Freitag, 8. Februar 2019

8.2.2019: 5:1 Auswärtssieg in Mainz


Zum Auftakt des 21. Spieltages zeigte die Werkself am Freitagabend eine starke Leistung und gewann bei Mainz 05 klar und deutlich mit 5:1 (4:1). Wendell, Kai Havertz, Julian Brandt (2) und Karim Bellarabi erzielten die Treffer für das Team von Trainer Peter Bosz, das mit diesem Sieg zumindest vorübergehend auf den fünften Platz vorrückte.
Peter Bosz musste in Mainz nach wie vor auf die verletzten Joel Pohjanpalo, Panos Retsos und Kapitän Lars Bender verzichten. Kai Havertz hingegen, der zuletzt in Heidenheim wegen einer Hüftverletzung passen musste, stand wieder zur Verfügung und kehrte ebenso in die Anfangsformation zurück wie Jonathan Tah, Sven Bender, Karim Bellarabi und Kevin Volland. So stand in der Opel-Arena dieselbe Startelf auf dem Feld wie beim 3:1-Sieg gegen die Bayern.
Den besseren Start erwischten zunächst die Nullfünfer, als Matete frei vor Hradecky zum Schuss kam, der Bayer 04-Keeper aber stark parieren konnte (2.). Als kaltschnäuziger erwies sich die Werkself, die mit ihrem ersten gefährlichen Angriff gleich die Führung erzielte. Volland zog auf der linken Seite nach einem Querschläger der Mainzer auf und davon, passte rüber auf Bellarabi, der den Ball im Fallen in die Mitte spielte, wo Wendell nur noch einzuschieben brauchte (5.). Die Führung der Gäste hielt aber nicht lange. Nur vier Minuten später gelang Mainz nach einer Ecke durch Quaison der Ausgleich (9.). Danach aber dominierte Bayer 04 das Spiel und erarbeitete sich Chancen im Minutentakt durch Sven Bender (13.), Volland (14.), Brandt (16.) und Bailey (17.). Die erneute und verdiente Führung für Schwarz-Rot blieb dann Kai Havertz vorbehalten. Julian Brandt hatte sich Mittelfeld den Ball erobert, den Turbo auf links gezündet und den mitgelaufenen Havertz bedient, der mit links aus 14 Metern platziert zum 2:1 für die Gäste abschloss (20.). Es war bereits der achte Liga-Treffer für den Youngster. Die Werkself gab jetzt spielerisch klar den Ton an, ließ aber hin und wieder auch Chancen der Mainzer zu, wie die durch Matete, der den Ball beim Abschluss nicht richtig traf (28.). Auf der Gegenseite dann wieder Pech fürs Bosz-Team, als Bellarabi den Hammer auspackte und nur die Unterkante der Latte traf (30.). Nur Sekunden später wieder eine ganz starke Offensivaktion der Werkself: Brandt und Volland spielten einen Klasse-Doppelpass, den Brandt eiskalt aus spitzem Winkel zum 3:1 für Bayer 04 vollendete (30.). Volland hatte sechs Minuten später das nächste Tor auf dem Schlappen, zog aber aus halblinker Position am Tor vorbei (36.). Es war ein höchst unterhaltsames Duell in der Opel-Arena, in dem Bayer 04 Hochgeschwindigkeits-Fußball zeigte, aber auch die Mainzer gefährlich blieben: Aaron traf mit einem Distanzschuss nur die Latte (42.). Im Gegenzug dann der nächste Treffer, weil's mal wieder blitzschnell in Richtung Mainzer Tor ging. Der bärenstarke Brandt marschierte durchs Mittelfeld, setzte Bellarabi auf der rechten Seite in Szene, und die Nummer 38 der Werkself fackelte nicht lange und zog vom Strafraumeck ins lange Eck zum 4:1 für die Gäste ab (43.). Den Mainzern bot sich durch Quaison noch mal eine Chance, aber der  Stürmer traf den Ball frei vor dem Tor nicht richtig (45.+1). Mit einer klaren 4:1-Führung für die Werkself ging's in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel gleich die nächste dicke Chance für die Leverkusener: Bailey stand nach herrlichem Zuspiel von Bellarabi frei vor Müller, zog aber knapp am Kasten vorbei (50.). Die Gäste kontrollierten die Partie, ließen Ball und Gegner gut laufen und setzten dann zum nächsten Hieb an. Wieder war es der nicht zu bremsende Julian Brandt, der sich im Mittelfeld die Kugel schnappte, wieder Kevin Volland als Doppelpass-Partner fand und dann aus wenigen Metern FSV-Keeper Müller keine Abwehrchance ließ (64.) - es stand 5:1 für die Werkself! Brandts erster Bundesliga-Doppelpack war geschnürt, dazu noch zwei Assists - der Nationalspieler war der überragende Mann auf dem Platz. Natürlich war das Spiel längst gelaufen. Nur Holtmann besaß kurz vor Schluss noch die Chance auf einen zweiten Mainzer Treffer. Nach dem Abpfiff feierten die rund 1.000 mitgereisten Bayer-Fans ihre Mannschaft, die den dritten Liga-Sieg in Folge eingefahren hatte und zumindest für eine Nacht auf den Europa-League-Platz fünf kletterte.
Eine schlechte Nachricht gab's dann doch noch für Bayer 04: Julian Baumgartlinger zog sich nach seiner Einwechslung bei einem Zweikampf einen Nasenbeinbruch zu, der operativ gerichtet werden soll.
Für die Werkself geht es am kommenden Donnerstag, 14.2.2019, in der Europa League weiter mit dem Hinspiel im Sechzehntelfinale beim FK Krasnodar. Die Partie wird um 18.55 Uhr angepfiffen.
Bayer 04: Hradecky – Weiser, Tah, S. Bender, Wendell (78. Jedvaj)– Havertz (62. Baumgartlinger), Aránguiz, Brandt (81. Alario) – Bellarabi, Volland, Bailey
Tore:  0:1 Wendell (5.), 1:1 Quaison (9.), 1:2 Havertz (20.), 1:3 Brandt (30.), 1:4 Bellarabi (43.), 1:5 Brandt (63.)
Zuschauer:  21.900

Dienstag, 5. Februar 2019

5.2.2019: Blamage bei 2:1 Niederlage in 3. Pokalrunde in Heidenheim


Drei Tage nach dem Sieg in der Bundesliga gegen Bayern München gab es eine herbe Enttäuschung für Bayer 04: Die Werkself unterlag im Achtelfinale des DFB-Pokals mit 1:2 (1:0) beim Zweitligisten 1. FC Heidenheim. Julian Brandt hatte die Leverkusener kurz vor der Pause in Führung gebracht (44.), nach dem Wechsel drehten die Gastgeber die Partie durch die Treffer von Dovedan (47.) und Multhaup (72.).
Im Vergleich zur vergangenen Bundesliga-Begegnung mit dem FC Bayern gab es fünf Veränderungen in der Startelf von Bayer 04. In der Innenverteidigung spielten Aleksandar Dragovic und Tin Jedvaj für Jonathan Tah und Sven Bender, der nicht zum Aufgebot zählte. Im Mittelfeld übernahm Julian Baumgartlinger als Kapitän den Platz des verletzten Kai Havertz, auf dem Flügel durfte sich Paulinho auf der Position von Karim Bellarabi beweisen und im Angriffszentrum übernahm Lucas Alario den Part von Kevin Volland. Neben den verletzten Lars Bender, Havertz, Retsos und Pohjanpalo fehlte nach seinem Magen-Darm-Infekt weiterhin Dominik Kohr. Auf der Bank saß auch U19-Abwehrspieler Jan Boller. Die Gastgeber, bei denen Vereinsikone Marc Schnatterer zunächst Reservist war, hatten nur 2 ihrer letzten 16 Pflichtspiele verloren und waren in der vergangenen Saison im Achtelfinale erst nach Verlängerung gegen den späteren Cupsieger Eintracht Frankfurt ausgeschieden (1:2). Entsprechend wusste die Werkself um die Schwierigkeit der Aufgabe bei Minustemperaturen im Gefrierschrank Voith-Arena. Sechs Minuten dauerte es bis zur ersten Chance der in weiß spielenden Leverkusener, Baileys Flachschuss stellte für Keeper Müller indes kein Problem dar. Bayer 04 war erkennbar sofort um Spielkontrolle, saubere Pässe und Ballzirkulation bemüht. Weitere zielgerichtete Abschlüsse indes gab es nicht in der ersten halben Stunde, die wehrhaften Hausherren verteidigten sehr entschlossen und engmaschig. Geduld und ein langer Atem waren bei der Werkself gefragt, das kam nicht überraschend. Paulinhos weit neben das Tor abgegebener Schlenzer ging nicht wirklich als Möglichkeit durch (29.). Ebenso wenig wie Feiks Linksschuss, den Lukas Hradecky ganz locker aus dem Eck holte (36.). Das sah eine Minute später schon ganz anders aus: Leon Bailey spielte Julian Brandt halbrechts im Strafraum frei, doch der Nationalspieler traf nur den Innenpfosten des Heidenheimer Kastens (37.). Das hätte der gewünschte Türöffner sein können! Aber aufgeschoben war in diesem Fall nicht aufgehoben. Nach fein getimtem Zuspiel von Charles Aránguiz kam erneut Brandt im Strafraum zum Abschluss, diesmal von der anderen Seite und mit links, und traf flach durch die Beine Müllers ins lange Eck – 1:0 (44.), zugleich der verdiente Halbzeitstand nach einem sachlich-seriösen Auftritt der Leverkusener.
Nach der Pause ging's in unveränderter Besetzung weiter – und mit einer eiskalten Dusche für die Gäste. Dovedan versetzte nach einem Konter Dragovic, kam allein vor Hradecky zum Schuss und ließ dem finnischen Schlussmann keine Chance – 1:1 (47.), alles wieder auf Gleichstand. Der Treffer zeigte Wirkung bei der Werkself. Fünf Minuten später lag die Führung der Heidenheimer in der Luft, aber Multhaup donnerte die Kugel aus günstigster Position und kurzer Distanz nur gegen die Unterkante der Latte (52.). Auf der Gegenseite kam Julian Brandt binnen einer Minute zu zwei Abschlüssen – erst vorbei, dann parierte Müller mit etwas Mühe (58.). Jetzt war es ein enger Pokalfight. Hradecky parierte Dovedans Flachschuss (60.), Paulinhos Versuch geriet zu zentral (63.). Mitchell Weiser visierte nach Pass von Aránguiz das kurze Eck an, traf aber nur das Außennetz (67.). Peter Bosz nahm einen Doppelwechsel vor: Kevin Volland und Karim Bellarabi kamen für Alario und Paulinho (71.). Unmittelbar danach schlugen die Heidenheimer ein zweites Mal zu. Als die Bayer 04-Abwehr in Person von Wendell nach einer Hereingabe von links nicht zu klären wusste, mogelte Multhaup den Ball zum 2:1 über die Linie (72.). Bayer war um eine rasche Antwort bemüht. Baileys Bogenlampe per Kopf verfehlte das lange Eck (83.). Die Werkself suchte verzweifelt nach einer Lücke. Es gab vier Minuten Nachspielzeit. Isaac Kiese Thelin kam für Aránguiz (90.+1). Den Kopfball des Schweden entschärfte Müller (90.+2), auf der Gegenseite rettete Hradecky toll gegen Glatzel (90.+3). Wenig später war Schluss – im Spiel und auch für Bayer 04 im DFB-Pokal.
Für die Werkself geht es bereits in drei Tagen mit dem 21. Spieltag in der Bundesliga weiter: Dann tritt Bayer 04 am Freitag, 8.2.2019, um 20.30 Uhr bei Mainz 05 an.
Bayer 04: Hradecky – Weiser, Dragovic, Jedvaj, Wendell – Baumgartlinger, Aránguiz (90. Kiese Thelin) – Bailey, Brandt, Paulinho (71. Bellarabi) – Alario (71. Volland)
Tore: 0:1 Brandt (44.), 1:1 Dovedan (47.), 2:1 Multhaup (72.)
Zuschauer: 11.000

Samstag, 2. Februar 2019

2.2.2019: Bayer düpiert Bayern beim 3:1 Heimsieg


Unter Trainer Peter Bosz musste gegen die Bayern auf Kapitän Lars Bender verzichten, der wegen Oberschenkel-Problemen nicht im Kader stand. Für ihn übernahm Mitchell Weiser die Position als rechter Verteidiger. Dies blieb die einzige Startelf-Veränderung im Vergleich zu den beiden vergangenen Partien gegen Mönchengladbach und Wolfsburg. Passen musste zudem Dominik Kohr wegen eines Magen-Darm-Infekts. Bei den Münchnern, die zuletzt sieben Mal in Folge gewonnen hatten, fehlte verletzungsbedingt ebenfalls der Kapitän: Für Manuel Neuer stand Sven Ulreich zwischen den Pfosten. Und es ging vor ausverkauftem Haus gleich rasant zur Sache. Die Werkself setzte die Bayern von Beginn an ordentlich unter Druck. Nach einer Minute bot sich Kevin Volland die erste Chance nach Zuspiel von Julian Brandt –  Vollands Schuss wurde von Hummels' Hand abgeblockt, aber Schiedsrichter Stieler wertete die Aktion nicht als elfmeterwürdig. Die Anfangsminuten gehörten den Gastgebern, die ein hohes Tempo vorlegten und durch Brandt die nächste Möglichkeit besaßen. Der Schuss des Nationalspielers aus 17 Metern verfehlte das Tor aber deutlich (12.). Im Gegenzug besaß der Rekordmeister seine erste Chance, als Coman aus 13 Metern am gut postierten Lukas Hradecky scheiterte (13.). Die Bayern waren nun besser im Spiel zeigten mehr Zug in Richtung Leverkusener Tor. Einen von Hummels eingeleiteten Angriff konnte Goretzka nach Pass von James aus aussichtsreicher Position im Strafraum nicht erfolgreich abschließen, weil ihm der Ball über den Spann rutschte (26.). Die Werkself war in dieser Phase offensiv nicht mehr so präsent wie zu Beginn des Spiels. Leon Bailey, der diesmal auf der linken Seite begann, brachte das Bayern-Tor mit einem knapp über die Latte gezirkelten Freistoß mal wieder in Gefahr (30.). Dann aber schlugen die Bayern zu: Nachdem Hradecky zunächst einen Schuss von Coman noch abblocken konnte, verwertete Leon Goretzka die anschließende Flanke von Thomas Müller per Kopf aus fünf Metern zur 1:0-Führung für die Gäste (40.). Wenig später musste Kai Havertz  verletzt den Platz verlassen, weil er kurz zuvor von Kimmich bei einem Konter zu Boden gerissen worden war und sich dabei an der Hüfte verletzt hatte. Kimmich sah zu Recht die Gelbe Karte, für Havertz kam Julian Baumgartlinger ins Spiel (45.). Die Bayern trafen unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff noch einmal ins Leverkusener Tor, aber Schiedsrichter Stieler erkannte den Treffer von Lewandowski wegen Abseitsstellung nicht an und wurde bei dieser Entscheidung auch durch den Videobeweis bestätigt (40.+2).
Auch in die zweite Hälfte startete die Werkself mit Power-Fußball. Volland rutschte nach einer Hereingabe von Bailey nur haarscharf am Ball vorbei (46.). Der Jamaikaner sollte dann aber kurz darauf für einen Paukenschlag sorgen. Nach Foul an Volland zirkelte Bailey den fälligen Freistoß aus rund 27 Metern ins linke obere Toreck zum 1:1-Ausgleich (53.) – ein ganz starkes Ding! Der Treffer tat der Werkself sichtlich gut. Sechs Minuten später musste sich Ulreich ganz lang machen, um einen Volley-Aufsetzer von Brandt aus dem Winkel zu fischen (60.). Dann aber war der Bayern-Keeper geschlagen: Einen Klasse-Konter über Weiser und Bellarabi spitzelte Volland aus sechs Metern an Ulreich vorbei zum 2:1 ins Netz (63.). Mit seinem achten Saisontor hatte die Nr. 31 der Werkself das Spiel gedreht. Aber das Bosz-Team musste aufpassen, weil die Bayern nun noch einmal den Druck verstärkten. Ganz wichtig, dass Weiser einen Kopfball von James aus kurzer Distanz abblocken konnte (74.). Danach fiel den Gästen allerdings nicht mehr viel ein gegen leidenschaftliche, stark verteidigende und mutig spielende Leverkusener, die immer wieder zu gefährlichen Kontern ansetzten. Einer davon führte schließlich zum entscheidenden 3:1. Bellarabi setzte auf der rechten Seite Brandt in Szene, der nach innen auf den eingewechselten Lucas Alario passte. Der Argentinier schob freistehend aus kurzer Distanz ein und machte  mit seinem Treffer den Deckel drauf (87.). Schiedsrichter Stieler hatte zwar zunächst auf Abseitsstellung von Brandt entschieden, nahm diese Entscheidung dann aber nach Videobeweis zurück. Das Tor zählte. Lewandowski setzte in der Nachspielzeit noch einen Kopfball knapp am Kasten vorbei (90.+4). Dann war Schluss in der BayArena und der Jubel groß.
Schon am kommenden Dienstag, 5.2.2019, ist die Werkself wieder gefordert: Im Achtelfinale des DFB-Pokals tritt Bayer beim Zweitligisten 1. FC Heidenheim an. Anstoß der Partie ist um 18.30 Uhr. In der Bundesliga geht’s dann nächsten Freitag in Mainz weiter.
Bayer 04: Hradecky – Weiser, Tah, S. Bender, Wendell – Havertz (45. Baumgartlinger), Aránguiz, Brandt – Bellarabi (90.+2 Paulinho), Volland, Bailey (84. Alario)
Tore: 0:1 Goretzka (40.), 1:1 Bailey (53.), 2:1 Volland (63.), 3:1 Alario (87.)
Zuschauer: 30.210

Samstag, 26. Januar 2019

26.1.2019: Verdienter 3:0 Sieg in Wolfsburg


Leverkusen hat im zweiten Spiel den ersten Sieg unter dem neuen Trainer Peter Bosz eingefahren. Bayer trat in Wolfsburg erneut sehr offensiv auf, erspielte sich eine Reihe an Chancen und gewann am Ende verdient mit 3:0.
Unser Coach Peter Bosz nahm nach der 0:1-Heimpleite gegen Borussia Mönchengladbach keine Veränderung vor. Die Werkself ging die Partie also auch auswärts sehr offensiv an mit Havertz, Brandt, Bailey, Volland und Bellarabi. Es gab kein großes Abtasten, beide Teams spielten sofort nach vorne. Der auffälligste Akteur in der Anfangsphase war Bellarabi. Der Flügelflitzer traf nach fünf Minuten die Latte, verzog anschließend ganz knapp (10.) und scheiterte auch mit einem kunstvollen Drehschuss (24.). Auf Seiten der Wolfsburger meldete erstmals Mehmedi Torgefahr an, sein Schuss landete links neben dem Kasten (16.). Für den Schweizer war dann nach 28 Minuten Schluss, er verletzte sich ohne Einwirkung eines Gegenspielers (Adduktorenprobleme), Malli kam neu in die Begegnung. Nach einer kurzen Auszeit nahm die Partie vor der Pause noch einmal richtig Fahrt auf. Nachdem Bayer ungenügend klärte, kam Steffen zur besten VfL-Chance im ersten Durchgang, er verzog aus neun Metern hauchzart (37.). Nur eine Zeigerumdrehung später prüfte Weghorst Gästekeeper Hradecky aus spitzem Winkel. Aber auch die Werkself drehte noch einmal auf: Vollands Schuss geriet zu zentral (39.) und Havertz schlenzte zu ungenau (41.). Der Treffer für die Gäste sollte allerdings noch fallen: Nach einem unnötigen Foul von William an Volland im Strafraum gab es Elfmeter - Havertz verwandelte sicher (45.). Beinahe hätte Bellarabi noch einen draufgesetzt, bei seinem abgefälschten Schuss musste sich VfL-Keeper Casteels ganz lang machen (45.+3).
Der zweite Durchgang begann mit einer exzellenten Chance der Wolfsburger, aber Lars Bender klärte den Abschluss von William kurz vor der Linie (47.). Auf der Gegenseite meldete sich Brandt für die Gäste nach der Pause an, Casteels war jedoch auf dem Posten (50.). Auch gegen den satten Schuss von Bailey war der Schlussmann zur Stelle (53.). Der Werkself hatte mehr Chancen, aber auch Volland brachte den Ball nicht an Casteels vorbei (60.). Aber in der 62. Minute belohnten sich die Leverkusener: Aranguiz fand rechts im Strafraum Volland, der den Ball in die Maschen hämmerte - 2:0. Die Wölfe zeigten eine gute Reaktion, Steffen traf zum vermeintlichen Anschluss. Aber vorher stand Malli beim Zuspiel wohl knapp im Abseits, nach Videobeweis wurde der Treffer zurückgenommen (66.). Die Gastgeber blieben weiter dran, Brekalo prüfte Hradecky (68.). Das war es erst einmal mit der Druckphase der Hausherren. Bayer agierte sehr ballsicher, Havertz verzog mit einem Schlenzer (76.). In der Schlussphase hatte Leverkusen alles im Griff. Brandt scheiterte zunächst noch an Casteels (81.), vollendete aber kurz vor Schluss zum 3:0 (88.). Damit fuhr Bayer den ersten Sieg unter Bosz ein.
Am nächsten Samstag, 2.2.2019, ist dann Bayern München um 15.30 Uhr zu Gast in der BayArena.
Bayer 04: Hradecky - L. Bender, Tah, S. Bender, Wendell (78. Weisser) - Aranguiz - Havertz, Brandt – Bailey (77. Baumgartlinger), Volland, Bellarabi
Tore: 0:1 Havertz (45., Foulelfmeter), 0:2 Volland (62.), 0:3 Brandt (88.)
Zuschauer: 21.736

Samstag, 19. Januar 2019

19.1.2019: 0:1 Heimniederlage gegen M‘Gladbach


Im ersten Pflichtspiel unter der Leitung des neuen Trainers Peter Bosz kassierte die Werkself eine 0:1-Niederlage. Dabei hätte Bayer mehr verdient gehabt, ließ aber vor allem im zweiten Durchgang teils beste Chancen aus.
Peter Bosz nahm nach dem 3:1-Sieg gegen Hertha BSC unter seinem Vorgänger Heiko Herrlich vier Veränderungen in der Startelf vor: Weiser, Dragovic, Baumgartlinger (alle Bank) und Jedvaj (nicht im Kader) wurden durch Lars Bender, Sven Bender, Wendell und Bellarabi ersetzt. Die Werkself startete in einer 4-3-3-Formation, in der Brandt und Havertz wie erwartet die Halbpositionen im Mittelfeld besetzten.
Leverkusen begann mutig und hatte nach 20 Sekunden durch Volland die erste Chance. Wenig später prüfte Aranguiz die Aufmerksamkeit von Gladbachs Keeper Sommer (2.). Danach blieben die Hausherren aktiver und näherten sich dem gegnerischen Tor vornehmlich über die Flügel immer wieder mit Schwung an. Bailey (16., geblockt), Havertz (17., 28., jeweils gehalten) und Brandt (22., vorbei) verzeichneten Abschlüsse. Der mit deutlich mehr Ballbesitz ausgestatteten Werkself mangelte es aber an der finalen Durchschlagskraft. Gladbach, das phasenweise sehr passiv agierte und tief stand, trat offensiv zunächst nur durch einen abgefälschten Zakaria-Distanzschuss in Erscheinung (18.). Den ersten Torschuss nutzte das Hecking-Team dann aber zur Führung: Stindl ließ sich etwas fallen, leitete den Ball zu Hofmann weiter, der das Spielgerät vorbei an Wendell in den Lauf von Plea legte. Dessen Flachschuss von halbrechts schlug im langen Eck ein (37.). Elvedi, der Hradecky zu eine starken Parade zwang (44.), und Hazard (45.) hätten noch vor der Pause erhöhen können.
Nach der Pause setzte sich das Bild des ersten Durchgangs fort: Leverkusen trat aktiver auf und erspielte sich Chancen. Gladbach taktierte, stand tief und sorgte nur selten für Entlastung. Nachdem die Werkself zunächst zu Torannäherungen kam und dabei mehrfach für Chaos im Gladbacher Strafraum sorgte, münzte sie ihre Dominanz nach knapp einer Stunde wieder in zum Teil hochkarätige Chancen um. Havertz scheiterte zunächst aus kurzer Distanz an Sommer (62.), dann traf Bellarabi nur den Pfosten (68.). Volland brachte den Ball aus spitzem Winkel nicht an Sommer vorbei (70.), der Schweizer stand auch bei den Versuchen von Sven Bender (71.) und Volland (72., 77.) richtig. Bellarabi schoss kurz danach haarscharf am linken Pfosten vorbei (79.). Der Ausgleich wäre für die Gastgeber in dieser Phase hochverdient gewesen. Den Chancenwucher hätte Hofmann beinahe bestraft. Am Ende eines Konters fehlte dem Mittelfeldmann aber die letzte Präzision - sein Schuss kullerte am rechten Pfosten vorbei ins Toraus (81.). So ging es mit Hochspannung in die Schlussminuten. Alario verpasste per Freistoß das 1:1 (88.), Sven Bender scheiterte in der Nachspielzeit gleich zweimal nach einer Ecke (90.+2, 90.+3). So blieb es beim etwas schmeichelhaften 1:0-Sieg der Fohlen.
Nächste Woche geht’s für die Werkself in Wolfsburg weiter. Anstoß ist am 26.12019 um 15.30 Uhr.
Bayer 04: Hradecky - L. Bender, Tah, S. Bender, Wendell - Aranguiz - Havertz , Brandt – Bailey (69. Alario), Volland, Bellarabi
Tore: 0:1 Plea (37.)
Zuschauer: 29.968