Sonntag, 3. März 2019

2.3.2019: Der erste Karnevalssieg seit 2012 mit 2:0 gegen Freiburg


Mit einer souveränen Leistung hat Bayer 04 Leverkusen den SC Freiburg mit 2:0 geschlagen. Ein sehenswerter Treffer von Aranguiz brachte die Hausherren früh in Führung, die zu keinem Zeitpunkt ernsthaft in Gefahr geriet. Freiburg blieb über 90 Minuten offensiv erschreckend harmlos und musste nach vier ungeschlagenen Spielen in Folge wieder eine Niederlage hinnehmen.
Trotz der 2:3-Niederlage in Dortmund sah Leverkusens Coach Peter Bosz keinen Grund, etwas an seiner Startformation zu ändern und die Werkself erwischte am Karnevalssamstag einen Blitzstart: Eine frühe Ecke klärte Kübler per Kopf ins Zentrum, wo Aranguiz den Ball mit Risiko aus der Luft nahm und zum 1:0 in die Maschen drosch. Haberer hatte noch leicht abgefälscht (4.). In der Folge blieb Leverkusen tonangebend, ein Distanzversuch von Jedvaj rauschte nur knapp neben das Gehäuse (18.), Volland scheiterte aus spitzem Winkel an Schwolow (26.). Wermutstropfen einer starken Leverkusener Anfangsphase: Sven Bender rasselte bei einem Kopfballduell mit Kübler zusammen und musste mit einer blutenden Platzwunde am Kopf ausgewechselt werden, für ihn kam Dragovic (22.). Und Freiburg? Die Breisgauer blieben weitgehend passiv und überließen Leverkusen das Spielgerät, was in satten 75 Prozent Ballbesitz für Bayer im ersten Durchgang resultierte. Zu wirklich gefährlichen Szenen kamen aber auch die Hausherren trotz aller optischen Überlegenheit nur selten, einzig ein Fallrückzieher von Volland im Anschluss an eine Ecke brachte das Freiburger Tor noch in die Bredouille (42.). Defensiv wurde Leverkusen von offensiv unkontrollierten Freiburgern in der ersten Hälfte auch praktisch nicht gefordert.
Das änderte sich früh nach dem Seitenwechsel: Haberer kam rechts im Strafraum zum Schuss und zwang Hradecky zu einer Flugparade (49.). Auf Seiten der Gastgeber wartete Volland in aussichtsreicher Position zu lange und wurde von Kübler geblockt. Beim Nachsetzen ging Aranguiz im Duell mit Lienhart zu Boden, Winkmann zeigte zunächst auf den Punkt, nahm den Elfmeter aber nach Eingreifen aus Köln und kurzem Besuch in der Review Area aber zurück (55.). Leverkusen erspielte sich nach anfänglichen Problemen wieder ein ähnliches Übergewicht wie im ersten Durchgang, Volland scheiterte aus aussichtsreicher Position an Schwolow (65.). Freiburg versuchte zwar, selbst aktiver zu werden und hatte durch den eingewechselten Niederlechner zumindest einen Abschluss (70.), ließ den Hausherren durch die offensivere Ausrichtung aber auch mehr Platz für den eigenen Angriff - und das rächte sich. Havertz konnte rechts Tempo aufnehmen und steckte durch in den Strafraum für Brandt, der den Ball über Schwolow hinweg aufs lange Eck lupfte. Dort gingen Volland und Bailey auf Nummer sicher und beide zum Ball. Letztlich berührte der Jamaikaner die Kugel als letzter, für das Spieleregbnis war es aber egal - 2:0 (73.). Die Breisgauer kamen zwar durch Günter, der an einer Glanztat Hradeckys scheiterte (88.) noch zu ihrer besten Möglichkeit der Partie, konnten an der ersten Niederlage nach zuletzt vier ungeschlagenen Spiele aber nichts mehr ändern. Zum vierten Mal in Folge blieb Freiburg gegen Leverkusen außerdem ohne eigenen Torerfolg.
Am nächsten Wochenende gastiert Leverkusen am Sonntag, 10.3.2019, um 18 Uhr in Hannover.
Bayer 04: Hradecky - Jedvaj, Tah, S. Bender (22. Dragovic), Weiser – Aranguiz, Baumgartliger – Havertz (85. Kohr), Brandt – Bailey (87. Paulinho), Volland
Tore: 1:0 Aranguiz (4.), 2:0 Bailey (73..)
Zuschauer: 26.607

Sonntag, 24. Februar 2019

24.2.2019: Guter Aufritt wird beim 2:3 in Dortmund nicht belohnt


Trotz einer starken und über weite Strecken sehr überzeugenden Vorstellung verlor Bayer 04 das Duell bei Tabellenführer Borussia Dortmund mit 2:3 (1:2). In einem hochspannenden und bisweilen dramatischen Spiel trafen Zagadou (30.), Sancho (38.) und Götze (60.) für die Borussia. Kevin Volland glich zum 1:1 aus (37.), Jonathan Tah (75.) verkürzte noch zum 2:3 für die nie aufsteckende Werkself.
Peter Bosz nahm im Vergleich zur Europa-League-Partie gegen Krasnodar drei Veränderungen in der Startelf vor. Sven Bender übernahm den Part als zweiter Innenverteidiger von Aleksandar Dragovic, Tin Jedvaj spielte für Wendell linker Verteidiger und Julian Baumgartlinger kam für Lucas Alario ins Team. Dadurch rutschte Julian Brandt etwas weiter nach vorne in den Dreierangriff neben Kevin Volland und Leon Bailey. Für Kapitän Lars Bender reichte es noch nicht wieder für einen Platz im Kader.
Spitzenreiter Dortmund hatte seine vergangenen drei Begegnungen in der Liga nur unentschieden gestaltet, Bayer 04 seine letzten vier Spiele gewonnen – entsprechend hoffnungsvoll und selbstbewusst ging die Werkself in das Duell mit dem BVB. Es dauerte nicht lange bis zum ersten Abschluss der in weiß spielenden Leverkusener, Kai Havertz hatte viel Platz im Strafraum, visierte seinen Schuss aber deutlich zu hoch an (3.). Die Gäste waren in der ersten Viertelstunde die klar überlegene Elf, gewannen eine Vielzahl der Zweikämpfe und setzten sich früh in der Dortmunder Hälfte fest. Insbesondere über Julian Brandt als freischaffender Künstler in der Offensive, der überall auf dem Platz zu finden war, liefen viele Angriffe. Nach 20 Minuten beinahe die verdiente Führung der Werkself, als der Ball nach einer feinen Kombination über etliche Stationen bei Sven Bender landete, dessen noch leicht abgefälschter Schuss aus zentraler Position knapp am Pfosten vorbeiflog. Der BVB bekam in dieser Phase überhaupt keinen Zugriff auf die extrem spielfreudigen und ballsicheren Leverkusener, die ihrem Gegner permanent und wirkungsvoll mit aggressivem Pressing in die Parade fuhren. Kai Havertz zog volley aus dem Hinterhalt ab, wieder fehlte nur ganz wenig zum ersten Treffer (23.). Dann zur Abwechslung auch mal die Hausherren: Sanchos Schuss bereitete Hradecky keine Probleme (28.). Enger war's da schon beim Versuch von Weigl im Strafraum, doch Jonathan Tah warf sich mit Erfolg in den Schuss (29.). Bayer 04 machte das Spiel, doch den Treffer setzte der BVB. Nach einem Eckball kam Zagadou am Fünfmeterraum frei zum Schuss und traf zum 1:0 (30.). Das Tor stellte den Spielverlauf zu diesem Zeitpunkt komplett auf den Kopf. Dann überschlugen sich die Ereignisse. Erst gelang Kevin Volland nach feinem Zusammenspiel mit Kai Havertz und einem trockenen Flachschuss ins kurze Eck der Ausgleich (37.) – sein neunter Saisontreffer. Doch die Freude über den verdienten Gleichstand währte nur Sekunden: Nach einer Linksflanke von Diallo verschätzte sich Jedvaj gewaltig und Sancho traf volley zum 2:1 (38.). Kurz vor der Pause geriet ein Aufbaupass von Keeper Hradecky deutlich zu lasch, und Bayer 04 hatte Glück, dass beim Schuss von Alcacer noch ein Bein dazwischen war (45.+1). Die Werkself machte ein Klassespiel in der ersten Hälfte, leistete sich aber in der Defensive zwei Nachlässigkeiten, die Dortmund rigoros bestrafte.
Auch zu Beginn der zweiten 45 Minuten besaß die Werkself mehr Ballbesitz und Spielanteile, während Dortmund auf einen Konter und Umschaltmoment lauerte. Das Tempo war jetzt nicht mehr ganz so rasant wie vor dem Wechsel. Und Dortmund brauchte erneut nicht viele Möglichkeiten: Nach einem Angriff über die rechte Seite kam Mario Götze von der Strafraumgrenze zum Schuss und überwand Hradecky flach ins linke Eck zum 3:1 (60.). Wenig später lag die Kugel wiederum im Leverkusener Netz, doch beim Tor von Alcacer hatte der Spanier knapp im Abseits gestanden (63.). Dann musste Bürki mit toller Parade gegen den Flugkopfball von Leon Bailey nach Flanke Aránguiz' retten (65.). Bayer 04 hatte sich noch längst nicht aufgegeben. Peter Bosz reagierte und brachte Lucas Alario für Bailey (70.). Der Argentinier war sofort drin im Match, Bürki parierte seinen mit dem Rücken zum Tor abgegebenen Kopfball sensationell (72.). Dann aber war auch der BVB-Keeper machtlos, als der ganz starke Jonathan Tah einen Kopfball nach einem präzise gechippten Freistoß von Julian Brandt zum 2:3-Anschluss im Tor versenkte (75.). Es war der Auftakt zu einer hochspannenden und intensiven Schlussphase in einem Spitzenspiel, das sämtliche Erwartungen erfüllte.
Der eingewechselte Bruun Larsen donnerte den Ball nach einem Konter drüber (86.). Es gab fünf Minuten Nachspielzeit. Klasse, wie Kevin Volland zum eigenen Strafraum sprintete und mit letzter Kraft einen Dortmunder Konter unterband (90.). Bayer 04 probierte alles, kam aber nicht mehr zum Zug. Entsprechend geknickt zeigten sich die Werkself-Profis nach dem Abpfiff.
Für Bayer 04 geht es mit dem 24. Spieltag der Bundesliga am Samstag, 2.3.2019, und dem Heimspiel gegen den SC Freiburg weiter. Anstoß in der BayArena ist um 15.30 Uhr.
Bayer 04: Hradecky – Weiser, Tah, S. Bender, Jedvaj – Havertz, Baumgartlinger, Aránguiz – Brandt, Volland, Bailey (70. Alario)
Tore: 1:0 Zagadou (30.), 1:1 Volland (37.), 2:1 Sancho (38.), 3:1 Götze (60.), 3:2 Tah (75.)
Zuschauer: 81.029

Donnerstag, 21. Februar 2019

21.2.2019: EuroLeague-Aus nach 1:1 gegen Krasnodar


Bayer 04 ist im Sechzehntelfinale der Europa League ausgeschieden. Die Werkself kam im Rückspiel gegen den russischen Vertreter FK Krasnodar nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus und verpasste nach dem 0:0 im ersten Vergleich den Sprung ins Achtelfinale. Suleymanov hatte die starken Russen in einer turbulenten Schlussphase mit einem Freistoß in Führung gebracht (84.). Charles Aránguiz gelang nur noch der Ausgleich (87.) für die in den letzten Minuten verzweifelt anrennenden Leverkusener, die Pech mit einem Lattenschuss von Lucas Alario hatten (72.).
Im Vergleich zum vergangenen Bundesligaspiel gegen Düsseldorf nahm Chefcoach Peter Bosz eine Veränderung vor: Lucas Alario rückte für den verletzten Karim Bellarabi in die erste Elf. Der Argentinier spielte im Sturmzentrum, Kevin Volland besetzte dafür den rechten Flügel. Die Innenverteidigung bildeten erneut Jonathan Tah und Aleksandar Dragovic, Sven Bender meldete sich aber zumindest wieder einsatzfähig und saß auf der Bank. Krasnodar konnte in der BayArena auf den zuvor gesperrten Linksverteidiger Ramirez zurückgreifen und wechselte zudem den Torhüter: Statt Kritsyuk, der das Hinspiel bestritten hatte und nun verletzt fehlte, stand Safonov zwischen den Pfosten.
Die Ausgangslage war nach dem torlosen ersten Vergleich in Südrussland klar: Bayer 04 benötigte einen Heimsieg zum Weiterkommen, ob nach 90 oder 120 Minuten oder im Elfmeterschießen. Entsprechend konzentriert gingen die Leverkusener die Sache an. Die erste Chance eröffnete sich indes den Gästen, als Claesson von links scharf hereinpasste, wo Hradecky und Wendell mit vereinten Kräften am Fünfer retteten (7.). Kurz darauf zog Pereyra im Strafraum, der noch abgefälschte Ball wurde aber eine sichere Beute von Hradecky (9.). Auf der Gegenseite hatte Charles Aránguiz den ersten Abschluss ab, der flache Ball von der Strafraumgrenze bereitete Safonov aber keine Probleme (10.). Enger war's da schon beim strammen Linksschuss von Leon Bailey, der einen halben Meter am langen Eck vorbei zischte (12.). Es entwickelte sich eine tenporeiche Partie mit vielen Umschaltmomenten. Die ballsicheren Russen gingen das Ganze mit viel Mut und großer Entschlossenheit an und hatten in der ersten Viertelstunde einige gefährliche Aktionen zu bieten. Die Werkself war gewarnt. Bei der schönen Kombination über Kai Havertz, Julian Brandt und Leon Bailey flipperte die Kugel kurz durch den Strafraum, ehe Safonov zupackte (17.). Beim Flatterball des Jamaikaners aus gut 20 Metern wenig später hatte der Keeper schon deutlich mehr Probleme und ließ die Kugel nach vorn prallen (22.). Dann wieder Lukas Hradecky im Blickpunkt: Überragend, wie der Finne den Kopfball von Claesson noch aus dem bedrohten Eck fischte (25.). Brandts flacher Schuss rauschte hauchdünn am Tor vorbei (27.). Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe und suchten laufend den Weg nach vorn. Als Kaboré und Kai Havertz mit den Köpfen zusammenrasselten, blieb der Werkself-Profi völlig benommen liegen und musste einige Minuten behandelt werden (29.). Nach 35 Minuten die bis dahin beste Aktion der Hausherren: Brandt leitete den Angriff ein, Volland passte scharf von links nach innen, Alario grätschte in die Hereingabe, doch Safonov stand goldrichtig und rettete mit dem Fuß. Kurz darauf handelte sich Dragovic mit rustikalem Einstieg gegen Kaboré eine Gelbe Karte ein, seine dritte im Wettbewerb (41.). Unmittelbar vor der Pause bewahrte Lukas Hradecky sein Team vor dem drohenden Rückstand, der Keeper machte sich ganz groß und parierte nach einem Konter Krasnodars sensationell gegen den allein vor ihm auftauchenden Claesson (45.).
In unveränderter Besetzung ging es in Durchgang zwei weiter. Baileys Schuss von der Strafraumgrenze kam zu zentral auf Safonov (52.). Krasnodar war weiter höchst giftig in den Zweikämpfen und kam so zu diversen Ballgewinnen. Baileys frechen Abschluss mit rechts entschärfte Safonov ebenfalls (56.). Havertz setzte den Ball aus spitzem Winkel klar am Tor vorbei (60.). Bayer 04 mangelte es dennoch in vielen Szenen an der nötigen Präzision im Passspiel. Julian Baumgartlinger kam für Havertz ins Spiel (66.). Dann fast die erlösende Führung: Alario zog nach Klasse-Zuspiel von Tah sofort aus 16 Metern und halbrechter Position ab, doch der noch abgefälschte Ball klatschte nur an die Latte (72.). Es blieb ein extrem enges Match und Geduldsspiel. Dann die ganz kalte Dusche: Der eingewechselte Suleymanov verwandelte einen Freistoß unhaltbar für Hradecky platziert zur Führung Krasnodars (84.). Doch die Werkself kämpfte sich erfolgreich zurück: Erst setzte Bailey den Ball nur ans Außennetz (86.), doch Charles Aránguiz traf im Anschluss an ene Ecke aus dem Hinterhalt zum 1:1-Ausgleich (87.). Jetzt brodelte die BayArena. Bayer 04 brauchte noch ein zweites Tor und drückte mit Vehemenz und Verzweiflung. Es gab drei Minuten Nachspielzeit und eine Serie von Eckbällen. Am Ende stürmte auch Lukas Hradecky mit nach vorn, doch es reichte im Powerplay nur noch zu einem Kopfball von Tah, dem aber der Druck fehlte (90.+2). Dann war Schluss und die Enttäuschung riesig.
Für die Werkself geht es bereits in drei Tagen mit der nächsten Bundesliga-Partie weiter: Am Sonntag, 24.2.2019 (18 Uhr) tritt Bayer 04 im Signal-Iduna-Park bei Spitzenreiter Borussia Dortmund an.
Bayer 04: Hradecky – Weiser, Tah, Dragovic (86. Kiese Thelin), Wendell – Havertz (66. Baumgartlinger), Aránguiz, Brandt – Volland, Alario, Bailey
Tore: 0:1 Suleymanov (84.), 1:1 Aránguiz (87.)
Zuschauer: 16.084

Sonntag, 17. Februar 2019

17.2.2019: Klares 2:0 gegen Fortuna Düsseldorf


Heute Abend gewann die Werkself verdient und souverän mit 2:0 (1:0) gegen Fortuna Düsseldorf, holte damit den vierten Bundesligasieg in Folge und kletterte auf Platz 5. Die Tore für Bayer 04 erzielten Kai Havertz und Leon Bailey.
Chefcoach Peter Bosz musste heute nicht nur auf die beiden langzeitverletzten Joel Pohjanpalo und Panos Retsos sowie Kapitän Lars Bender verzichten, sondern auch auf dessen Zwillingsbruder Sven, der sich im Abschlusstraining am Kopf verletzt hatte. Für ihn rückte Aleksandar Dragovic in die Innenverteidigung. Dies blieb die einzige personelle Veränderung im Vergleich zur Europa-League-Partie in Russland am vergangenen Donnerstag. Schon vor dem Anpfiff sorgten die Bayer 04-Fans für ein erstes Highlight mit einer tollen schwarz-rot-weißen Choreographie, die eine Reminiszenz ans Ulrich-Haberland-Stadion darstellte. Dann ging's rein ins Geschehen. Die Gäste aus Düsseldorf mit der ersten Chance nach einer Ecke - der Kopfball von Karaman verfehlte nur knapp das Tor von Lukas Hradecky (3.). Die Werkself hatte gewohnt viel  Ballbesitz und war bemüht um Spielkontrolle. Kai Havertz prüfte Drobny mit einem Schuss, der allerdings zu mittig geriet (11.). Kurz darauf musste Peter Bosz erstmals wechseln, weil sich Karim Bellarabi ohne Gegnereinwirkung bei der Ballannahme am linken Oberschenkel verletzte und den Platz verlassen musste. Für ihn kam Lucas Alario ins Spiel (15.). Der Argentinier rückte ins Sturmzentrum, Kevin Volland übernahm die rechte Außenbahn. Und führte sich dort wenig später gleich perfekt ein: Seine Flanke in die Mitte nutzte Kai Havertz aus kurzer Distanz völlig freistehend zur 1:0-Führung für die Werkself (18.). Schon der neunte Saisontreffer von Havertz! Fortuna stand tief in der Defensive, kam aber durch einen Freistoß von Suttner zur nächsten Chance: Der Ball flog aus 23 Metern nur knapp am rechten Pfosten vorbei (22.). Wenig später mussten auch die Düsseldorfer wechseln, nachdem sich Zimmer bei einer Abwehraktion am Knöchel verletzt hatte. Die Werkself dominierte dieses Spiel klar, hatte über 80 Prozent Ballbesitz und kombinierte phasenweise auf technisch hohem Niveau. So auch in der 41. Minute, als die Kugel nach Ballgewinn der Werkself über Bailey und Alario bei Volland landete, dessen Schuss aus sechs Metern aber im letzten Moment noch von Suttner neben den Kasten gelenkt wurde. Die Gäste versuchten über gelegentliche Konter dagegenzuhalten, blieben dabei aber an der aufmerksam-stabilen Defensive des Bosz-Teams hängen. Mit einer verdienten 1:0-Führung für die Gastgeber ging's in die Halbzeitpause. 518 Pässe zählte der „Kicker" in der ersten Hälfte für die Werkself und stellte fest: „Nie spielte ein Team in dieser Bundesliga-Saison mehr Pässe in einer Halbzeit.
Nach dem Wechsel sorgte Volland für den ersten Abschluss mit einem harten Schuss von der rechten Seite. Drobny parierte aber am kurzen Pfosten (46.). Die Fortunen besaßen durch Gießelmann eine gute Gelegenheit - sein Schuss aus halblinker Position ging aber klar neben das Leverkusener Tor (49.). Die Werkself blieb tonangebend und hatte durch Alario das zweite Tor auf dem Fuß. Der Argentinier kam nach einem abgefälschten Schuss von Aránguiz an den Ball, den Drobny - schon auf dem Weg in die andere Ecke - mit einer starken Parade entschärfte (56.). Zehn Minuten später aber war der Fortuna-Schlussmann geschlagen. Er wehrte einen von Mitchell Weiser stramm geschossenen Ball aus der Distanz zwar ab, aber die Kugel flog Leon Bailey vor die Füße, der zum 2:0 für Schwarz-Rot abstaubte (65.). Bayer 04 hielt die Zügel jetzt wieder fest in der Hand, ließ den Ball kontrolliert durch die eigenen Reihen laufen und hinten nichts mehr anbrennen. Zehn Minuten vor Schluss durfte auch Julian Baumgartlinger noch mal ran, der Österreicher kam für Brandt und spielte nach seinem Nasenbeinbruch mit Maske. Die Werkself spulte die letzten Minuten souverän und abgeklärt runter. Alario zog kurz vor Schluss noch einmal aus der Distanz knapp vorbei (87.). Dann war Feierabend. Mit dem vierten Bundesligasieg in Folge setzte die Werkself ihre Erfolgsserie fort und rückte wieder auf Platz 5 vor.
Am kommenden Donnerstag, 21.2.2019 steht mit dem Rückspiel in der Europa League gegen den FK Krasnodar schon die nächste schwere Aufgabe auf dem Programm. Anpfiff in der BayArena ist um 21 Uhr.
Bayer 04: Hradecky – Weiser, Tah. Dragovic, Wendell – Havertz, Aránguiz, Brandt (80. Baumgartlinger) – Bellarabi (15. Alario), Volland (89. Paulinho), Bailey
Tore:  1:0 Havertz (18.), 2:0 Bailey (65.)
Zuschauer: 27.717

Donnerstag, 14. Februar 2019

14.2.2019: 0:0 in Krasnodar


Bayer Leverkusen ist am Donnerstagabend im Hinspiel der Europa-League-Zwischenrunde trotz einer guten zweiten Hälfte nicht über ein 0:0 in Krasnodar hinausgekommen. Die Werkself hatte über 90 Minuten mehr vom Spiel und erarbeitete sich vor allem nach der Pause gute Chancen - nutzte diese aber nicht. Und als der Ball schließlich doch im Netz lag, legte der Unparteiische sein Veto ein.
Für Krasnodar war das Duell mit Leverkusen der Jahresauftakt. Das vorvergangene Pflichtspiel lag bereits 63 Tage zurück - ein 0:3 Mitte Dezember in Sevilla. Krasnodar war aber die lange Pause zunächst nicht anzumerken. Die Zuschauer sahen in den ersten 45 Minuten ein flottes Spiel, das beide Mannschaften mit offenem Visier führten. Leverkusen hatte zwar 68 Prozent Ballbesitz, doch die Russen setzten bei Ballverlusten immer wieder zu überfallartigen Gegenstößen an. Sie überbrückten schnell das Mittelfeld und hatten in der ersten Hälfte die klareren Torchancen. Ignatyev vergab die erste, als Wendell ein Rückpass missriet, der Angreifer aber an Hradecky scheiterte (24.). Kurz vor der Pause konterte Krasnodar dann nach einer Bayer-Ecke, doch Olsson schoss aus acht Metern freistehend über das Tor (39.). Und Leverkusen? Spielte durchaus gefällig, ließ im letzten Drittel aber oftmals die Präzision vermissen. Deshalb waren Torchancen rar. Eine vergab Bellarabi, als sein Schuss aus aussichtsreicher Position geblockt wurde (7.).
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Bayer die Schlagzahl. Krasnodars Gegenstöße wurden seltener, Leverkusen rannte an, doch Bellarabi (48.), Bailey (56.), Brandt (58.) und wiederum Bellarabi (66.) waren bei guten Schusschancen nicht erfolgreich. Inmitten dieser Phase, in der sich die Bayer-Führung ankündigte, bot sich den Russen doch eine Großchance zum 1:0, Hradecky wehrte aber einen Claesson-Versuch ab, ehe Ignatyev knapp vorbeischoss (69.). Nach dieser Doppelchance ließ Leverkusens Druck wieder nach, dann musste Sven Bender vom Feld: Der Abwehrmann wurde von Golubev am Sprunggelenk erwischt und konnte nicht weiterspielen (83.). Kurz vor Schluss bot sich der Werkself dann doch noch die Chance zum Siegtreffer: Nach einer Ecke netzte der eingewechselte Alario ein, Schiedsrichter Davide Massa hatte aber ein vorausgehendes Handspiel des Angreifers erkannt - eine knifflige Entscheidung, die zu Ungunsten Bayers ausfiel (88.).
So blieb es letztlich beim 0:0, das dennoch eine ordentliche Ausgangslage für das Rückspiel in einer Woche (21 Uhr) ist. Bevor die Leverkusener zu Hause den Einzug ins Achtelfinale klarmachen können, steht am Sonntag, 17.2.2019 um 18 Uhr,  noch ein Heimspiel gegen Düsseldorf an.
Bayer 04: Hradecky - Weiser, Tah, S. Bender (83. Dragovic), Wendell - Aranguiz - Havertz, Brandt – Bailey (80. Alario), Volland, Bellarabi
Tore: Fehlanzeige
Zuschauer: 34.827