Samstag, 22. Januar 2022

22.1.2022: Verdienter 5:1 Sieg gegen Augsburg

Zusammenfassend kann man sagen, daß eine spielfreudige Werkself gegen den defensiv anfälligen FC Augsburg auch in der Höhe verdient mit 5:1 gewann.

Gerardo Seone stellte im Vergleich zum 2:1-Sieg bei Borussia Mönchengladbach auf einer Position um: Demirbay (5. Gelbe Karte) wurde durch Adli ersetzt. Aranguiz saß erstmals wieder auf der Bank.

Bayer begann forsch und erzielte in der Anfangsviertelstunde schon zum zwölften Mal in der laufenden Saison einen Treffer. Bellarabi traf nach einem schnellen Angriff über Diaby und Bakker aus spitzem Winkel (12.). Augsburg war bemüht, sorgte aber allenfalls sporadisch für etwas Torgefahr. Den einzigen klaren Abschluss der Gäste in der ersten Hälfte durch Maier parierte Hradecky (14.). Ansonsten gehörten die Spielanteile vor allem der Seoane-Elf, mit deren Tempo der FCA große Probleme hatte. Rettete Gikiewicz zunächst noch gegen Frimong aus spitzem Winkel (18.), konnte der Keeper das 0:2 aus Augsburger Sicht in der 22. Minute nicht verhindern. Diaby traf nach Vorlage von Adli. Und es hätte vor der Pause noch schlimmer kommen können für die bayerischen Schwaben, doch Gikiewicz blieb im Eins-gegen-eins mit Schick in der 41. Minute Sieger.

Weinzierl reagierte nach der Pause und brachte Günther und Zeqiri für Pedersen und Vargas. In der Tat spielte Augsburg nun ein wenig offensiver, hatte aber in der Abwehr gleichbleibend arge Probleme mit den schnellen Bayer-Akteuren. Dennoch kam der FCA in der 62. Minute zunächst sogar zum Anschlusstreffer - weil Maier nach einem wuchtigen Freistoß von Gregoritsch, den Hradecky nach vorne prallen ließ, per Abstauber sein erstes Bundesliga-Tor erzielte. Doch Hoffnung keimte bei den Gästen nur sehr kurz auf. Denn Diaby stellte die Weichen für die Werkself kurz darauf mit einem Doppelschlag endgültig auf Sieg: Erst traf der Franzose per Abstauber nach einer Gikiewicz-Parade gegen Adli (65.), dann machte Diaby - beinahe mit einer Kopie seines ersten Treffers - mit dem 4:1 seinen Dreierpack perfekt (69.). Den sehenswerten Schlusspunkt der Partie setzte Joker Alario mit einem Hackentor als Dropkick durch die Beine von Gikiewicz zum 5:1-Endstand (81.).

Jetzt ist eine Woche Pause und dann geht es in 14 Tagen sonntags um 15.30 Uhr mit dem Auswärtsspiel in Dortmund weiter.

Bayer 04: Hradecky – Frimpong, Tah (82. Retsos), Hincapie, Bakker – Andrich, Adli (70. Aranguiz), Diaby, Wirtz (82. Sertdemir), Bellarabi (78. Fosu-Mensah) – Schick (70. Alario)

Tore: 1:0 Bellarabi (9.), 2:0 Diaby (24.), 2:1 Maier (62.), 3:1 Diaby (65.), 4:1 Diaby (69.), 5:1 Alario (81.)

Zuschauer: 750

Samstag, 15. Januar 2022

15.1.2022: 2:1 Auswärtssieg in M’Gladbach

Bayer hat sich durch ein 2:1 bei Borussia Mönchengladbach auf Platz drei der Bundesliga-Tabelle geschoben.

Noch am vergangenen Wochenende war Gladbachs Neuzugang Friedrich für Union Berlin gegen Bayer 04 Leverkusen aufgelaufen. Sieben Tage später startete der Innenverteidiger nach seinem Wechsel unter der Woche dann gleich für die Borussia - und traf schon wieder auf Leverkusen. Seinen Startelf-Platz räumen musste dafür etwas überraschend Ginter, der nur auf der Bank saß, was Spekulationen um einen Winter-Abgang befeuern dürfte.

Gerardo Seoane musste auf Paulinho verzichten, der nach dem 2:2 gegen Union Berlin positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Für ihn begann Bellarabi, der immer wieder mit Diaby die Flügel tauschte.

Gemeinsam mit Koné hatte Benes in den ersten Minuten einiges zu tun, Leverkusen startete gefällig und erarbeitete sich ein leichtes Übergewicht im Mittelfeld, ohne die im Ansatz häufig guten Angriffe konsequent zu Ende zu spielen. Mönchengladbach versuchte es auffällig häufig mit langen Bällen auf Zielspieler Embolo - und kam auf diese Weise zu den ersten Großchancen der Partie: Der Fohlen-Stürmer setzte den nachrückenden Neuhaus in Szene, der am stark reagierenden Hradecky scheiterte (16.), die folgende Ecke köpfte Elvedi nur knapp drüber (17.). Diaby kam dann nach Zusammenspiel mit Wirtz zur ersten Leverkusener Chance der Partie, die Sommer zunichte machte (25.). Ansonsten machte Bayer 04 zwar den spielerisch besseren Eindruck, ließ im vorderen Drittel aber die Konsequenz vermissen. Den etwas gefährlicheren Eindruck im ersten Durchgang machte so sogar Gladbach, Jantschke schoss nach einer Standardsituation nur den am Boden liegenden Tah an (37.).

Nach der Pause bekam das ansehnliche, aber bis dahin highlightarme Spiel dann auch einige Aufreger innerhalb kürzester Zeit: Friedrich traf Bellarabi leicht im Strafraum, Schiedsrichter Stegemann zeigte auf den Punkt. Schick trat zum Elfmeter an, scheiterte aber am stark reagierenden Sommer - der nur Sekunden später doch geschlagen war: Nach der auf den Elfmeter folgenden Wirtz-Ecke stand Andrich im Fünfmeterraum komplett blank und bedankte sich aus kurzer Distanz mit dem Führungstreffer (51.). Das Tor setzte Mönchengladbach sichtbar zu, bei den Fohlen funktionierte gerade offensiv kaum etwas - und Leverkusen war nun am Drücker: Schick vergab zweimal aus guter Position (62., 63.) und hatte dann doch noch das nötige Glück: Eine Freistoßflanke von Demirbay verlängerte der Tscheche aufs Tor, Friedrich war wohl zuletzt am Ball - und die Kugel prallte schließlich aus dem Getümmel ins Tor (74.). Kurz darauf verhinderte Sommer bei einer Doppelchance von Bellarabi und Bakker den Knockout für die Fohlen (79.), die wenige Augenblicke später trotz einer im zweiten Durchgang überschaubaren Leistung wieder da waren: Nachdem Scally noch an Hradecky scheiterte (80.), fiel der Ball nach der folgenden Ecke vor die Füße von Elvedi, der unter die Latte zum Anschlusstreffer vollstreckte (81.). Zu einer Ausgleichsmöglichkeit kamen die anrennenden Gladbacher im Anschluss daran aber nicht mehr - und trotzdem konnte sich ein Borussia-Spieler noch so richtig auszeichnen. Nachdem Wirtz vom eingewechselten Beyer gefoult wurde, hielt Sommer auch noch den zweiten Elfmeter des Tages - diesmal gegen Demirbay (87.). Der Schweizer stieg damit zum ersten Bundesliga-Schlussmann seit Raphael Schäfer 2014 auf, der in einem Spiel zwei Strafstöße pariert. Im Anschluss machte Sommer auch noch eine Großchance des eingewechselten Adli zunichte (90.+1).

Bayer 04: Hradecky – Frimpong (56. Fosu-Mensah), Tah, Hincapie, Bakker – Andrich, Demirbay, Diaby (89. Retsos), Wirtz (89. Amiri), Bellarabi (81. Adli) - Schick

Tore: 0:1 Andrich (51.), 0:2 Schick (74.), 1:2 Elvedi (81.)

Zuschauer: 750

Samstag, 8. Januar 2022

8.1.2022: Nur 2:2 gegen Union Berlin

Nach einer Partie mit zwei unterschiedlichen Spielhälften trennten sich Bayer Leverkusen und Union Berlin - wie schon im Hinspiel - mit einem Remis (2:2).

Gerardo Seoane nahm im Vergleich zum 1:2 in Freiburg vor der Winterpause vier Änderungen vor: Kossounou (wie Tapsoba beim Afrika-Cup), Aranguiz (Wadenverletzung), Sinkgraven und Adli (beide Bank) wurden durch Hincapie, Bakker, Diaby und Paulinho ersetzt. Auch Amiri (COVID-19-Infektion) musste kurzfristig passen.

Die Werkself war von Beginn an spielerisch überlegen und kam noch in der Anfangsviertelstunde gleich zu drei guten Gelegenheiten binnen knapp 120 Sekunden. Aber Luthe wehrte sowohl einen Kopfballaufsetzer von Schick aus kurzer Distanz, als auch einen Schuss von Wirtz vom Strafraumrand gekonnt ab (10., 11.), ehe Tah nach einem Eckball per Kopf das Ziel knapp verfehlte (11.). Union hatte im weiteren Verlauf der ersten Hälfte mit dem Tempo der Leverkusener weiter Probleme - und auch noch Pech, dass Gießelmann nach rund 25 Minuten mit Oberschenkelproblemen ausschied. Oczipka kam so früh in die Partie. Leverkusen hatte nach dem Chancen-Terzett zwar selbst ein wenig Probleme in Sachen Präzision, ging aber in der 38. Minute dennoch verdient in Führung: Schick traf nach Doppelpass zwischen Diaby und Paulinho aus spitzem Winkel. Doch nach einem Eckball kam Union noch vor der Pause zum durchaus schmeichelhaften Ausgleich. Nach zwei starken Paraden von Hradecky gegen Trimmel und Behrens traf Prömel aus kurzer Distanz per Abstauber zum 1:1 (45.).

Nach dem Seitenwechsel wechselte Fischer doppelt und brachte Öztunali und Voglsammer an Stelle von Haraguchi und Behrens. Waren es die Wechsel? In jedem Fall präsentierte sich Union nun deutlich gefährlicher und mit mehr Zug nach vorne als noch vor der Pause. Prompt fiel bereits in der 49. Minute das 2:1! Trimmel wurde bei einer Flanke von Demirbay nicht entscheidend gestört, Kruse ließ im Strafraum einen Gegenspieler aussteigen - und Prömel vollstreckte schließlich aus kurzer Distanz zu seinem zweiten Tor des Nachmittags. Bayer brauchte einige Zeit, um wieder die Partie zu finden. Vor allem Kruse lief nun zu starker Form auf und verpassten in der 56. Minuten das 3:1 recht knapp. Erst Mitte der zweiten Hälfte fing sich die Werkself wieder - und erzeugte auch wieder Gefahr: Luthe parierte gleich dreimal gegen Schick und zweimal Paulinho (62., 65., 69.). Nachdem Kruse bei einem Union-Konter per Schlenzer die Oberkante der Querlatte getroffen hatte (78.), kam Bayer indes doch noch zum insgesamt nicht unverdienten Ausgleich: Tah traf nach Vorarbeit von Joker Bellarabi wuchtig per Kopf (84.). Dem Sieg näher war anschließend allerdings Union, das in den Schlussminuten noch einmal aufdrehte: Voglsammer scheiterte erst an Hradecky (89.), verpasste dann aus guter Position (90.+2), ehe Oczipka sogar noch den rechten Pfosten traf (90.+3) - dann war Schluss.

Für die Leverkusener geht es am nächsten Samstag, 15.1.2022, um 18.30 Uhr mit dem Lokalduell in Gladbach weiter.

Bayer 04: Hradecky – Frimpong (83 Alario), Tah, Hicapie, Bakker – Andrich) Demirbay (78. Bellarabi), Diaby, Wirtz, Paulinho (78. Adli) - Schick

Tore: 1:0 Schick (38.), 1:1 Prömel (45.), 1:2 Prömel (49.), 2:2 Tah (84.)

Zuschauer: - - -

Sonntag, 19. Dezember 2021

19.12.2021: 2:1 Niederlage in Freiburg

Bei der Werkself gab es nach dem 2:2 gegen Hoffenheim so einige personelle Verwehungen. Trainer Gerardo Seoane musste neben Diaby (Gelb-Rot-Sperre) auch auf Hincapie (leichte Muskelverletzung) und Bellarabi (COVID-Kontakt im privaten Umfeld) verzichten und beorderte zudem Tapsoba sowie Palacios auf die Bank. Neu dabei: Frimpong, Sinkgraven, Andrich, Aranguiz und Adli.

Den Freiburgern drohte im Falle einer Niederlage die Einstellung des Vereinsnegativrekords von drei Bundesliga-Heimpleiten in Serie. Das galt es zu verhindern. Der Sport-Club legte auch wild los und brachte die Gäste sogleich so richtig in Bedrängnis: Hradecky musste sowohl gegen Schlotterbeck (1.) als auch gegen Höler (3.) sein Können abrufen, um den frühen Rückstand zu verhindern. So rasant die ersten drei Minuten auch waren, so rasch ließ das Niveau auch nach. Bayer brachte mehr Stabilität rein und verlagerte das Geschehen weg vom eigenen Kasten, konnte offensiv aber keine nennenswerten Impulse setzen. Schicks Kopfball, der nach einer Ecke drüber flog (18.), war für lange Zeit der einzig nennenswerte Abschluss der Gäste. Anders sah es da schon bei den Breisgauern aus, die in Summe den besseren Eindruck machten. Der SC war präsent, spielte flink nach vorne und verbuchte über Günter die nächste Chance (25.). Dann agierte Frimpong bei Jeongs Versuch im eigenen Strafraum äußerst unglücklich, als er den Ball mit weit ausgestrecktem Arm stoppte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Grifo besonders frech per Lupfer (32.). Nach dem Rückstand erhöhte Leverkusen die Schlagzahl, investierte mehr und kam zu klaren Feldvorteilen, nur war das Passspiel zu hektisch und zu fehlerbehaftet, sodass echte Gefahr nicht aufkam - das änderte sich jedoch in der Nachspielzeit: Zunächst rettete Höfler einen brandgefährlichen Adli-Pass zur Ecke, bei der dann der Ball zu Tah durchrutschte. Der legte artistisch per Fallrückzieher für Aranguiz auf, der aus drei Metern den durchaus schmeichelhaften 1:1-Pausenstand köpfte (45.+2).

Offenbar beflügelt vom Ausgleich spielte Bayer nach Wiederanpfiff zielstrebiger und zeigte sich fortan mehr und mehr in der Freiburger Hälfte, ohne dabei aber wirklich gefährlich zu werden. Adlis zu mittiger und zu schwacher 16-Meter-Schuss war noch das Höchste der Gefühle (58.). Beim SC lief indes nicht mehr viel zusammen, defensiv stimmte es zwar noch, aber das Offensivspiel war nahezu komplett zum Erliegen gekommen. Streich stand die Unzufriedenheit ins Gesicht geschrieben, daran änderte wohl auch Grifos sehenswerter, letztlich aber zu ungenauer Fernschuss nicht wirklich etwas (66.). Insgesamt plätscherte der zweite Durchgang ohne sonderliche Höhepunkte vor sich hin. Es schien, dass sich die Kontrahenten auf ein Remis geeinigt hätten. Doch dazu kam es nicht, denn Streich bewies ein goldenes Händchen. Der eingewechselte Demirovic wurde am rechten Flügel nicht unter Druck gesetzt, durfte relativ unbedrängt nach innen zum ebenfalls zuvor eingewechselten Schade flanken. Den hatte Andrich laufen lassen und er profitierte dann auch davon, dass Hradecky nicht konsequent rauskam und sich verschätzte - 2:1-Siegtreffer (84.).

Nach der kurzen Winterpause geht es für Bayer am Samstag, 8.1.2022, gegen Union Berlin (15.30 Uhr) weiter.

Bayer 04: Hradecky – Frimpong. Kossounou, Tah, Sinkgraven (7. Bakker) – Andrich, Demirbay (87. Sertdemir), Aránguiz (80. Palacios) – Adli (76. Paulinho), Wirtz, Schick (75. Alario)

Tore: 1:0 Grifo (33., Handelfmeter), 1:1 Aranguiz (45.), 2:1 Schade (84.)

Zuschauer: 750

Mittwoch, 15. Dezember 2021

15.12.2021: Nur 2:2 nach 2:0 Führung gegen Hoffenheim

Die Werkself verpasst im letzten Heimspiel des Jahres 2021 den neunten Saisonsieg knapp. Gegen Hoffenheim gab es ein 2:2 (1:0)-Remis. Patrik Schick erzielte beide Tore für Bayer 04, für die Kraichgauer trafen nach der Pause zwei Joker.

Gerardo Seoane nahm im Vergleich zum 2:5 bei Eintracht Frankfurt insgesamt vier personelle Änderungen in seiner Startelf vor: Odilon Kossounou, Exequiel Palacios, Kerem Demirbay und Karim Bellarabi begannen anstelle von Jeremie Frimpong (5. Gelbe Karte), Robert Andrich, Charles Aránguiz und Amine Adli (alle Bank).

Die Werkself fand sehr gut ins Spiel hinein und hatte bereits nach 120 Sekunden die Gelegenheit, in Führung zu gehen: Moussa Diaby setzte Patrik Schick mit einem tollen Chip-Pass in Szene, allerdings versprang dem 25-Jährigen die Kugel bei der Annahme – TSG-Keeper Oliver Baumann packte sicher zu (2.). Wenige Augenblicke später erzielte Florian Wirtz dann das vermeintliche 1:0. Der Youngster stand beim Zuspiel jedoch klar im Abseits, weswegen der Treffer nicht zählte (5.). Und die Gäste? Die traten in der Anfangsphase offensiv kaum in Erscheinung – die einzig nennenswerte Aktion hatte Ihlas Bebou, der seinen Versuch aus 15 Metern aber weit über das Gehäuse von Lukas Hradecky setzte (11.). Mitte der ersten Hälfte klatschte das Spielgerät dann binnen sieben Minuten gleich zweimal ans Aluminium – und zwar hüben wie drüben: Erst traf Palacios in Folge eines Freistoßes nur den Außenpfosten (28.), anschließend scheiterte Hoffenheims Innenverteidiger Chris Richards nach einer Ecke an der Querlatte (35.). Etwas genauer zielte jedoch nur eine Zeigerumdrehung später Bayer 04-Torjäger Schick: Diaby machte über die rechte Außenbahn Tempo und servierte nahe der Grundlinie mustergültig für seinen tschechischen Teampartner, der am zweiten Pfosten nur noch den Fuß hinhalten musste – das 1:0 für die Seoane-Elf (37.)! Um ein Haar hätte Schwarz-Rot die Führung noch vor der Pause ausbauen können, allerdings packte Baumann im Zuge einer Leverkusener Doppelchance durch Schick und Wirtz zwei starke Reflexe aus und verhinderte den nächsten Einschlag (41.).

Das Team von Trainer Sebastian Hoeneß, der zur Halbzeit in Pavel Kaderabek und Angelo Stiller zwei frische Kräfte ins Spiel gebracht hatte, kam mit ordentlich Dampf aus der Kabine. Werkself-Kapitän Hradecky musste bei einem Direkt-Versuch von Andrej Kramaric aus wenigen Metern gleich mal eingreifen (50.). In der Folge hielten Jonathan Tah und Co. die Kraichgauer aber weitestgehend vom eigenen Sechzehner fern. Auf der anderen Seite hatte Bellarabi nach einer scharfen Hereingabe von Diaby die große Möglichkeit, auf 2:0 zu erhöhen, allerdings war erneut Baumann mit einer Parade zur Stelle (59.). Wenige Momente später stellte derweil einmal mehr Patrik Schick seine einzigartigen Torjäger-Qualitäten unter Beweis: Piero Hincapie flankte aus dem linken Halbfeld in den Strafraum, wo der 1,91 Meter große Offensivmann seinen Bewachern entkam und per Kopfball ins linke Kreuzeck vollendete – Führung ausgebaut (63.)! Auf den erneuten Rückschlag antwortete die TSG ihrerseits mit dem dritten Aluminium-Treffer an diesem Abend: Nach einer Flanke traf Kramaric nur den linken Pfosten (66.). Schwarz-Rot wollte folglich eine spannende Schlussphase vermeiden, Baumann hatte jedoch etwas dagegen. Erst fing der Hoffenheimer Torhüter einen Wirtz-Kopfball (70.), anschließend war er ebenso bei Diabys wuchtigem Schuss aus spitzem Winkel zur Stelle (71.). Die Hoeneß-Elf hatte nach Baumanns Rettungstaten noch einmal ihre Chance gewittert – und kam tatsächlich wieder ins Spiel zurück: Erst markierte Joker Angelo Stiller nach einem Zuspiel von Kevin Vogt den Anschlusstreffer (80.), nur drei Zeigerumdrehungen danach sorgte der ebenfalls eingewechselte Munas Dabbur mit der Hacke für den Ausgleich (83.) – was für eine tragische Dramaturgie im Schlussakkord aus Sicht von Bayer 04. Diaby sah in der Nachspielzeit nach einem Foulspiel an Florian Grillitsch noch Gelb-Rot. Am Ende blieb es beim 2:2-Remis.

Die Werkself rangiert damit in der Bundesliga weiterhin auf Position drei. Weiter geht’s für Bayers am kommenden Sonntag, 19.12.2021 (Anstoß: 15.30 Uhr), mit dem Auswärtsspiel beim SC Freiburg. Es ist die letzte Partie, ehe es in die kurze Winterpause geht.

Bayer 04: Hradecky – Kossounou (82. Retsos), Tah, Tapsoba, Hincapie – Palacios, Demirbay (64. Aránguiz) – Bellarabi (64. Adli), Wirtz (82. Andrich), Diaby – Schick (90. Alario)

Tore: 1:0 Schick, 2:0 (37., 63.), 2:1 Stiller (80.), 2:2 Dabbur (83.)

Zuschauer: 13.453

Sonntag, 12. Dezember 2021

12.12.2021: 5:2 Niederlage in Frankfurt

20 Minuten und einen 0:2-Rückstand hat Eintracht Frankfurt benötigt - dann spielten die Hessen groß auf und gewannen 5:2. Gerardo Seoane hatte unter der Woche bei der 0:1-Europa-League-Niederlage bei Ferencvaros Budapest groß rotiert - gleich neun Spieler kamen heute frisch ins Team. Mit Blick auf den letzten Bundesligaspieltag beim 7:1 über Fürth war es aber nur eine Änderung: Aranguiz startete für Palacios.

Zeit zum Durchatmen blieb in den ersten 45 Minuten nahezu gar nicht. Den perfekten Start erwischte Leverkusen - Bayer spielte einmal mehr seine Konterstärke aus, überrumpelte die Frankfurter und schloss mit Schick bereits in der 5. Minute einen schönen Spielzug zur Führung erfolgreich ab. Die Eintracht war auch danach noch nicht so richtig im Spiel, die Werkself löste vieles spielerisch und machte weiter Druck. Die große Möglichkeit zum 2:0 kam dann per Video-Referee. Sow spielte den Ball im Strafraum mit der Hand und Schiedsrichter Fritz entschied nach Betrachtung der Bilder auf Elfmeter - der insgesamt 5000. Strafstoß in der Bundesliga. Ein Jubiläum reichte in diesem Fall aber nicht aus, denn Schick trat erstmals vom Punkt an und war damit der 1000. Schütze der Liga-Historie. Verwandelt hat er dann auch - 2:0 also nach 22. Minuten. Lange währte die Freude aber nicht, schon im direkten Gegenzug erzielte Tuta nach einem Gewusel im Strafraum den Anschluss (23.). Der brachte die Eintracht zurück ins Spiel, die Adlerträger waren in der Folge galliger, rissen das Spiel kämpferisch an sich, wussten aber im entscheidenden Moment auch spielerisch zu überzeugen. Wie aus dem Lehrbuch fiel der Ausgleich - mit nur vier Kontakten überbrückten die Hausherren das gesamte Spielfeld. Hinteregger spielte auf Borré, der ließ prallen und Sow spielte an der Mittellinie den perfekt getimten Traumpass in den Lauf von Lindström, der schloss eiskalt zum 2:2 (29.) ab, mit dem es in die Pause ging.

Die 15-minütige Unterbrechung nahm den Gastgebern aber nichts von ihrem Schwung. Ganz im Gegenteil, keine fünf Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, schon war die Partie gedreht. Nach einer Ecke von Kostic erzielte Ndicka das 3:2 (50.). Damit nicht genug, die Gäste fanden in der Offensive nahezu gar nicht statt, die Frankfurter ließen zunächst noch zwei vielversprechende Angriffe liegen, ehe Jakic nach schöner Hereingabe von Kostic auf 4:2 erhöhte (66.). Spätestens jetzt fiel die Leverkusener Hintermannschaft in ihre Einzelteile zusammen und Frankfurt spielte sich in einen Rausch. Sow legte seiner Traumvorlage zum zwischenzeitlichen 2:2 jetzt den entsprechend schönen Treffer nach: Von der Strafraumgrenze schlenzte der Schweizer die Kugel zum 5:2 in den rechten oberen Winkel (76.) - zugleich der Schlusspunkt. In den letzten Minuten ging es für die Werkself nur noch um Schadensbegrenzung gegen weiter unnachgiebige Frankfurter.

Am Mittwoch geht es in der Bundesliga für beide Teams weiter: Bayer empfängt dann um 20.30 Uhr die TSG Hoffenheim.

Bayer 04: Hradecky – Frimpong (75. Bellarabi), Tah, Tapsoba, Hincapie – Andrich (66. Palacios), Aranguiz (66. Demirbay) – Diaby, Wirtz (80. Amiri), Adli, Schick (80. Alario)

Tor: 0:1 Schick (5.), 0:2 Schick (22. HE), 1:2 Tuta (23.), 2:“ Lindström (30.), 3:2 Ndicka (50.). 4:2 Jakic (66.), 5:2 Sow (76.)

Zuschauer: 12.000

Donnerstag, 9. Dezember 2021

9.12.2021: Bedeutungsloses 0:1 in Budapest

Bayer 04 hat am sechsten und letzten Spieltag der Europa-League-Gruppenphase die erste Niederlage in diesem Wettbewerb hinnehmen müssen. Beim ungarischen Meister Ferencvaros Budapest unterlag die Werkself mit 0:1 (0:0). Zwei eigene Treffer zählten nicht, das Tor des Tages erzielte Aissa Laidouni in der 82. Minute.

Gerardo Seoane mischte nach dem 7:1-Heimerfolg über die SpVgg Greuther Fürth kräftig durch und nahm insgesamt acht personelle Änderungen in seiner Startelf vor: Lukas Hradecky, der in dieser Saison noch keine einzige Pflichtspiel-Minute verpasst hatte, erhielt eine Pause. Für ihn begann Andrey Lunev zwischen den Pfosten – es war das Pflichtspiel-Debüt des 30-Jährigen im schwarz-roten Trikot. Darüber hinaus starteten Panagiotis Retsos, Odilon Kossounou, Daley Sinkgraven, Charles Aránguiz, Karim Bellarabi, Nadiem Amiri, Paulinho und Lucas Alario anstelle von Jeremie Frimpong, Jonathan Tah, Piero Hincapie, Robert Andrich, Moussa Diaby, Amine Adli (alle Bank), Florian Wirtz und Patrik Schick (beide nicht im Kader).

Bereits vor der Partie stand die Werkself als Sieger der Gruppe G fest. „Wir wollen auch dieses sechste Duell seriös angehen“, betonte Seoane, „und unsere tollen bisherigen Leistungen in diesem Wettbewerb bestätigen.“ Und genau das tat seine Mannschaft: Bayer 04 fand gut ins Spiel hinein und hatte in der ersten Viertelstunde gegen tiefstehende Gastgeber gleich zweimal die Möglichkeit, in Führung zu gehen, allerdings zielte Amiri zu ungenau (12./15.). Besser machte es wenig später Retsos: Nach einem sehenswerten Hackenpass von Bellarabi überwand der Grieche Ferencvaros-Keeper Denes Dibusz mit einem gefühlvollen Lupfer (24.). Großer Jubel kam bei den Schwarz-Roten aber nicht auf, da der Treffer keine Anerkennung fand – Bellarabi hatte Miha Blazic vor seinem Zuspiel auf Retsos am Fuß getroffen. Die Gäste gaben auch im weiteren Spielverlauf den Ton an, verpassten es jedoch, sich für ihr Engagement zu belohnen. Es fehlte an der zündenden Idee vor dem gegnerischen Tor, zudem wollte das letzte Zuspiel noch nicht so ganz gelingen. Weil auch Ferencvaros weiterhin ohne Chancen geblieben war, ging es torlos in die Kabinen.

Wenige Minuten nach dem Seitenwechsel lag der Ball dann zum zweiten Mal an diesem Abend im Budapester Tor: Paulinho spielte an der Strafraumkante erst einen schönen Doppelpass mit Alario und spitzelte die Kugel anschließend aus elf Metern an Dibusz vorbei über die Linie (56.). Allerdings hatte der Brasilianer beim Zeitpunkt des Zuspiels knapp im Abseits gestanden, weswegen auch dieser Treffer nicht zählte. Im Gegenzug versuchte es Aissa Laidouni aus der Distanz – knapp drüber (61.). Die Seoane-Elf machte in der Folge weiter Druck, scheiterte bei ihrem nächsten Versuch aber am gegnerischen Schlussmann: Paulinho setzte sich über die linke Außenbahn stark durch und hatte dann das Auge für Amiri, der im Sechzehner aus der Drehung direkt abschloss. Doch Dibusz war zur Stelle (69.). Eine Führung für Bayer 04 wäre längst mehr als verdient gewesen, wie aus dem Nichts gingen dann aber die Gastgeber in Front: Oleksandr Zubkov flankte von Linksaußen an den ersten Pfosten, wo Laidouni seinen Bewachern entkam und zum 1:0 einköpfte (82.). Die Schwarz-Roten stemmten sich diesem Rückstand in der Schlussphase nochmal mit allen Kräften entgegen, vor dem Tor blieben sie an diesem Abend aber glücklos – der eingewechselte Jonathan Tah hatte nach einer Ecke noch die beste Gelegenheit auf den Ausgleich, bekam bei seinem Versuch per Kopf aber keinen Druck mehr auf den Ball (90.).

Damit verlor die Werkself ihr allererstes Auswärtsspiel der laufenden Saison. Sportlich hat diese Niederlage dem Team von der Dhünn aber keinen Abbruch getan, da es ohnehin bereits vor der Partie als Sieger der Gruppe G festgestanden hatte. Weiter geht’s für Bellarabi und Co. bereits am kommenden Sonntag, 12.12.2021 um 17.30 Uhr mit dem Bundesliga-Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt. In der Europa League ist Bayer erst im März wieder gefordert. Dann steht das Achtelfinale auf dem Programm.

Bayer 04: Lunev – Retsos, Kossounou, Tapsoba (46. Tah), Sinkgraven – Palacios (63. Andrich), Aranguiz (71. Frimpong) – Bellarabi (71. Diaby), Amiri, Paulinho – Alario (81. Alario)

Tor: 1:0 Laidouni (82.)

Zuschauer: 17.000