Poku und Patrik Schick begannen anstelle von Jeanuel Belocian, Nathan Tella und Martin Terrier. Die Afrika-Cup-Rückkehrer Ibrahim Maza und Christian Kofane nahmen zunächst auf der Bank Platz.

Auch wenn die Hoffenheimer im Gegensatz zur Werkself, deren Spiel beim Hamburger SV unter der Woche ausgefallen war, weniger Zeit zur Regeneration hatten, machten sie in den Anfangsminuten den frischeren Eindruck. Das Team von Trainer Christian Ilzer setzte sich früh in der Hälfte der Gäste fest – und ging dann durch einen direkt verwandelten Freistoß von Wouter Burger mit 1:0 in Führung (9.). Leverkusens Keeper Mark Flekken hatte wohl mit einer Flanke gerechnet, stand daher etwas zu weit vor seinem Gehäuse und konnte den Einschlag nicht mehr verhindern.

Erst nach rund 20 Minuten kam Bayer etwas besser ins Spiel, ohne dabei sonderlich viel Torgefahr auszustrahlen. Ein Schuss aus der Distanz von Malik Tillman war vielleicht schon die beste Gelegenheit der Gäste in der ersten Halbzeit (24.). Zielstrebiger in seinen Offensivaktionen war aber weiter die TSG, die dann auch verdient mit einer Führung im Rücken in die Kabinen ging.

Hjulmand reagierte zur Pause und brachte Maza und Kofane. Zunächst aber hatte Bayer Glück, nicht gleich den zweiten Treffer kassiert zu haben. Beim Schuss von Burger machte Flekken erneut keinen sicheren Eindruck (50.), bei der Doppelchance von Vladimir Coufal und Alexander Prass musste sich Hoffenheim ärgern, nicht nachgelegt zu haben. Eine halbe Stunde vor dem Ende ging es dann für Flekken nicht mehr weiter. Der Niederländer hatte sich am Oberschenkel verletzt. Für ihn kam Janis Blaswich.

In der 68. Minute bot sich Leverkusens Torjäger Schick die große Chance, den Ausgleich zu erzielen. TSG-Kapitän Oliver Baumann hatte zuvor einen Freistoß von Alejandro Grimaldo pariert. Der tschechische Angreifer in Diensten des Werksklubs schloss mit seinem etwas schwächeren rechten Fuß überhastet ab und zielte deutlich drüber. Da wäre mehr möglich gewesen.

Leverkusen spielte weiter nicht gut und leistete sich zu viele Fehler im Spielaufbau, durfte sich aber weiter etwas ausrechnen, da Hoffenheim die Entscheidung verpasste. Schick blieb indes glücklos und wurde geblockt (81.). Somit blieb es beim knappen 0:1 aus Leverkusener Sicht.

Weiter geht es für die Werkself am Dienstag (21 Uhr) in Griechenland. Bei Meister Olympiakos Piräus steigt für Bayer das vorletzte Spiel der Ligaphase in der Champions League. In der Bundesliga steht für Hjulmands Team als nächstes das Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen Werder Bremen an.

Bayer 04: Flekken (60. Blaswich) – Quansah, Bade, Andrich – Garcia, Frernandez (46. Kofane) – Poku (74. Tella, 81. Hofmann), Grimaldi, Tillman, Arthur (46. Maza), Schick

Tore: 1:0 Burger (9.)

Zuschauer: 26.957

 

 

 


Samstag, 10. Januar 2026

10.1.2026: Zu viele Schwächen beim 1:4 gegen Stuttgart

Denkbar schlecht kam Bayer 04 Leverkusen aus der Winterpause - und bekam beim Heimspiel gegen den formstarken VfB Stuttgart schon in den ersten 45 Minuten Quittungen ausgestellt. Am Ende stand ein sattes 0:4. 

Fürs erste Spiel des neuen Bundesliga-Jahres musste Bayer-Coach Kasper Hjulmand neben einigen fehlenden Akteuren wie Ben Seghir, Kofane, Maza (alle Afrika-Cup) und Palacios (Aufbautraining nach Muskelsehnenverletzung an den Adduktoren) auch noch auf Schick verzichten. Den Torjäger plagten muskuläre Probleme, der zuletzt zweimal am Stück erfolgreiche Terrier stürmte dafür ganz vorn. 
Auf der anderen Seite musste VfB-Coach Sebastian Hoeneß, der selbst in elf Duellen als Trainer mit Leverkusen noch kein einziges Mal gewonnen hatte (letzter Stuttgarter Sieg allgemein am 28. April 2018 mit einem 1:0 in der BayArena), ebenfalls auf zahlreiche Kräfte verzichten. Darunter etwa Al-Dakhil (Infekt), Darvich (Aufbau nach Oberschenkelverletzung), Jaquez (Oberschenkelverletzung), Jovanovic (Rückenprobleme), Tiago Tomas (Muskelverletzung), Zagadou (Sehnenverletzung im Oberschenkel) und El Khannouss (Afrika-Cup). 

Mit seinen aufgebotenen elf Akteuren konnte der Trainer aber absolut zufrieden sein, schließlich sollten diese den Vizemeister komplett in die Schranken weisen. Angefangen mit einer Top-Kopfballchance von Vagnoman, der an einem Top-Reflex von Flekken verzweifelte (2. Minute). Nur fünf Zeigerumdrehungen später folgte für die im 4-2-3-1 ausgerichteten Schwaben aber schon das verdiente 1:0: Nach Undav-Steckpass vollstreckte der durchgestartete Leweling eiskalt mit dem Außenrist vor dem herauskommenden Flekken. Ungefähr in diesem Takt ging es weiter: Undav verfehlte etwa aus der Drehung (14.), während sich die Werkself mit kargem Ideenreichtum in der eigenen Offensive reihenweise die Zähne an Stuttgarts Abwehr ausbiss. Nach einem plumpen Einsteigen vom teilweise überfordert wirkenden Belocian gegen den durchbrechenden Vagnoman gab Referee Felix Zwayer zudem Elfmeter, den Mittelstädt lässig ins Eck zum 2:0 nutzte (29.). Doch damit nicht genug: Die in Zweikämpfen gieriger und allgemein spritziger wirkenden Schwaben, die zwischenzeitlich nur eine starke Möglichkeit für Bayer 04 zugelassen hatten (32., Nübel rettete bärenstark nach abgefälschtem Fernandez-Abschluss), sollten noch zwei weitere Asse im Ärmel haben. Genauer: Leweling vollstreckte nach Undav-Assist aus zentraler wie verdeckter Lage zum 3:0 (45.), ehe Undav selbst - dieses Mal lieferte Führich die Vorarbeit - nach robustem Einsatz gegen Andrich knochentrocken auf 4:0 stellte (45.+2). 

Immerhin wussten sich die Leverkusener nach Wiederbeginn besser zu verkaufen - mit mehr Mut und Angriffslust wurde im 3-2-4-1-System mehr gewagt. Und mehr erreicht: Joker Poku dribbelte ordentlich (47.), Terrier schoss knapp rechts vorbei (54.). Und nach einem Abschluss auf der anderen Seite von Undav (55.) sowie einem Beinahe-Eigentor von Quansah (61., Parade von Flekken) sollte sich auch Führungsspieler Grimaldo erstmals richtig zeigen. Der Offensivmann scheiterte zunächst an Nübel (63.), ehe der Spanier nach klarem Zuspätkommen von Chabot gegen Tillman den fälligen Elfmeter sicher zum 1:4-Anschluss verwandelte (65.). Mehr als das ging jedoch nicht mehr, weil sich die Gäste aus dem Schwabenland auch auf gar keine Spielchen mehr einließen und sicher das 4:1 über die Zeit brachten. Dabei half etwa auch noch der eingewechselte Abwehrmann Jeltsch. So feierte Stuttgart, das bereits am kommenden Dienstag (18.30 Uhr) das nächste Bundesliga-Topspiel vor der Brust hat, einen großen Dreier zum Start ins neue Jahr. 

Enttäuschung pur derweil im Bayer-Lager - Chance zur Wiedergutmachung gibt es ebenfalls am Dienstag (20.30 Uhr), dann wartet das Auswärtsspiel bei Aufsteiger Hamburger SV. 

Bayer 04: Flekken - Quansah, Andrich, Belocian (46. Bade) -  Fernandez (66. Hofmann), Garcia, Arthur, Tillman, Tella (46. Poku), Grimaldo (82. Vazquez) – Terrier (66. Sarco)

Tore: 0:1 Leweling (7.), 0:2 Mittelstädt (29., FE), 0:3 Leweling (45.), 0:4 Undav (45.+2), 1:4 Grimaldo (66., FE)

Zuschauer: 30.210

Samstag, 20. Dezember 2025

20.12.2025: 3:1 in Leipzig – Werkself überwintert auf Platz drei

Bayer 04 hat RB Leipzig mit einem 3:1-Erfolg im Topspiel vom Samstagabend die erste Liga-Heimniederlage der Saison zugefügt und überwintert dadurch, vor den Sachsen liegend, auf Rang drei der Bundesliga-Tabelle. Martin Terrier und Patrik Schick drehten die Leipziger Führung noch vor dem Pausenpfiff per Doppelschlag. Erfreulich: Ezequiel Fernández, Axel Tape und Lucas Vázquez feierten nach mehrwöchigen Verletzungspausen ihre Comebacks. Außerdem kam U19-Akteur Montrell Culbreath zu seinem Pflichtspiel-Debüt für die Profis – und setzte in der siebten Minute der Nachspielzeit nach einem überragenden Sololauf cool den Deckel drauf!

Im Vergleich zum 2:0-Derbysieg gegen den 1. FC Köln änderte Trainer Kasper Hjulmand seine Anfangsformation auf fünf Positionen, unter anderem stand Nathan Tella erstmals seit Anfang September wieder in der Startelf. Beide Teams konnten sich mit einem Erfolg einen Platz in der Top drei der Liga zum Jahreswechsel sichern.

Dementsprechend agierten sowohl die Gastgeber als auch die Werkself von Beginn an mit viel Zug zum Tor, die erste Großchance bot sich Patrik Schick aus spitzem Winkel (5.). Martin Terrier hielt eine Minute später als nächster drauf, auf der Gegenseite parierte Mark Flekken gegen Conrad Harder (7.). Es entwickelte sich das erwartet intensive und sehr ansehnliche Spiel, in dem das Hjulmand-Team zwischenzeitlich über fast 70 Prozent Ballbesitz verfügte. Nach einer kurzen Phase ohne nennenswerte Tor-Aktionen, aber mit nicht weniger Tempo, zog Arthur mal wieder wuchtig ab (21.) und Schick vergab per Kopf (22.). Die nächste Offensiv-Aktion in dieser Begegnung, in der es hin und her ging, war von Erfolg gekrönt. Leider, aus Sicht von Bayer 04: Xaver Schlager umkurvte 16 Meter zentral vor dem Tor seine Gegenmänner und vollendete zum 1:0 (35.). Diese Leipziger Führung hielt allerdings nur fünf Minuten, dann verwertete Terrier eine Arthur-Flanke sehenswert zum 1:1-Ausgleich. Ein starker Kopfball ins lange Eck des Franzosen, der bereits im Derby eine Woche zuvor getroffen hatte. Nun lief's bei der Werkself, die kurz vor der Halbzeit sogar auf 2:1 stellte! Tella bediente Schick per Steckpass, Letzterer ließ mit einer Finte seinen Gegenmann stehen und traf eiskalt unter die Latte (44.). Für Tella ergab sich nochmal eine Riesenchance (45.+2), dann ertönte in diesem ereignisreichen Topspiel der Pausenpfiff.

Hälfte zwei war acht Minuten alt, als der Ball aus dem Gewühl heraus plötzlich vor den Füßen von Leipzigs Harder landete. Der Däne kam auch zum Abschluss, diesen parierte Flekken jedoch mit einem überragenden Reflex! In der Folge tauschte Hjulmand ein erstes Mal, der wiedergenesene Ezequiel Fernández gab nach knapp zwei Monaten sein Comeback (57.). RB kam besser aus der Kabine, erneut vergab Harder aus spitzem Winkel (61.). 77 Minuten waren rum, als die nächsten Leverkusener Wechsel anstanden. Dieses Mal kehrte Axel Tape nach zweieinhalb Monaten Verletzungspause auf den Rasen zurück und U19-Offensivakteur Montrell Culbreath feierte sein Pflichtspiel-Debüt für die Profis. Und noch einer ist wieder da: Lucas Vázquez mischte in der Schlussphase mit. Die Roten Bullen liefen ununterbrochen an, doch den Schlusspunkt setzte ein gewisser Culbreath, der 18-Jährige vollendete nach einem überragenden Sololauf cool zum 3:1-Endstand (90.+7)!
Ausblick: Jahresauftakt gegen Stuttgart

Nach der kurzen Winterpause bestreitet die Werkself ihr nächstes Pflichtspiel in der heimischen BayArena. Anpfiff der Partie gegen den VfB Stuttgart ist - erneut zur Topspiel-Zeit - am Samstag, 10.1.2026, um 18.30 Uhr. Danach geht es direkt mit der ersten Englischen Woche des neuen Jahres und den Partien beim Hamburger SV sowie bei der TSG Hoffenheim weiter.

Bayer 04: Flekken - Andrich, Badé, Belocian - Arthur (83. Vázquez), Garcia, Tillman, Tella (77. Tape) - Hofmann (57. Fernández), Terrier (77. Culbreath) - Schick (77. Kofane)

Tore: 1:0 Schlager (35.), 1:1 Terrier (40.), 1:2 Schick (44.), 1:3 Culbreath (90.+7)

Zuschauer: 46.053