Sonntag, 19. Februar 2023

19.2.2023: 2:3 zu Hause gegen Mainz

In der Europa League muss Leverkusen um das Weiterkommen bangen, in der Bundesliga gerät Bayer ins Hintertreffen. In einem rasanten Spiel gegen Mainz scheiterte das Team an den Nerven und vom Elfmeterpunkt – mal wieder. Nur noch Tabellenzehnter in der Fußball-Bundesliga, weit weg von den Europapokalplätzen: Bayer Leverkusen droht nach der 2:3 (1:2)-Heimniederlage gegen Mainz 05 eine enttäuschende Saison. Nach 21 Spieltagen hat die Mannschaft von Xabi Alonso nur 27 Punkte und damit elf Zähler Rückstand auf Platz sechs, der zur Teilnahme am internationalen Geschäft berechtigt. Bayers Tiefpunkt in der Partie war die Rote Karte in der 81. Minute für Amine Adli. Sein Foul führte zu einem Elfmeter, den der Mainzer Marcus Ingvartsen zum 3:2-Siegtreffer nutzte (82. Minute).

Erster Aufreger des Spiels war ebenfalls ein Strafstoß und umstrittener Pfiff von Schiedsrichter Robert Schröder. Im Strafraum waren der Mainzer Anton Stach und Bayer-Angreifer Sardar Azmoun zum Ball gegangen, wobei Stach den Leverkusener offenbar leicht berührt hatte. Schiedsrichter Schröder blieb auch nach Ansicht der Videobilder bei seiner Entscheidung, die für Mainz allerdings ohne gravierende Folgen bleiben sollte: Finn Dahmen parierte den Strafstoß von Edmond Tapsoba (23.) und baute damit die katastrophale Elfmeterbilanz der Leverkusener weiter aus. Nur einer von fünf Elfmetern war in dieser Saison drin. Saison-übergreifend gab es bei den letzten acht Strafstößen der Leverkusener sieben Fehlschüsse. Kann es noch schlimmer kommen? Anthony Caci hatte fünf Minuten später die Antwort parat, als er einen Fehler von Verteidiger Odilon Kossounou ausnutzte und den FSV in Führung brachte (26.). Leverkusen kam nach einem schönen Angriff zum schnellen Ausgleich: Nach einem Pass von Azmoun traf Nadiem Amiri mit einem platzierten Schuss unter die Latte zum 1:1 (32.). Doch Mainz kam immer wieder vor das Tor – und traf in der Nachspielzeit der ersten Hälfte erneut durch Leandro Barreiro (45.+5). Kurios wurde es kurz darauf, als Schiedsrichter Schröder einen berechtigten Elfmeter für Mainz gab, ihn aber nach Videobeweis zurücknehmen musste, weil es zuvor auf der anderen Seite ein Foul am Leverkusener Adli gegeben hatte. Nach einer zehnminütigen Nachspielzeit ging es in die Pause.

Die Mannschaft von Xabi Alonso musste zunächst ohne einige Stammspieler auskommen, die für das Rückspiel in der Europa-League-Zwischenrunde gegen die AS Monaco am kommen-den Donnerstag geschont wurden. Unter den Geschonten waren auch Patrik Schick und Flori-an Wirtz, der im Hinspiel getroffen hatte, die 2:3-Niederlage gegen Monaco aber nicht verhindern konnte.

In der zweiten Hälfte wechselte Alonso seine Stars ein, darunter Schick, der in der 58. Minute nach einem Pfostentreffer und einer Dahmen-Parade das 2:2 erzielte. Die Vorbereitung kam vom ebenfalls eingewechselten Wirtz. Sicherheit brachte auch dieser Treffer nicht: Zwei Minuten später verhinderte Bayer-Keeper Lukáš Hrádecký mit zwei starken Reflexen den erneuten Rückstand. Beim Elfmeter von Ingvartsen musste der Schlussmann wieder hinter sich greifen.

Bayer 04: Hrádecký - Kossounou (46. Frimpong), Sinkgraven (55. Wirtz), Tah, Tapsoba - Andrich, Azmoun, Demirbay (84. Hložek), Adli, Amiri (55. Schick), Hudson-Odoi (46. Hincapié)

Tore: 0:1 Caci (26., 1:1 Amiri (32.), 1:2 Barreiro (45.), 2:2 Schick (58.), 2:3 Ingvartsen (82.)

Zuschauer: 27.002

Donnerstag, 16. Februar 2023

16.2.2023: Bittere 3:2 Heimniederlage gegen Monaco

Nach einer vor allen Dingen in der zweiten Hälfte wilden Partie verliert Bayer Leverkusen im Hinspiel der K.-o.-Runden-Play-offs der Europa League mit 2:3 gegen die AS Monaco und steht nun unter Zugzwang.
Xabi Alonso nahm im Vergleich zum 3:1-Auswärtssieg bei der TSG Hoffenheim zwei Änderungen vor: Statt Sinkgraven (nicht für die Europa League gemeldet) sowie Demirbay (Bank) begannen Palacios und Amiri. Schick stand erstmals nach langer Verletzungspause wieder im Kader.

Während Bayer bei Ballbesitz mit einer defensiven Dreierkette spielte, rückte der sonst rechts offensiv agierende Frimpong gegen den Ball immer wieder als rechter Außenverteidiger mit ein. Die Werkself wurde indes früh vom 0:1 geschockt, das nach einem Rückpass von Tah auf äußerst kuriose Weise fiel: Hradecky nahm den Ball im Fünfmeterraum an und achtete nur rund zwei Meter vor seinem Tor zu wenig auf den heran sprintenden Embolo, der den Keeper dann anrempelte, sodass der Finne das Spielgerät im Fallen unglücklich selbst langsam über die eigene Torlinie schob (9.). Hradeckys Reklamationen bezüglich eines Foulspiels blieben auch nach kurzem VAR-Check ungehört. In der Folge waren die Rheinländer bemüht, entwickelte jedoch kaum Druck auf das Tor der Monegassen, die ihrerseits bei Kontern gefährlich waren. Embolo schoss in der 21. Minute ans Außennetz. Schon kurz vor der Halbzeit zwang Diatta mit einem noch tückisch abgefälschten Schuss Hradecky zu einer Parade (43.). Erst Sekunden vor der Pause kam Bayer dann zu einer klaren Chance: Nach einem von Diaby klug eingeleiteten Angriff schoss Andrich per Dropkick knapp am Tor vorbei (45.+3). Es blieb zur Pause beim 0:1 aus Sicht der Hausherren.

Nach dem Seitenwechsel trat die Werkself plötzlich mit viel mehr Zug auf als noch in der ersten Hälfte. Mit viel mehr Tempo und Elan übte Leverkusen nun ständigen Druck auf Monacos Defensive aus. Die frühe Folge war das 1:1, das Diaby sehenswert nach Spielzug über Frimpong und Wirtz erzielte (48.). Chancen ergaben sich für Bayer jetzt deutlich häufiger. Nachdem Amiri noch an Nübel gescheitert war (58.), markierte Wirtz kurz darauf nach wunderbarem Spielzug und toller Einzelleistung vorbei an mehreren Abwehrspielern sehenswert das 2:1 (59.). Das Spiel war gedreht, doch die Partie hatte noch eine weitere Volte parat. Denn wie direkt nach der Pause fand auch Monaco nach ein paar Wechseln plötzlich wieder ins Spiel - und war prompt ebenfalls erfolgreich. Diatta traf mit einem sehenswerten Schlenzer zum 2:2 (74.). Und in der Schlussphase ging es hin und her: Während Ben Yedder für die Gäste Hradecky zu einer Parade zwang (86.), jagte kurz danach Hlozek den Ball für Leverkusen an den Innenpfosten (88.). Die Entscheidung im Spiel war aber den Monegassen vorbehalten - und zwar in Person von Frankreichs WM-Teilnehmer Disasi, der mit einem Distanzschuss per Aufsetzer das 3:2 markierte (90.+3).

Für Leverkusen geht es am Sonntag (19.30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen Mainz 05 weiter, ehe bereits am nächsten Donnerstag (18.45 Uhr) das Rückspiel im Fürstentum steigt.

Bayer 04: Hradecky – Hincapie, Tah, Tapsoba – Frimpong (88. Hudson-Odoi), Andrich, Palacios – Amiri (68. Kossounou), Diaby (56. Adli), Hlozek (88. Schick), Wirtz

Tore: 0:1 Hradecky (ET, 9.) 1:1 Diaby (48.), 2:1 Wirtz ((59.), 2:2 Diatta (74.), 2:3 Disasi (90.+3)

Zuschauer: 27.864
 

Samstag, 11. Februar 2023

11.2.2023: 3:1 Sieg in Hoffenheim

Auch unter dem neuen Trainer Pellegrino Matarazzo setzte sich Hoffenheims Negativserie fort. Die Kraichgauer unterlagen Leverkusen mit 1:3 - entscheidend waren die frühen Treffer von Bayer in beiden Durchgängen.

Bayer hatte genau wie die TSG auch seine ersten beiden Rückrundenspiele verloren - zuletzt mit 1:0 in Augsburg. Auf die Niederlage reagierte Xabi Alonso mit vier Wechseln: Wirtz, Tah, Sinkgraven und Demirbay ersetzten Adli, Kossounou, Bakker sowie Palacios (alle Bank).

Die Werkself übernahm sofort die Spielkontrolle und schlugen früh zu: Andrich traf nach einer Wirtz-Ablage aus der Distanz überlegt in die rechte Ecke (6.). Mit der Führung im Rücken dominierte die Werkself zwar weiterhin die Partie, konnte aus ihrer Überlegenheit aber kein Kapital mehr schlagen - auch, weil Frimpong vom rechten Fünfereck nur an Baumann scheiterte (26.). Bei den Hausherren hingegen zeigte das frühe Gegentor gepaart mit den zehn sieglosen Spielen in Serie zunächst Wirkung. Erst nach gut einer halben Stunde fanden die Kraichgauer besser ins Spiel. Da ihnen in der Offensive aber wenig einfiel, ging es mit dem 1:0 aus Bayer-Sicht in die Pause.

Zielstrebiger in der Offensive waren dafür die Gäste sofort nach dem Wiederanpfiff. Keine Minute war vergangen, als Frimpong nach Zuspiel von Wirtz Diaby bediente, der nur noch einschieben musste (46.). Nachdem Akpoguma bei einem Konter den Anschlusstreffer verpasst hatte (53.), kam es zu einem Déjà-vu. Wie schon vor dem 2:0 setzte Wirtz Frimpong mit einem Steilpass in Szene - diesmal fand der 22-jährige Hlozek, der etwas glücklich durch die Beine von Kabak zum 3:0 traf (56.). Da Bayer am Donnerstag bereits wieder in Hinspiel der K.-o.-Runden-Play-offs gefordert ist, nahm das Team von Xabi Alonso ein paar Gänge raus. Hoffenheim, das sich kurz schüttelte, gab sich nicht auf und kam durch die geringere Gegen-wehr in der letzten halben Stunde zu Torchancen. Zunächst scheiterte aber Kramaric an Hradecky (71.). Besser machte es sechs Minuten später dann Nsoki. Der aufgerückte Innenverteidiger bekam seine Hereingabe wieder vor die Füße und erzielte den Ehrentreffer (77.) - das 1:3 war gleichzeitig der Endstand, weil die Werkself im weiteren Verlauf nur noch wenig zuließ. Damit missglückte das Debüt von Matarazzo und Hoffenheim wartet nun seit elf Spielen auf einen Erfolg. Bayer hingegen feierte die ersten Rückrundenpunkte und verkürzt den Abstand auf den 7. Platz auf drei Punkte.

Für die Werkself geht es am Donnerstagabend (21 Uhr) im Hinspiel der K.-o.-Runden-Play-offs der Europa League mit dem Heimspiel gegen AS Monaco weiter.

Bayer 04: Hradecky - Tapsoba, Tah, Hincapie, Sinkgraven (81. Bakker) - Andrich, Demirbay (81. Adli), Wirtz – Frimpong (86. Bellarabi), Hlozek (73. Amiri) , Diaby (73. Palacios)

Tore: 0:1 Andrich (6.), 0:2 Diaby (46.), 0:3 Hlozek (56.), 1:3 Nsoki (77.)

Zuschauer: 20.619

Freitag, 3. Februar 2023

3.2.2023: 1:0 Niederlage in Augsburg

Im zwölften Bundesliga-Auswärtsspiel beim FC Augsburg ist Bayer 04 erstmals ohne Punkte geblieben: Die Werkself musste sich den Fuggerstädtern am Freitagabend in einer kampfbetonten Partie mit 0:1 (0:0) geschlagen geben. Das Tor des Tages erzielte FCA-Stürmer Mergim Berisha (55.), die beste Chance aufseiten der Gäste aus Leverkusen hatte Moussa Diaby mit seinem Pfostenschuss in der 29. Minute auf dem Fuß.

Für die Partie bei den Fuggerstädtern entschied sich Cheftrainer Xabi Alonso für eine 3-4-2-1-Formation. Personell nahm der Spanier dabei im Vergleich zur 0:2-Heimniederlage gegen Borussia Dortmund drei Änderungen in der Startelf vor: Für Jonathan Tah startete Odilon Kossounou in der Defensive, auf der Außenbahn begann Mitchel Bakker anstelle von Nadiem Amiri, der wegen muskulärer Probleme nicht mit nach Augsburg gereist war. Adam Hlozek durfte zudem in der Offensive auflaufen, Florian Wirtz nahm zunächst auf der Bank Platz.

Die Begegnung startete mit hoher Intensität und einem frühen Pressing beider Mannschaften. Die Gäste aus Leverkusen konnten sich dabei erneut von Beginn an durch hohes Tempo in der Offensive auszeichnen und sich infolgedessen immer wieder vor dem Tor von FCA-Keeper Rafal Gikiewicz zeigen - so wie nach einem Konter von Moussa Diaby, dessen Hereingabe jedoch keinen Abnehmer fand (8.). Kurz darauf verfehlte Piero Hincapie das Tor nach einem Eckball von Amine Adli knapp (9.). Dann war es der erneut stark aufspielende Diaby, der gleich zwei gute Chancen zur Führung auf dem Fuß hatte: Erst versuchte es der Franzose aus der Distanz (28.), eine Minute später wurde die Nr. 19 der Werkself nach einem Sololauf von Jeremie Frimpong auf halbrechter Position bedient, seinen strammen Abschluss setzte Diaby jedoch an den kurzen Außenpfosten. Somit ging es für die Teams torlos in die Kabinen.

In Durchgang zwei schien die Alonso-Auswahl zunächst die Partie an sich reißen zu wollen. Erneut gehörte die erste Aktion Diaby, der es abermals mit einem Abschluss auf den Augsburger Kasten versuchte. Doch Gikiewicz war zur Stelle (48.). Auf der Gegenseite fand Augsburgs Winter-Zugang Dion Beljo mit seinem Distanzschuss erst noch seinen Meister in Lukas Hradecky, der die Kugel gerade noch aus dem kurzen unteren Eck fischen und ins Toraus abwehren konnte. Der daraus resultierende Eckstoß von der rechten Seite, geschlagen von Arne Engels, landete dann jedoch genau beim frei stehenden Mergim Berisha, der nur noch per Kopf zur 1:0-Führung einnicken musste (55.). Xabi Alonso reagierte mit einem Doppelwechsel und damit einhergehend auch mit einem Systemwechsel: Für Kossounou kam Kerem Demirbay aufs Feld, außerdem ging Hlozek für Wirtz vom Platz (62.), fortan verteidigte Schwarz-Rot mit einer Dreier- statt Viererkette. Es folgten zwei weitere Wechsel in der 76. Minute: Jonathan Tah ersetzte Mitchel Bakker, Robert Andrich ging für Callum Hudson-Odoi vom Feld. Letzterer legte nach einem Seitenwechsel maßgenau zu Teamkollege Frimpong ins Zentrum ab, der die Kugel jedoch knapp verpasste (78.). Dennoch tat sich Schwarz-Rot nach dem Gegentreffer schwer und kam nur noch selten zu zwingenden Aktionen. Der Werkself fehlte es in der zweiten Hälfte offensiv an Ideen, die Hausherren verwalteten den 1:0-Endstand bis zum Abpfiff. Damit sind die Leverkusener auswärts in der Fuggerstadt erstmals ohne Punkte geblieben.

Nach der Englischen Woche zum Start ins Pflichtspieljahr 2023 steht für die Werkself zu-nächst wieder eine reguläre Trainingswoche an. Im Rahmen des 20. Bundesliga-Spieltags reisen die Leverkusener dann am kommenden Samstag, 11.2.2023, zur TSG 1899 Hoffenheim. Anstoß in Sinsheim ist um 15.30 Uhr. Fünf Tage später, am Donnerstag, 16.2.2023 (Anstoß: 21 Uhr), empfängt die Werkself die AS Monaco zum Europa-League-Spiel in der BayArena.

Bayer 04: Hradecky  - Kossounou (62. Demirbay), Tapsoba, Hincapie (89. Bellarabi)- Frimpong, Palacios, Andrich (76. Hudson-Odoi), Bakker (76. Tah) - Diaby, Adli - Hlozek (62. Wirtz)

Tor: 1:0 Berisha (55.)

Zuschauer: 27.318

Sonntag, 29. Januar 2023

29.1.2023: 2:0 Heimniederlage gegen Dortmund

Nach fünf Siegen in Folge war die Leverkusener Brust breit. Das bekam auch Borussia Dortmund in der Anfangsphase zu spüren. In dieser präsentierte sich die Werkself, bei der nach dem 2:0 gegen Bochum Palacios und Adli für Hudson-Odoi (angeschlagen nicht im Kader) und Hlozek spielten, offensiv variabel und ideenreich. Amiris erster Annäherungsversuch streifte noch das Außennetz (5.), bei Diabys Abschluss aus spitzem Winkel nach feinem Steckpass von Wirtz musste sich Kobel ganz lang machen (16.). Der BVB brauchte etwas, um in der BayArena anzukommen. Zwar wäre bei einem ersten Auftauchen von Adeyemi im Strafraum mehr als nur eine Ecke möglich gewesen (10.), doch ansonsten wurde Dortmund offensiv nur selten vorstellig. Nach knapp einer halben Stunde kam dann aber auch der BVB, bei dem außerdem noch Wolf und Bellingham (nach Gelbsperre) für Guerreiro und Malen begannen, besser in die Partie. Die Gäste zeigten sich präsent in den Zweikämpfen und arbeiteten sich so ins Spiel hinein - und gingen auf diese Art sogar in Führung. Nach Wolfs Balleroberung gegen Amiri und anschließendem Doppelpass von Brandt und Bellingham, ließ Haller Brandts Hereingabe intelligent durch und ermöglichte so Adeyemis Bundesliga-Premieren-Treffer (33.). Auch bis zur Pause hielt Dortmund an diesem Matchplan fest. Selbst die Offensiven (vor allem Adeyemi) gingen weite Wege in die eigene Hälfte zurück und ließen die zuvor so variable Leverkusener Offensive nicht mehr zur Geltung kommen.

Nach Wiederbeginn fand die Werkself dann aber wieder zu ihrem Spiel aus der Anfangsphase - scheiterte aber erneut an Kobel. Der Keeper parierte einen satten Abschluss von Diaby, auch Adli schaffte es nicht, den Abpraller über die Linie zu drücken (48.). Auch hinten war das Glück nicht auf der Seite der Leverkusener. Tapsoba unterlief nach einer scharfen Wolf-Hereingabe ein Eigentor (53.). Doch auch vom zweiten Gegentreffer ließ sich Bayer nicht beirren und legte sofort wieder den Gang nach vorne ein. So langsam aber sicher verzweifelte man aber an Kobel. Der Keeper war erneut dazwischen, diesmal gegen einen Adli-Kopfball (57.). In der Folge war das Spiel ausgeglichen. Beide Teams trugen mit schnörkellosem wie nach vorne ausgerichtetem Spiel dazu bei, dass es unterhaltsam war. Möglichkeiten gab es auf beiden Seiten: Tapsoba unterlief fast ein zweites Eigentor (70.), Bellinghams Kopfball strich knapp am Tor vorbei (75.). Für Bayer entpuppte sich weiter Kobel als unüberwindbar: Diaby scheiterte an einer Fußabwehr des Keeper (76.), der eingewechselte Azmoun setzte einen Kopfball zu hoch an (81.). Weil Bayer auch in der Schlussphase zwar unermüdlich, aber letztlich auch glücklos blieb, endete mit dem 0:2 die Sieges-Serie der Werkself. Der BVB hinge-gen, bei dem Reus sein Comeback gab (85.), baut seine eigene auf drei Siege in Folge aus - und springt damit auf Tabellenplatz vier und hat nur noch drei Punkte Rückstand auf den FC Bayern München.

Weiter geht’s für die Werkself am kommenden Freitag, 3.2.2023 um 20.30 Uhr in Augsburg.

Bayer 04: Hradecky – Hincapie, Tah (63. Bakker), Tapsoba, Frimpong - Andrich, Amiri (80. Demirbay), Palacios (70. Bellarabi) – Diaby, Wirtz (70. Hlozek), Adli (80. Azmoun)

Tore: 0:1 Adeyemi (33.), 0:2 Eigentor Tapsoba (53.)

Zuschauer: 30.210

Mittwoch, 25. Januar 2023

25.1.2023: 2:0 Heimsieg gegen Bochum

Dank der Treffer von Edmond Tapsoba und Adam Hlozek gewinnt Bayer 04 Leverkusen mit 2:0 (1:0) gegen den VfL Bochum und feiert den fünften Sieg in Serie in der Bundesliga. Florian Wirtz gibt sein Startelf-Comeback.

Das Aufeinandertreffen zwischen Bayer und dem VfL Bochum begann als eines der Seriensieger. Während die Gäste aus dem Ruhrgebiet mit der Empfehlung von drei Erfolgen am Stück angereist waren, hatte auch die Werkself mit zuvor vier Siegen hintereinander einen Sprung in der Tabelle gemacht. Nach dem Duell der beiden NRW-Klubs hat indes nur noch der Lauf der Rheinländer Bestand. Sie gewannen mit 2:0 (1:0) und setzen ihre Aufholjagd nach einem desaströsen Saisonstart damit erfolgreich fort.

Im Vergleich zum 3:2-Sieg zum Jahresauftakt in Gladbach hatte Bayers Trainer Xabi Alonso sein Team auf vier Positionen verändert. Florian Wirtz gab 318 Tage nach seinem Kreuzbandriss sein Startelfcomeback in der Bundesliga. Für ihn nahm etwas überraschend der zuletzt so starke Amine Adli zunächst auf der Bank Platz. Anstelle von Mitchel Bakker, Exequiel Palacios und Odilon Kossounou begannen zudem Callum Hudson-Odoi, Nadiem Amiri und Jonathan Tah.

Die Gäste eröffneten die Partie mit einem Schuss von Philipp Hofmann knapp neben das von Lukas Hradecky gehütete Bayer-Tor (1.). Danach war vorerst die Werkself am Zug. Nach einem Foul von Keven Schlotterbeck an Moussa Diaby lief das Spiel zunächst weiter, nach einer Videoüberprüfung entschied Schiedsrichter Timo Gerach bei seinem Erstliga-Debüt dann aber doch noch auf Strafstoß für die Hausherren. Edmond Tapsoba schnappte sich den Ball und verwandelte sicher zum 1:0 (8.). Für Leverkusen war es der erste erfolgreiche Elfmeter nach zuvor wettbewerbsübergreifend sechs Fehlversuchen. Die insgesamt durchaus mutig auftretenden Bochumer hatte beinahe die direkte Antwort parat. Piero Hincapie leistete sich gegen Takuma Asano einen Stellungsfehler, bügelte diesen aber umgehend aus und klärte in höchster Not kurz vor der Torlinie (9.). Mit Ausnahme eines Distanzschusses von Amiri hatte aber auch Bayer bis zur Pause keinen entscheidenden Aktionen mehr (37.). Im Vordergrund standen Nickeligkeiten auf beiden Seiten.

Nach dem Seitenwechsel schaltete die Werkself dann einen Gang hoch. Der Schuss von Wirtz (47.) geriet noch zu zentral, ein von Robert Andrich angefangener Ball leitete aber wenig später das 2:0 der Leverkusener ein. Wirtz spielte den Ball flach in den Sechzehner auf Höhe des ersten Pfostens, wo Adam Hlozek schneller als sein Gegenspieler an den Ball kam und diesen durch die Beine von VfL-Schlussmann Manuel Riemann ins Tor spitzelte (53.). Kurz darauf hätte beinahe auch Tah über einen eigenen Treffer jubeln können, doch sein Kopfball flog knapp vorbei (56.). Auch Diaby verpasste die Vorentscheidung (71.).

Zum Ende der ersten Englischen Woche des Jahres empfängt Leverkusen am Sonntag (17.30 Uhr) Dortmund in der BayArena.

Bayer 04: Hradecky – Tah, Tapsoba, Hincapie – Frimpong (86. Bellarabi), Andrich, Diaby (79. Kossounou), Amiri, Hlozek (86. Palacios), Hudson-Odoi (46. Adli), Wirtz (72. Azmoun)

Tore: 1:0 Tapsoba (8., FE), 2:0 Hlozek (53.)
 Zuschauer: 27.820

Montag, 23. Januar 2023

22.1.2023: 3:2 Auswärtssieg in Gladbach

Zum Abschluss des 16. Bundesliga-Spieltags hat Bayer Leverkusen mit 3:2 bei Borussia Mönchengladbach gewonnen. Während die Werkself mit überfallartigem Umschaltfußball zum Erfolg kam, bissen sich die Gastgeber lange die Zähne aus. Erst ein Joker ließ die Gladbacher Bemühungen konkret werden - für die Wende reichte es allerdings nicht mehr.

Gladbach hatte dominant begonnen und mit den Abschlüssen von Koné (9.), Plea (10., geblockt) und Weigl (11.) die ersten Duftmarken gesetzt. Dann aber geriet die Elf von Trainer Daniel Farke ins Hintertreffen, weil Leverkusen bei seiner ersten Annäherung prompt zu-schlug: Hlozek traf mit einem Flachschuss aus etwa zwölf Metern den Pfosten, Bakker stand goldrichtig und staubte ab - 0:1, das erste Bundesliga-Gegentor für Gladbachs neuen Torhüter Omlin (21.). Der Treffer verlieh Bayer Selbstsicherheit. Während sich die Gastgeber aufrieben, als sie Lücken im gegnerischen Defensivverbund suchten, bestach Leverkusen bei seinen An-griffen mit Dynamik und Geradlinigkeit. Die Folge: eine Großchance von Frimpong, die Omlin zunichtemachte (26.) - und das 0:2 durch Adli. Bei einem Laufduell über mehr als 50 Me-ter war der Franzose schneller als Elvedi, enteilte dem Gladbacher Innenverteidiger und schob überlegt ein (43.).

Gegen kompakt verteidigende Leverkusener fehlte es dem Gladbacher Spiel an Ideen - und das besserte sich auch nach dem Seitenwechsel nicht. Die beste Möglichkeit entsprang einer Standardsituation (55., Elvedi), sonst taten sich die Gastgeber lange schwer, zu Torchancen zu kommen. Leverkusen hingegen gefiel bei seinen Gegenstößen mit Geradlinigkeit und Tempo und erzielte in Person von Amiri das dritte Tor. Gladbach bäumte sich zwar noch einmal auf und verkürzte durch zwei Treffer des eingewechselten Stindl (82., 90.+3), eine Ausgleichschance gab es allerdings nicht mehr.

So setzte Leverkusen seinen Siegeszug fort und gewann jahresübergreifend das vierte Bundesligaspiel in Folge. Am Mittwoch (20.30 Uhr) kann die Werkself ihre Serie gegen den VfL Bochum verlängern.

Bayer 04: Hradecky – Kossounou (75. Tah), Tapsoba, Hincapie - Andrich, Frimpong (90. Sinkgraven), Palacios, Bakker, Diaby (75. Wirtz), Adli (75. Hudson-Odoi) – Hlozek (64. Amiri)

Tore: 0:1 Bakker (21.), 0:2 Adli (43.), 0:3 Amiri (67.), 1:3 Stindl (82.) 2:3 Stindl (90.+3)

Zuschauer: 53.336