Samstag, 26. August 2023

26.8.2023: Klares 3:0 in M‘Gladbach

Am Samstagabend empfing Borussia M‘Gladbach Bayer 04 Leverkusen. Die Werkself dominierte das Spielgeschehen von Beginn an und besiegte die zumeist wehrlosen Fohlen mit einem klaren 3:0. 

Die Gäste aus Leverkusen starteten mutig in die Partie, erarbeiteten sich schon nach wenigen Minuten die erste Ecke. Alejandro Grimaldos Hereingabe kam hoch ins Strafraumzentrum, die Gladbacher klärten jedoch (3.). Auch die erste gute Chance gehörte Bayer 04: Nach gutem Aufbau über Florian Wirtz gelangte die Kugel zentral zu Leverkusens Zielspieler Victor Boniface, der direkt abzog. Marvin Friedrich konnte den Ball abfälschen – nur knapp am eigenen Kasten vorbei (9.). Während der Anfangsphase riss die Werkself die Spielkontrolle an sich, Gladbach leistete sich unterdessen einige Ballverluste. Wirtz suchte und fand Boniface erneut, der schwierige Kopfball des Nigerianers aus einiger Entfernung bereitete Gladbachs Keeper Jonas Omlin aber keine Schwierigkeiten (11.). Kurz darauf dann der erste aussichtsreiche Vor-stoß der Fohlen: Tomáš Čvančara dribbelte an und legte links in den Strafraum ab für Alassane Plea. Der Angreifer brauchte jedoch etwas zu lang und konnte keinen gefährlichen Schuss mehr abgeben (12.). Leverkusen ließ den Ball anschließend in den eigenen Reihen pendeln, schob sich immer mehr ans gegnerische Gehäuse heran und nahm die Elf vom Niederrhein beinahe komplett aus dem Spiel. Nach knapp zwanzig Minuten belohnte sich die Werkself – nach einer präzisen Flanke links in den Strafraum zu Grimaldo nickte der Spanier die Kugel zielsicher ins Zentrum zu Boniface. Aus nächster Nähe hatte Letzterer keine Probleme mehr, Torwart Omlin mit einem Kopfball zu überwinden und brachte sein Team verdient in Führung (18.). Wenig später erzielte Granit Xhaka sogar das vermeintliche 2:0, sein ansehnlicher Treffer zählte aber nicht, weil Jonathan Tah während der Entstehung minimal im Abseits stand (21.). Obwohl Leverkusen die Partie dominierte, zeigte auch Gladbach hin und wieder ein kurzes Lebenszeichen, wie etwa in der 27. Spielminute, als Friedrich aus spitzem Winkel zum Abschluss kam – sein Versuch ging jedoch deutlich drüber. Insbesondere gegen das kurze und sehr schnelle Passspiel der Leverkusener hatten die Borussen bis dato kein Gegenmittel gefunden. Exequiel Palacios probierte es mit einem starken Distanzschuss und verfehlte nur knapp den rechten Pfosten (29.). Weitere Versuche von Grimaldo (30.) und Odilon Kossounou (31.) landeten bei Omlin. Auch ein Schuss von Boniface wurde direkt abgeblockt (36.). Gladbach verteidigte, Leverkusen beherrschte das Spiel. Die wenigen Kontermöglichkeiten der Fohlen wurden nicht gut genug ausgespielt. Gegen Ende der siebenminütgen Nachspielzeit erhöhte Tah nach einer Vorlage von Ex-Gladbacher Jonas Hofmann auf 2:0 für die Werkself (45.+6). Kurz darauf gellte der Pausenpfiff.

Beide Teams begannen den zweiten Durchgang personell unverändert. Das Bild sah schnell wieder so aus wie in der ersten Hälfte: Leverkusen schnappte sich den Ball, ließ diesen laufen und näherte sich an. Daher kam es etwas überraschend, dass Gladbach die erste Chance verbuchte: Über Plea, Florian Neuhaus und Franck Honorat gelangte das Spielgerät zum aufgerückten Friedrich, der scharf abzog und die Kugel rechts ans Außennetz jagte (50.). Leverkusen konterte umgehend – der auffällige Boniface verwertete souverän einen Traumpass von Wirtz und schraubte die Führung der Gäste auf 3:0 hoch (53.). Der nächste Schuss kam von Hofmann, der Omlin zu einer Parade zwang (56.). Minuten später mal wieder ein kurzes Auf-bäumen der Fohlen: Plea fasste sich aus der Distanz ein Herz, haute wuchtig drauf und feuerte den Ball sehr knapp rechts oben am Kreuzeck vorbei (61.). Auf der anderen Seite suchte Tapsoba Boniface mit einem Steilpass, doch Kō Itakura passte gut auf und ging erfolgreich da-zwischen (65.). Nur wenig später beförderte der Japaner den Ball nach einem Eckstoß per Kopf scharf in Richtung linkes Eck, doch Lukas Hradecky reagierte prompt mit einer starken Parade (68.). Bayer 04 hatte nun viel Ballbesitz, allerdings gingen Wirtz, Boniface & Co. nicht allzu forsch in Richtung des Gladbacher Strafraums. Immerhin: Xhaka chippte das Leder in den Strafraum zu Wirtz, der mit der Hacke für Boniface ablegt. Dieser kam aber nicht mehr dran, um zu schießen (76.). In der 81. Minute wurde Hofmann ausgewechselt – und durfte sich Pfiffe von den Gladbach-Fans anhören. Über den neu ins Spiel gekommenen Robin Hack schoben die Borussen zwischenzeitlich schnell an, am gegnerischen Strafraum angekommen ging der Ball jedoch zügig wieder verloren (84.). Im Anschluss daran parierte Omlin einen Schuss des eingewechselten Adam Hložek (84.). Gegen Ende plätscherte die Partie überwiegend vor sich hin, es passierte auf beiden Seiten nur noch wenig. Es schien, als hätten sich beide Mannschaften mit dem Ergebnis abgefunden – und so blieb es schlussendlich beim hochverdienten 3:0 für die Werkself.

Leverkusen: Hradecky – Kossounou (81. Stanišić), Tah, Tapsoba – Frimpong (69. Arthur), Palacios (69. Andrich), Xhaka, Grimaldo – Hofmann (81. Hložek), Wirtz – Boniface (88. Puerta) 

Tore: 0:1 Boniface (18.), 0:2 Tah (45.+6), 0:3 Boniface (53.)

Zuschauer: 54.042
 

Samstag, 19. August 2023

19.8.2023: 3:2 Heimsieg gegen RB Leipzig

Im Vergleich zum 8:0 gegen Ottensen in der 1. Runde des DFB-Pokals veränderte Xabi Alonso sein Team auf einer Position: Jonathan Tah rückte für den rotgesperrten Amine Adli in die erste Elf, der personelle Wechsel brachte in der Defensive eine Umstellung von einer Vierer- auf eine Dreierkette mit sich. Nach acht Minuten folgte dann der erste Abschluss der Werkself, Jonas Hofmann verfehlte das Tor bei seinem Bundesliga-Debüt für Bayer 04 aber um drei Meter. Auf der Gegenseite parierte Kapitän Lukas Hradecky einen Fernschuss von Benjamin Henrichs sicher (10.). Knappe zehn Minuten später zog erneut Henrichs aus der Ferne ab und zwang Hradecky ein erstes Mal zu einer größeren Rettungstat. Und was dem Bayer 04-Eigengewächs Henrichs verwehrt blieb, gelang Jeremie Frimpong: Nach einer Passstafette über die Leverkusener Bundesliga-Debütanten Granit Xhaka und Victor Boniface landete der Ball an der Fünfmeterlinie bei Frimpong, der eiskalt zum 1:0 einschob (24.). Mit der Führung im Rücken drückte die Werkself den Sachsen nun zunehmend ihre dominante Spielweise auf - und belohnte sich nach einer Ecke von Hofmann mit dem 2:0-Kopfballtor von Tah (35.). Fünf Minuten später verkürzte Leipzigs Dani Olmo, ebenfalls per Kopf in Folge eines Eckballs, auf 1:2. Mit diesem Ergebnis ging es in die Kabinen. 

Nach Wiederanpfiff hatte Wirtz die erste Großchance auf dem Fuß, verpasste aber den dritten Leverkusener Treffer des Tages (48.). Dieser gelang ihm dann in Minute 64: Frimpong brachte den Ball von rechts flach in den Rückraum, wo der deutsche Nationalspieler einen sehenswerten Schuss auspackte und über RB-Keeper Janis Blaswich hinweg zum 3:1 einnetzte. Doch die Leipziger verkürzten wiederum, dieses Mal in Person von Lois Openda. Der RB-Neuzugang nickte per Kopf aus kurzer Distanz zum 2:3 ein und gestaltete das Spiel somit wieder offen (71.). Eine weitere Großchance nur drei Minuten später ließ Openda aus, er traf den Pfosten. In der Folge blieb es bis zum Ende spannend, die Werkself brachte das Ergebnis aber über die Zeit und fuhr so zum Start in die neue Bundesligasaison drei wichtige Punkte ein.

Für Bayer geht es am kommenden Samstag, 26.8.2023, um 18.30 Uhr mit dem Duell bei Borussia M‘Gladbach weiter. Seit Saisonbeginn ist Alonso-Vorgänger Gerardo Seoane bei den Fohlen tätig.

Bayer 04: Hradecky – Kossounou, Tah, Tapsoba - Frimpong (78. Arthur), Palacios, Xhaka, Grimaldo - Hofmann (89. Amiri), Wirtz (75. Andrich) - Boniface (89. Hlozek)

Tore: 1:0 Frimpong (24.), 2:0 Tah (35.), 2:1 Olmo (40.), 3:1 Wirtz (64.), 3:2 Openda (71.)

Zuschauer: 29.464

Samstag, 12. August 2023

12.8.2023: Sicheres 8:0 in 1. DFB-Pokalrunde in Ottensen

Der Werkself ist im Gegensatz zum Vorjahr der Pflichtspielstart geglückt. Die Werkself gab sich in der 1. Pokalrunde in Hamburg bei Viertligist Teutonia Ottensen keine Blöße und gewann 8:0. In der ersten Hälfte war das Spiel aber alles andere als ein Spaziergang für Bayer.

Xabi Alonso, der kurz vor Saisonstart seinen Vertrag mit der Werkself vorzeitig verlängert hatte, durfte mit Xhaka, Hofmann, Grimaldo und auch Boniface namhafte Neuzugänge in diesem Sommer begrüßen - alle vier fanden sich dann auch sogleich in der Startelf wieder.

Ottensen konnte zwar spielerisch mit den individuell klar besseren Leverkusenern nicht mit-halten, dafür aber warf der Viertligist Engagement, Laufbereitschaft und Zweikampfstärke in die Waagschale. Bayer war dominant, kam dank hohen Pressings und Tempos immer wieder in Ballbesitz, blieb aber aufgrund fehlender Passgenauigkeit zunächst ungefährlich. In der 16. Minute kam es jedoch zu einem folgenschweren Missverständnis: Nachdem Xhaka Hofmanns Eckball per Kopf in den Fünfer weiter geköpft hatte, behinderten sich Keeper Liesegang und Kapitän Coffie gegenseitig und luden Tapsoba praktisch ein - 1:0. Anschließend war es ein ausgeglichenes, phasenweise aber auch fahriges Spiel mit wenigen Höhepunkten. Erst in der Schlussphase der ersten Hälfte ging es wieder ab - und wie: Nachdem die Ottenser erste halb-gare Abschlüsse verbucht hatten, war es Boniface, der einen Konter über Wirtz und Grimaldo mustergültig zum 2:0 abschloss (42.). Damit nicht genug, denn auf der anderen Seite hatte Teutonia gleich doppelt Pech: einerseits, weil Hradecky einen satten Schwede-Schuss parierte, andererseits, weil Schiedsrichter Tom Bauer eine Szene zuvor, als Frimpong den Ball im Fünfer an den ausgespreizten rechten Arm bekommen hatte, weiterlaufen ließ (45.) - den VAR gibt es in den ersten Pokalrunden nicht. Es kam noch dicker für den Außenseiter, denn im Gegenzug entwischte Adli und bediente Wirtz frech per Außenrist, der musste nur noch den Fuß hinhalten (45.+1). So ging es für Ottensen trotz eigentlich ansprechender Leistung mit einem deutlichen 0:3-Rückstand in die Halbzeit. Für den Regionalligisten war das der Nackenschlag, zumal auch noch Ifeadigo (46.) und später auch noch Wohlers (53.) angeschlagen herausmussten.

Als dann Coffie auch noch einen völlig unnötigen Foulelfmeter an Adli verursachte und der Gefoulte diesen souverän zum 4:0 nutzte (58.), war alles klar. Bayer brachte den ungefährdeten Sieg letztlich souverän über die Zeit, machte es am Ende sogar noch deutlich: Adli sammelte mit seiner Vorlage zu Frimpongs 5:0 einen weiteren Scorerpunkt, der eingewechselte Hlozek machte aus der zweiten Reihe das halbe Dutzend voll (74.), Hofmann tunnelte auch noch Liesegang (81.), ehe Hlozek kurz vor Schluss mit seinem Doppelpack den 8:0-Endstand (90.) markierte.

Nach dem Pokal richtet sich der Blick bei beiden Teams nun wieder auf ihre jeweilige Liga: Bayer Leverkusen empfängt am kommenden Samstag, 19.8.2023, um 15.30 Uhr RB Leipzig.

Bayer 04: Hradecky – Tapsoba (62. Tah), Frimpong (69. Arthur), Kossounou, Grimaldo – Palacios, Xhaka (62. Andrich) - Adli, Hofmann, Wirtz (69. Hlozek), Boniface (76. Mbamba)

Tore: 0:1 Tapsoba (16.), 0: 2 Boniface (42.),0:3 Wirtz (45.+1.), 0:4 Adli (59., FE), 0:5 Frimpong (67.), 0:6 Hlozek (74.), 0:7 Hofmann (81.), 0:8 Hlozek (90.)

Zuschauer: 11.035

Samstag, 27. Mai 2023

27.5.2023: 3:0 Niederlage in Bochum und trotzdem international qualifiziert

Dank eines 3:0-Erfolgs gegen früh dezimierte Leverkusener sicherte sich der VfL Bochum den Klassenerhalt. Am Ende durfte sich aber auch die Werkself freuen. 

Bochums Trainer Thomas Letsch verzichtete nach dem 1:1 bei Hertha BSC auf Änderungen in seiner Startformation. Anders dagegen Werkself-Coach Xabi Alonso, der im Vergleich zum 2:2 gegen Borussia Mönchengladbach zweimal wechseln musste: Statt Hincapie (Rotsperre) und Demirbay (Gelbsperre) begannen Amiri und Azmoun. 

Die mit einer Viererkette agierenden Leverkusener erwischten den besseren Start, doch Adli erwies Bayer schon in der 6. Minute mit einem Nachtreten gegen Heintz einen Bärendienst. Referee Tobias Welz zeigte erst die Gelbe Karte, revidierte die Entscheidung jedoch nach Video-Studium und entschied auf Platzverweis (8.). Auch zu zehnt hatte Bayer zunächst die erste gute Chance des Spiels, Janko rettete nach einem Abschluss von Frimpong für den geschlagenen Riemann (12.). Doch nach und nach wurde Bochumer selbstbewusster - und ging in der 19. Minute sehenswert in Führung: Asano wurde links von Tapsoba nicht richtig attackiert und schlenzte ins Zentrum, wo der einlaufende Förster volley vollstreckte. Zum Führungstreffer kamen gute Nachrichten für den VfL von anderen Plätzen. Und während das dezimierte Leverkusen im weiteren Verlauf der ersten Hälfte sukzessive nachließ, wurde Bochum immer munterer. Asano schoss zunächst noch knapp vorbei (32.), kurz darauf aber gelang dem Japaner mit einer Volleyabnahme einer Ecke der 2:0-Pausenstand (34.).  

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Bochum etwas passiver, während Leverkusen nun trotz Unterzahl verstärkt nach vorne spielte. Wirtz verpasste frei vor Riemann jedoch ein Ab-spiel zu Frimpong und damit womöglich einen frühen Anschlusstreffer (50.). Einem Tor noch näher kam Frimpong dann selbst in der 62. Minute - der Niederländer scheiterte am Innenpfosten. In einer recht nickelig werdenden Begegnung nahm der Druck der Gäste anschließend ab. Letztlich gelang Stöger mit einem Heber sogar noch der 3:0-Endstand (86.) - und die Bochumer Freude über den Klassenerhalt kannte keine Grenzen.  

Weil aber Absteiger Hertha BSC nach einem 0:1-Rückstand in Wolfsburg das Spiel nach der Pause noch drehte, konnten am Ende sogar doch beide Mannschaften feiern, denn Leverkusen blieb so Tabellensechster und darf 2023/24 international spielen.   

Bayer 04: Hradecky – Tah, Tapsoba, Frimpong, Bakker – Palacios, Amiri (78. Hlozek), Diaby (90.+2 Mbamba), Adli, Azmoun, Wirtz 

Tore: 1:0 Förster (19.), 2:0 Asano (34.), 3:0 Stöger (86.) 

Zuschauer: 26.000

Sonntag, 21. Mai 2023

18.5.2023: Nur 2:2 zu Hause gegen Bor. M‘Gladbach

Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach trennten sich im letzten Sonntagsspiel der Bundesliga-Saison 2022/23 mit 2:2. Dabei kosteten zwei dicke Fauxpas in der zweiten Hälfte die Werkself zwei Punkte.

Xabi Alonso verzichtete im Vergleich zum Europa-League-Aus nach dem 0:0 im Halbfinal-Rückspiel gegen die AS Rom auf größere Rotationen: Einzig Adli rückte für Azmoun (Bank) in die Startelf. 

Nach von beiden Seiten äußerst abwartender Anfangsphase ging die Werkself gleich mit der ersten Chance im Spiel in Führung: Der von Hincapie wunderbar steil geschickte Adli überwand Olschowsky aus recht spitzem Winkel durch die Beine (15.). Nur wenig später erhöhte De-mirbay per Kopf aus kurzer Distanz, Frimpong hatte zuvor geflankt (20.). Von der Fohlenelf war in der gesamten ersten Hälfte kaum etwas zu sehen. Als Hofmann nach einem raren gelungenen Spielzug der Gäste Hradecky doch einmal zum Eingreifen zwang und der Finne sich den Ball dann gegen den nachsetzenden Lainer etwas unkonventionell sicherte, lief bereits die 39. Minute. Einem weiteren Treffer näher kam derweil kurz danach Diaby auf der Gegenseite, der nach einem von Olschowsky abgewehrten Abschluss von Adli per Volley aus bester Position weit über das Tor schoss (41.). So blieb es zur Halbzeit beim 2:0 für effiziente Leverkusener.  

Die Elf von Xabi Alonso kontrollierte die Partie nach der Pause zunächst - bis Bakker und Hradecky im Verbund ein folgenschwerer Patzer unterlief: Der Niederländer legte etwas ungenau zurück zum Keeper in den Strafraum, dem dann bei der Annahme der Ball versprang, sodass der nachsetzende Hofmann flach aufs leere Tor schieben konnte. Tahs Abwehrversuch auf der Linie kam knapp zu spät (58.). Beinahe hätte die Werkself fast unmittelbar antworten können, doch Olschowsky entschärfte Hincapies Kopfball aus spitzem Winkel (59.), dann schlenzte Diaby vom Strafraumrand knapp vorbei (60.). Danach plätscherte die Partie dem Ende entgegen, erst in der Schlussphase wurde es noch einmal aufregend. Erst verzog Stindl per Direktabnahme nur haarscharf (85.), dann beschenkte die Bayer-Defensive Gladbach zum zweiten Mal: Amiri wollte in der 90. Minute zurück zu Hradecky passen, übersah aber völlig den noch davor postierten Thuram. Dieser legt zu Stindl ab, der das 2:2 markierte. In der Nachspielzeit sah dann noch Hincapie die Rote Karte, weil er böse mit offener Sohle gegen Weigl einstieg (90.+4). Am Ende blieb es beim aus Sicht der Gladbacher etwas schmeichelhaften 2:2. 

Am letzten Spieltag der Saison steht für Bayer Leverkusen am Samstag das Auswärtsspiel beim VfL Bochum an (15.30 Uhr).

Bayer 04: Hradecky – Tah, Tapsoba, Hincapie – Frimpong, Bakker, Palacios, Demirbay – Diaby (84. Hlozek), Adli (67. Azmoun), Wirtz (72. Amiri) 

Tore: 1:0 Adli (15.), 2:0 Demirbay (20.), 2:1 Hofmann (58.), 2:2 Stindl (90.) Zuschauer: 30.210

Donnerstag, 18. Mai 2023

18.5.2023: Halbfinalaus nach 0:0 im Heimspiel gegen AS Rom

Die AS Rom steht im Finale der Europa League! Bayer Leverkusen versuchte nach dem 0:1 im Hinspiel alles und hatte auch einige Chancen - am Ende war eine routinierte Roma-Defensive aber nicht zu überwinden. Einmal rettete gar die Latte. 

Leverkusen machte von Beginn an Druck und drückte die Roma weit an den Strafraum zurück. Nach dem 1:1 beim VfB Stuttgart war Wirtz zurück in der Startelf (Adli musste auf die Bank) und wirbelte hinter Azmoun und Diaby vor dem Strafraum der Römer unaufhörlich hin und her. Die Werkself zeigte sich allgemein sehr beweglich und kam nach einem Steckpass von Wirtz zu einer ersten großen Chance: Diaby traf aus spitzem Winkel nur die Latte (12.). Für die Gäste aus Rom war die eigene Offensive zunächst kein Thema. Meist war die Elf von José Mourinho, die er nach der Rotation in der Serie A (0:0 in Bologna) im Vergleich zum Hinspiel nicht verändert hatte, defensiv gefordert - der oft angeschlagene Dybala etwa saß wieder auf der Bank. Auch wenn sich die Giallorossi mitunter weit zurückzogen, im Strafraum hatten sie dann aber meist Überzahl. So blieb Leverkusen trotz variablen Spiels meist nur der Versuch aus der Distanz. Alleine Demirbay versuchte es viermal, dreimal aber harmlos. Rui Patricio musste nur einmal richtig eingreifen, lenkte den satten Schuss aber mit ein paar Problemen zur Ecke (21.). Glück hatte der Keeper, dass er nach Azmouns Kopfball gerade noch die Fingerspitzen dazwischen bekam, beim Rauslaufen hatte er sich zuvor verschätzt (29.). Insgesamt fiel das Torschussverhältnis mit 13:1 im ersten Abschnitt deutlich zugunsten der Werkself aus, die aber trotzdem auch in Hälfte zwei dem 0:1 aus dem Hinspiel hinterher-rennen musste. 

Der zweite Durchgang begann zunächst zerfahren und war von vielen Unterbrechungen geprägt. Die Roma stand zwar etwas höher, machte aber nach vorne nahezu nichts und verschleppte immer wieder das Tempo. Nach rund einer Stunde erhöhte die Werkself das Tempo. Nach einem eher harmlosen Kopfball von Azmoun (66.) musste sich Rui Patricio gegen einen scharfen Distanzschuss von Demirbay erneut langmachen (67.). Allgemein kam Bayer 04 trotz beständigen Anlaufens aber nicht entscheidend durch - auch weil die Giallorossi gerade im Zentrum extrem massiert standen. In der Schlussphase ging Xabi Alonso "All-in" und brachte mit Adli und Hlozek weitere Offensivkräfte auf den Platz. Bayer versuchte alles, um auf den Tag genau 35 Jahre nach dem Triumph im UEFA-Cup 1988 erneut ins Finale einzuziehen. Die beste Chance hatte Azmoun aus rund elf Metern, schoss aber nur neben das Tor (75.). Mehr ließ die Roma, die gegen Ende mehr durch Zeitspiel als durch Offensiv-Fußball auffiel, nicht mehr zu und stand nach dem Gewinn der Conference League (2022) erneut in einem europäischen Pokalfinale. 

Die Werkself muss sich damit über die Bundesliga für das internationale Geschäft qualifizieren und empfängt bei diesem Unterfangen am Sonntag, 19.30 Uhr Borussia Mönchengladbach. 

Bayer 04: Hradecky – Tah (86. Amiri), Tapsoba, Hincapie – Frimpong, Bakker (73. Adli), Demirbay, Palacios (80. Hlozek) – Diaby, Azmoun, Wirtz Tore: Fehlanzeige Zuschauer: 30.210

Sonntag, 14. Mai 2023

14.5.2023: 1:1 in Stuttgart

In einem erst nach dem Seitenwechsel unterhaltsamen Spiel trennten sich der VfB Stuttgart und Bayer 04 Leverkusen 1:1, wodurch der VfB auf Platz 17 der Tabelle abrutschte. 

Xabi Alonso musste nach der 0:1-Niederlage in Rom im  Halbfinal-Hinspiel der Europa League auf Kossounou (Muskelverletzung am Oberschenkel) und Andrich (Mittelfußbruch) verzichten, außerdem beorderte der Spanier Hlozek und Wirtz auf die Bank. Neu dabei: Bakker, Demirbay, Azmoun und Adli.
Bayer 04 kam recht bald zu optischen Vorteilen, tat sich aber dennoch enorm schwer, Lücken in der schwäbischen Deckung aufzureißen. Der VfB verteidigte geschickt, spielte unaufgeregt, stand engmaschig und lauerte auf eigene Konter sowie lange Bälle. Den Schwaben fehlte es aber ebenso wie den Rheinländern im Schlussdrittel an Passgenauigkeit. Torchancen gab es lange Zeit hüben wie drüben nicht. Beide Mannschaften waren primär auf Sicherheit bedacht, gingen nicht allzu sehr ins Risiko. Das machte sich in zwei Punkten bemerkbar: geringes Tempo und viel Absicherung. Wenig überraschend ging es torlos in die Halbzeit. 

Nach dem Seitenwechsel erhöhte der VfB die Intensität ein wenig und trat vor allem offensiv etwas mutiger auf - und belohnte sich. Nach gutem Ballgewinn vor dem Sechzehner kam Vagnoman im Strafraum zunächst nicht kontrolliert an den Ball, doch Endo setzte gut nach, antizipierte stark und wurde daraufhin im Strafraum vom zu spät kommenden Palacios zu Fall gebracht. Schiedsrichter Frank Willenborg entschied auf Strafstoß, den Guirassy eiskalt per Panenka sehenswert zum 1:0 nutzte (55.). Stuttgart wähnte sich auf dem richtigen Weg, doch dann ließ eine unglückliche Abwehraktion von Bredlow gegen Tapsoba die schwäbischen Hoffnungen wieder platzen. Der Torhüter räumte im eigenen Strafraum den Leverkusener ab, Willenborg entschied nach Sichtung der TV-Bilder auf Elfmeter, den Palacios sicher mit einem flachen Schuss ins linke untere Eck verwandelte (70.). Alles stand wieder auf null, doch beide Mannschaften wollten den Dreier - und suchten somit weiter den Weg nach vorne. Doch Vagnoman auf Stuttgarter (72.) und Tapsoba auf Leverkusener Seite (80.) ließen exzellente Chancen ungenutzt. 

So blieb es auch nach den hektischen Schlussminuten beim 1:1. Der VfB rutscht bei nur noch zwei übrigen Spieltagen auf den 17. Platz ab und wartet nebenbei seit elf Heimspielen und dem 17. April 2010 (2:1) auf einen Heimsieg gegen die Werkself, die ihrerseits seit vier Spielen sieglos ist und es zugleich verpasste, frisches Selbstvertrauen für das anstehende Halbfinal-Rückspiel in der Europa League gegen AS Rom am Donnerstag (21 Uhr) in der heimischen BayArena zu tanken. In der Liga, in der am kommenden Sonntag (19.30 Uhr) das Gastspiel in Gladbach ansteht, ist maximal noch Platz sechs drin. 

Bayer 04: Hradecky – Bakker (60. Wirtz), Tah, Tapsoba, Hincapie – Frimpong, Demirbay, Palacios – Diaby, Adli (88. Amiri). Azmoun (88. Hlozek) 

Tore: 1:0 Guirassy (57., FE), 1:1 Palacios (70., FE) 

Zuschauer: 45.000