Donnerstag, 11. Mai 2023

11.5.2023: 1:0 Niederlage im Europa League Halbfinale in Rom

Die AS Rom geht mit einem 1:0-Sieg ins Halbfinal-Rückspiel der Europa League. In einem von zwei gut gestaffelten Defensiven geprägten Spiel machte Roms Eigengewächs Edoardo Bove den Unterschied.

Xabi Alonso und Bayer 04 Leverkusen war das Weiterkommen durch einen Auswärtssieg bei Saint-Gilles gelungen, zuletzt musste man sich aber nach 14 Spielen ohne Niederlage ebenfalls geschlagen geben. Nach dem 1:2 gegen den 1. FC Köln fanden sich drei frische Kräfte in der Startformation wieder: Kossounou, Palacios und Hlozek begannen für Bakker, Amiri und Adli.

Im Fokus standen zu Beginn dieser Partie aber zwei andere Leverkusener: Mit energischem Einsatz setzte sich nach etwa 30 Sekunden Hincapie auf der linken Seite durch und fand Andrich, der aus guter Position aber den Ball nicht richtig traf und so einen Blitzstart ausließ (1.). Den hätte fünf Minuten später Wirtz nachlegen können, doch nach Doppelpass mit Hlozek verfehlte der Nationalspieler das Tor per Flachschuss hauchdünn. Von diesen beiden Chancen abgesehen war die Partie aber wie erwartet von viel konsequenter Defensivarbeit geprägt. Beide Teams fanden nach eigenen Angriffen stets schnell zurück in die defensive Ordnung, bei der man sich beiderseits zumeist erst zehn Meter hinter der Mittellinie formierte und so keinen Raum für Kombinationen ließ. Beide Teams bissen sich folglich die Zähne aus, die Zweikämpfe wurden mit zunehmender Spielzeit intensiver. Auch für die Roma ergab sich eine Großchance, doch bei Ibanez' Kopfball aus kurzer Distanz konnte sich Hradecky mit einer Glanztat auf der Linie auszeichnen (19.). Ansonsten ließ die Hintermannschaft um Abwehrchef Tah nichts zu, was sich auch nach einer verletzungsbedingten Umstellung nicht ändern sollte. Für Kossounou, der nach einem Zweikampf mit Beschwerden im Oberschenkel durch Bakker ersetzt wurde, rückte Hincapie in die Dreierkette und ließ wie sein Vorgänger nichts zu. Mangels weiterer Chancen auf beiden Seiten ging es torlos in die Pause.

Nach dem Wiederanpfiff waren diesmal die Römer deutlich schneller drin im Spiel, vergaben aber auch wie Leverkusen in Durchgang eins zwei frühe Chancen auf die Führung. Zunächst misslang Boves Ablage auf Abraham, sodass der nicht zum Abschluss kam (48.), dann verhinderte Tapsoba bei einem Freistoß einen weiteren Ibanez-Kopfball (51.). Nach einem Schubser von Diaby gegen Pellegrini (57.), der eine Reihe Gelber Karten nach sich zog, schien sich die Werkself aus dem anfänglichen Druck der Roma zu lösen. Doch der dann offensive Ansatz wurde den Leverkusenern zum Verhängnis.
Mit einem weiten Ball überspielte die Roma den Gegner, Abraham und Bove kombinierten sich anschließend vor das Tor. Ersterer scheiterte mit seinem Versuch noch an Hradecky, doch der freistehende Bove, in Rom geboren, konnte vor heimischem Publikum die Führung markieren (63.). Im Anschluss gelang es der AS Rom, den nun geforderten Leverkusenern stand-zuhalten. Im Umschaltspiel ergaben sich derweil immer wieder Räume, doch Hradecky hielt den knappen Rückstand fest. Weil aber trotz bemühtem Vortrag lange keine wirkliche Chance auf den Ausgleich heraussprang und dann Frimpong nach einem Abstimmungsfehler in der Roma-Hintermannschaft an Cristante auf der Linie scheiterte (87.), brachten die Gastgeber die Führung über die Zeit. Sie nehmen den Vorsprung mit ins Rückspiel nach Leverkusen.

Bevor Bayer 04 am kommenden Donnerstag (21 Uhr) die Chance hat zurückzuschlagen, geht es für die Werkself sonntags (15.30 Uhr) zum VfB Stuttgart.

Bayer 04: Hradecky – Kossounou (36. Bakker), Tah, Tapsoba, Hincapie – Frimpong, Andrich (90. Amiri), Palacios – Diaby (72. Adli), Hlozek (72. Azmoun), Wirtz

Tore: 1:0 Brove (63.)

Zuschauer: 64.000

Freitag, 5. Mai 2023

5.5.2023: 2:1 Heimniederlage gegen Köln

Nach 14 Pflichtspielen ohne Niederlage ist die Serie von Bayer 04 Leverkusen ausgerechnet im rheinischen Derby zu Ende gegangen. Der 1. FC Köln bejubelte beim 2:1-Auswärtssieg vor allem Doppelpacker Davie Selke.

Obwohl Kölns Trainer Steffen Baumgart nach der 0:1-Pleite gegen Freiburg auf dem Papier etwas offensiveres Personal gewählt und den gesperrten Martel (5. Gelbe Karte) durch Thielmann ersetzt hatte, war sein Team zunächst hauptsächlich mit Defensivarbeit beschäftigt. Köln verteidigte das Leverkusener Anrennen in der Anfangsphase aber weitgehend konzentriert - und schlug dann mit der ersten eigenen Torannäherung direkt zu: Selke setzte sich bei einer Kainz-Flanke von Tah ab und verlängerte per Kopf ins lange Eck (14.).

Für Bayer 04, das eigentlich gut begonnen hatte, bedeutete der Rückstand einen kleinen Bruch im Spiel, Kainz hatte sogar noch das 0:2 auf dem Fuß (18.). Dann aber zeigten die Hausherren ihr ganzes spielerisches Potenzial und kombinierten sich von der eigenen Grundlinie blitzsauber über den gesamten Platz. Schließlich legte Diaby klug für Adli auf - 1:1 (28.). Der Torschütze war nach dem 0:0 bei Union Berlin neben Amiri in die Startformation gerückt, Kossounou und Hlozek saßen auf der Bank. Nach dem Ausgleich flimmerte die Wiederholung des Spielfilms der Anfangsphase über den Leverkusener Rasen: Bayer 04 drückte, schnürte den Rivalen am eigenen Strafraum ein - doch das Tor machte Köln. Wieder hieß der Torschütze Selke, der eine Thielmann-Hereingabe wuchtig verwertete und seinen ersten Bundesliga-Doppelpack seit 2018 schnürte (36.). Adli hätte die Dublette kurz vor dem Halbzeit-pfiff perfekt machen können, verpasste per Kopf aber den erneuten Ausgleich (45.+1).

Der Beginn der zweiten Hälfte verzögerte sich dann leicht, weil aus dem Gästeblock Tennisbälle auf den Rasen flogen - offenbar eine Protestaktion der Kölner Fans gegen die Verlegung des Spiels. Ihr Team kam aber auch am Freitagabend weiterhin gut zurecht, Hector prüfte Hradecky per Volleyschuss (52.). Xabi Alonso reagierte auf den schwachen Beginn seiner Mannschaft mit einem Doppelwechsel und einer Systemumstellung. Zwar erlangte Leverkusen dadurch wieder mehr Kontrolle, fand aber keinen Weg durch die Reihen der leidenschaftlich verteidigenden Kölner. Bis auf zahlreiche ungefährliche Ecken und eine späte Kopfballchance für den eingewechselten Hlozek (89.) kam Bayer 04 im letzten Drittel kaum zur Entfaltung und musste schließlich nach 14 unbesiegten Pflichtspielen wieder eine Niederlage einstecken. Damit muss Leverkusen wohl auch die letzten Ambitionen abhaken, noch mehr als Platz sechs in der Liga zu erreichen. Die Chance auf die Champions League bietet sich nur noch durch einen Sieg in der Europa League, in der Bayer am kommenden Donnerstag im Halbfinal-Hinspiel auf die AS Rom trifft.

Bayer 04: Hradecky – Tah (81. Azmoun), Tapsoba, Hincapie – Frimpong, Andrich, Bakker (57. Palacios), Amiri (57. Hlozek)  – Diaby, Adli (89. Bellarabi), Wirtz

Tore: 0:1 Selke (14.), 1:1 Adli (28.), 1:2 Selke (36.)

Zuschauer: 30.210

Samstag, 29. April 2023

29.4.2023: 0:0 in Union Berlin

Nach einer intensiven, von Taktik geprägten Partie trennten sich Union Berlin und Bayer Leverkusen leistungsgerecht mit 0:0.

Xabi Alonso konnte im Vergleich zum 2:0-Heimsieg gegen RB Leipzig auf die wieder fitten Tapsoba (nach muskulären Problemen) und Wirtz (nach Magen-Darm-Infekt) zurückgreifen. Demirbay und Adli rutschten auf die Bank. Mit dem etatmäßigen Innenverteidiger Tapsoba auf der Doppelsechs neben dem Ex-Unioner Andrich startete die Werkself in die Partie - und hatte gegen die früh störenden Köpenicker einige Probleme im Aufbau. Mit viel Tempo nach Ballgewinn hatte Union dagegen gleich in der Anfangsviertelstunde ein paar gute Chancen: Kossounou blockte gegen Becker und Jordan zweimal im letzten Moment (8., 11.). Jordan vergab zudem aus kurzer Distanz per Kopf (12.). Bayer hatte zunächst größere Mühe, überhaupt einmal in Tornähe zu kommen. In der 17. Minute allerdings hatte Diaby mit dem ersten Abschluss der Rheinländer gleich eine gute Gelegenheit. Der Franzose war es auch, der nach einer guten halben Stunde in bester Position den Ball nicht richtig traf (32.). Nach einer taktisch geprägten durchaus zweikampfintensiven ersten Hälfte mit wenigen Höhepunkten ging es torlos in die Halbzeit. 

Die zweite Hälfte begann vielversprechend - je mit einer guten Schusschance kurz nach Wiederbeginn (Frimpong 47., Laidouni 48.). Doch mit Ausnahme eines Schlenzers von Becker, der nur knapp am Tor vorbeiging (59.), tat sich in der Offensive im weiteren Verlauf der zweiten Hälfte wenig. Beide Abwehrreihen dominierten das Geschehen, ließen nahezu keine klaren Abschlüsse zu - bis in die Schlussphase, in der Bayer den Druck ein wenig erhöhte: Bakker zwang Rönnow per Kopf zum Eingreifen (86.). Mehr passierte indes nicht mehr.

Bayer empfängt jetzt am kommenden Freitag, 5.5.2023 den 1. FC Köln um 20.30 Uhr in der BayArena

Bayer 04: Hradecky – Kossounou, Tah, Tapsoba, Hincapie – Frimpong, Andrich, Bakker – Diaby (62. Adli), Hlozek (62. Azmoun), Wirtz

Tore: Fehlanzeige

Zuschauer: 22.012

Sonntag, 23. April 2023

23.4.2023: 2:0 Heimsieg gegen Leipzig

Bayer hat sich am 29. Bundesliga-Spieltag 2:0 (1:0) gegen RB Leipzig durchgesetzt. Dabei bestimmten zwar zunächst die Gäste aus Sachsen das Spielgeschehen, die Hausherren präsentierten sich jedoch vor dem Tor eiskalt. So gelang Adam Hlozek noch vor dem Halbzeitpfiff der Führungstreffer (40.). In der 86. Minute verwandelte Nadiem Amiri vom Elfmeterpunkt zum 2:0-Endstand. Somit bleibt das Team von Cheftrainer Xabi Alonso auch im wettbewerbsübergreifend 13. Spiel ungeschlagen.

Für die Partie gegen den DFB-Pokalsieger nahm Cheftrainer Xabi Alonso drei personelle Änderungen im Vergleich zum 4:1-Erfolg im Viertelfinal-Rückspiel der UEFA Europa League bei Union Saint-Gilloise vor: In der Dreier-Abwehrkette ersetzte Odilon Kossounou Defensivmann Edmond Tapsoba (muskuläre Probleme), im Mittelfeld fing Kerem Demirbay anstelle von Nadiem Amiri an, in der Offensive startete Amine Adli für Teamkollege Florian Wirtz (Magen-Darm-Probleme).

Die Begegnung spielte sich in den Anfangsminuten zunächst in der Leverkusener Hälfte ab. Die Gäste waren überwiegend im Ballbesitz, ließen den Ball lange durch die eigenen Reihen laufen und kamen in der Folge immer wieder vor das Tor von Lukas Hradecky. Die ersten Chancen galten Josko Gvardiol aus der Distanz nur zwei Minuten nach Anpfiff sowie Timo Werner in der siebten Minute, dessen Schuss aus spitzem Winkel auf der rechten Seite aber geblockt wurde. Gegenüber gab Moussa Diaby den ersten nennenswerten Abschluss für Bayer 04 ab: Nach einem geklärten Freistoß aus dem Halbfeld landete die Kugel bei dem Franzosen, der es mit einem Distanzschuss versuchte, jedoch weit über das Tor zielte (22.). Nur sechs Minuten später leitete Jeremie Frimpong nach Ballgewinn in der eigenen Hälfte einen aussichtsreichen Konter ein, woraufhin Mitchel Bakker, Demirbay sowie Diaby zum Tempolauf starteten. Bakker sah seinen auf rechts mitgelaufenen Teamkollegen zwar, Diaby stand dabei aber knapp im Abseits (28.). Die bis dato beste Gelegenheit hatte Piero Hincapie von linker Position auf dem Fuß, sein Abschluss aus der Distanz landete an der Querlatte (32.). Es entwickelte sich nun eine ausgeglichene Partie. Beide Teams erspielten sich durch ihre Offensiv-stärke immer wieder gute Möglichkeiten, verteidigten jedoch auch konsequent - bis zur 40. Minute. Robert Andrich bediente mit einem Pass in die Tiefe abermals Diaby auf rechts, der daraufhin fast von der Grundlinie zurück zu Teamkollege Adam Hlozek im Zentrum ablegte. Der dort frei stehende Tscheche verwandelte souverän per Direktabnahme ins linke untere Eck zur 1:0-Führung für die Werkself (40.). Mit dem Vorsprung ging es dann auch wenige Minuten später in die Halbzeitpause.

Auch nach dem Wiederanpfiff kamen die Sachsen besser ins Spiel und waren aktiver, dabei mangelte es dem Team von Cheftrainer Marco Rose jedoch an Genauigkeit. Dennoch zeigten sich die Leipziger engagiert, drückten jetzt immer mehr und so wurde es mit einer Doppelchance für RB prompt gefährlich: In der 62. Minute bediente Mohamed Simakan Offensivmann Werner mit einem Steckpass, der aus spitzem Winkel den Abschluss suchte, aber an Hradecky scheiterte. Anschließend landete der Ball nach einer Ecke von Dominik Szoboszlai nach Chaos im Strafraum beim zuvor eingewechselten Christopher Nkunku, der das Tor daraufhin nur knapp verfehlte (66.). Die Antwort der Hausherren folgte direkt. Nach einem erneut blitzschnell vorgetragenen Konter von Frimpong wird dieser im Strafraum von Szoboszlai per Notbremse gefoult. Schiedsrichter Daniel Schlager zeigte direkt auf den Punkt, der Leipziger sah zudem Gelb-Rot. Zum Elfmeter trat der zuvor eingewechselte Nadiem Amiri an. Die Nr. 11 der Werkself verwandelte ins linke untere Eck zum 2:0-Endstand für Schwarz-Rot.

Der Werkself steht nach zwei Englischen Wochen eine reguläre Trainingswoche bevor. Am kommenden Samstag, 29.4.2023, gastieren die Leverkusener im Rahmen des 30. Bundesliga-Spieltags beim 1. FC Union Berlin. Anstoß im Stadion An der Alten Försterei ist um 15.30 Uhr.

Bayer 04: Hradecky – Kossounou, Tah, Hincapie (78. Fosu-Mensah) – Frimpong, Andrich, Demirbay, Bakker – Diaby (68. Amiri), Hlozek (68. Azmoun), Adli (90. Bellarabi)

Tore: 1:0 Hlozek (40.), 2:0 Amiri (86.)

Zuschauer: 29.085

Donnerstag, 20. April 2023

20.4.2023: 4:1 Auswärtssieg in Saint-Gilloise sichert Halbfinaleinzug

Nach über 20 Jahren steht Bayer 04 wieder in einem Halbfinale im Europapokal! Die Werkself hat nach dem 1:1 im Hinspiel das Viertelfinal-Rückspiel der UEFA Europa League beim belgischen Top-Team Union Saint-Gilloise verdient 4:1 (2:0) gewonnen. Moussa Diaby und Mit-chel Bakker trafen vor dem Halbzeitpfiff, Jeremie Frimpong und Adam Hlozek waren nach der Pause erfolgreich. Union hatte das zwischenzeitliche 1:3 erzielt. Im Halbfinale heißt der Gegner der Werkself Mitte Mai AS Rom. 

Im Vergleich zur Partie beim VfL Wolfsburg nahm Xabi Alonso drei personelle Änderungen in der Startelf vor: In der Defensive fing Jonathan Tah für Odilon Kossounou an, im Mittelfeld startete Mitchel Bakker auf der linken Außenbahn. Kerem Demirbay nahm zunächst auf der Bank Platz. In der Offensive entschied sich der Spanier für Florian Wirtz anstelle von Sardar Azmoun.

Bei elektrisierender Stimmung im Lotto Park legte die Werkself einen wahren Blitzstart hin: Nur zwei Minuten nach dem Anpfiff patzte die Defensive der Belgier, und so war es Wirtz, der seinen auf links mitgelaufenen Teamkollegen Moussa Diaby mit einem sehenswerten Pass in die Tiefe bediente. Der Franzose umkurvte daraufhin USG-Keeper Anthony Moris und netzte aus spitzem Winkel souverän zur 1:0-Führung für Bayer 04 ein. Vom frühen Rückstand unbeeindruckt, suchten die Gastgeber im Anschluss mit hohem Tempo den Weg durch die Mitte, doch die Leverkusener standen hoch und störten die Hausherren früh. Auch die Werkself war nach dem Führungstreffer weiter offensiv orientiert und kombinierte sich immer wieder bis vor das Tor der Belgier. In der 17. Minute leitete erneut ein langer Pass auf Diaby die gefährliche Aktion ein: Dieses Mal legte die Nr. 19 der Werkself auf rechts einen Tempo-lauf hin, verzog den flachen Abschluss dann jedoch rechts an das Außennetz. Nur fünf Minuten später flankte Bakker die Kugel fast von der Grundlinie auf links in Richtung langen Pfosten zu Jeremie Frimpong, doch der Union Abwehrspieler kam noch vor dem Werkself-Profi an den Ball und klärte. Mit der dritten gefährlichen Möglichkeit und einem abermals stark vorgetragenen Spielzug der Gäste sollte es dann aber erneut gelingen: Nach Ballgewinn am Mittelkreis machte Diaby erst Meter und passte in der Folge auf den auf rechts mitgelaufenen Hlozek. Der Tscheche brachte einen hohen Ball in Richtung zweiten Pfosten, wo Bakker perfekt stand und per Direktabnahme auf 2:0 erhöhte (38.). Mit dem verdienten Vorsprung ging es in die Halbzeitpause.

Auch nach Wiederanpfiff zeigten sich die Fans beider Teams lautstark. Die ersten beiden Abschlüsse in Durchgang zwei gehörten Saint-Gilloise, sowohl Lazare Amani aus der Distanz (46.) als auch Stürmer Victor Boniface per Kopf (52.) nutzten ihre Chancen aber nicht. Im Gegenzug belohnten sich die Leverkusener nach engagiertem Pressing: Bakker lief gleich drei Gegenspieler hoch an – so auch USG-Schlussmann Moris, der den Ball daraufhin verlor. Da-bei landete die Kugel bei Frimpong, der dann halbrechts im Strafraum nur noch einnetzen musste – 3:0 für Bayer 04 (61.). Nur vier Minuten später folgte allerdings prompt die Antwort der Unioner: Nach Ballverlust im eigenen Strafraum kam eine Flanke von links beim in der zweiten Reihe frei stehenden Casper Terho an, Hlozek fälschte den Ball noch ab, Union verkürzte auf 1:3. Nach dem Treffer wirkten die Gastgeber wie entfesselt und die Stimmung wurde im Hexenkessel von Anderlecht immer hitziger. Angetrieben davon hatte die beste Gelegenheit der zuvor eingewechselte Simon Adingra auf dem Fuß: Dieser zog von links nach innen und setzte seinen Schuss an das Lattenkreuz (69.). Doch abermals waren es die Leverkusener, die den Ball im Kasten unterbrachten: Nach Ballgewinn in der eigenen Hälfte kam Diaby in der 79. Minute im Zentrum zum Abschluss, USG-Keeper Moris konnte jedoch parieren. In der Folge landete der Abpraller bei Hlozek, der den Ball zum 4:1 über die Linie drückte und damit die Entscheidung herbeiführte.  

Für den Bayer geht es unmittelbar nach dem Spiel zurück nach Leverkusen. Bereits am kommenden Sonntag, 23.4.2023 (Anstoß: 17.30 Uhr), empfängt die Werkself RB Leipzig in der BayArena.

Bayer 04: Hradecky – Tapsoba (59. Kossounou), Tah, Hincapie - Frimpong (71. Adli), Amiri (59. Demirbay), Andrich, Bakker - Diaby (86. Bellarabi), Hlozek (86. Azmoun), Wirtz

Tore: 0:1 Diaby (2.), 0:2 Bakker (38.), 0:3 Frimpong (61.), 1:3 Terho (65.), 1:4 Hlozek (79.)

Zuschauer: 21.500 (ausverkauft) im Lotto Park in Anderlecht

Sonntag, 16. April 2023

16.4.2023: 0:0 in Wolfsburg

Rotation war angesagt bei den Rheinländern. Angesichts des am Donnerstag anstehenden Viertelfinal-Rückspiel bei Union Saint-Gilloise in der Europa League schonte Trainer Xabi Alonso einige Stammkräfte. Jonathan Tah stand ebenso wenig in der Startelf, wie Florian Wirtz, Amine Adli oder der zuletzt angeschlagene Exequiel Palacios. Dafür von Anfang an dabei: Nadiem Amiri, Kerem Demirbay, Sardar Azmoun und Adam Hlozek.

Das Niveau der Partie blieb überschaubar. Die Niedersachsen begannen zurückhaltend, Bayer suchte sein Heil vor allem in langen Bällen, die eine dankbare Beute für Wolfsburgs Defensive war. Sehenswerte Kombinationen oder gar Strafraumszenen waren vorerst Mangelware. Mit gutem Willen war Moussa Diabys geblockter Schuss die erste Gelegenheit der Partie (25.). Deutlicher war da schon der Kopfball von Yannick Gerhardt nach Flanke von Paulo Otavio, der über das Netz segelte (33.). Weil auch Hlozek (35.), Diaby (36.) und Amiri (41.) bei ihren Chancen keine Durchschlagskraft entfalteten, ging es torlos in die Kabinen.

In den zweiten 45 Minuten ging es ähnlich, aber immerhin etwas munterer weiter. Beiden Teams fehlte jedoch die letzte Konsequenz im Abschluss. Diaby (54.) war nach einem langen Ball von Demirbay nah am 1:0, scheiterte allerdings an VfL-Keeper Koen Casteels – ebenso wie Demirbay selbst (68.) und der eingewechselte Adli (88.). Auf der Gegenseite wehrte Lukas Hradecky noch zwei Schüsse von Joker Patrick Wimmer ab (72/82.). So blieb es beim Remis, das letztlich keiner Seite wirklich hilft. 

In Leverkusen richtet sich der Fokus nun auf die Chance, am Donnerstag gegen Saint-Gilloise (21 Uhr) ins Halbfinale der Europa League einzuziehen, ehe in einer Woche in der Liga das wichtige Heimspiel gegen Leipzig wartet (17.30 Uhr). 

Bayer 04: Hradecky – Kossounou, Tapsoba, Hincapie – Frimpong, Andrich, Demirbay, – Amiri (78. Tah), Diaby, Hlozek (78. Adli), Azmoun (62. Wirtz) 

Tore: Fehlanzeige

Zuschauer: 20.137

Donnerstag, 13. April 2023

13.4.2023: 1:1 im Viertelfinal-Hinspiel gegen Union St. Gilloise

Bayer hat im Hinspiel des Viertelfinales der Europa League 1:1 gegen Union Saint-Gilloise gespielt. Die Belgier erwiesen sich als disziplinierter Gegner, lange fiel der Werkself wenig ein. Dann kam einmal mehr Florian Wirtz.

Nach dem siebten Pflichtspielsieg in Folge beim 3:1 über Eintracht Frankfurt brachte Bayer-Coach Xabi Alonso lediglich Bakker für Kossounou (Bank) in die Startelf. Der Union-Berlin-Bezwinger aus Belgien begann mit einer tief stehenden Fünferkette und stand äußerst dicht gestaffelt, wodurch die Werkself im letzten Drittel vor Probleme gestellt wurde. Dennoch kam Wirtz recht frei zu einem ersten Abschluss (7.). Nach der ansonsten recht ereignisarmen Anfangsphase entwickelte sich ein immer unterhaltsameres Viertelfinal-Hinspiel, bei dem Saint-Gilles beinahe in Führung gegangen wäre: Erst setzte sich Boniface physisch stark durch und zwang Hradecky zu einer Glanzparade (28.), bei der anschließenden Ecke prallte der Ball von Tahs Ellbogen aus an den Querbalken (29.). Auf der Gegenseite ver-zog Diaby nur knapp (31.), kurz vor der Pause köpfte Hincapie am verwaisten Tor vorbei (40.). Chancen gab es auf beiden Seiten auf gutem Niveau zur Genüge, einzig die Tore fehlten.

Das änderte sich bis zur Pause auch nicht, da Diaby nach einem Adli-Dribbling erneut knapp am rechten Pfosten vorbeischoss (45.+2). Zur zweiten Hälfte kam Demirbay für Palacios, zu-dem stand Frimpong deutlich höher als noch im ersten Durchgang - und das sollte prompt bestraft werden: Teuma bediente auf links Boniface, der verdeckt abzog und Hradecky bei seinem sechsten Europa-League-Treffer keine Chance ließ (51.). Das Tor spielte den kompakten Gästen komplett in die Karten, sie konzentrierten sich auf das Verteidigen - mit Erfolg. Die Werkself hatte immer wieder aussichtsreiche Ansätze, lief aber viel ins Abseits oder biss sich an der letzten Kette der Belgier die Zähne aus. Und wenn dann mal Chancen kamen, passte die Verwertung oftmals nicht. So unter anderem bei Frimpong, der Bakkers punktgenaue Flanke frei stehend am Tor vorbeisetzte (78.). Dann aber konnte sich die Werkself eben doch einmal mehr auf den Mann verlassen, der schon in der Bundesliga zuletzt immer mehr aufblühte: Wirtz, bis dato das ein oder andere Mal unglücklich, zog nach Ablage Azmouns aus 20 Metern ab und traf genau ins Eck zum 1:1 (82.). Danach drehten die Gastgeber noch ein-mal auf, allen voran Joker Azmoun sorgte für viel Betrieb - eine richtige Chance wollte dabei aber nicht mehr herausspringen.

Somit geht es mit einem Remis ins Rückspiel am kommenden Donnerstag.  Zuvor ist Bayer am kommenden Sonntag um 19.30 Uhr in Wolfsburg zu Gast.

Bayer 04: Hradecky – Bakker, Tah, Tapsoba, Hincapie, Frimpong - Andrich, Palacios (46. Demirbay) – Diaby (86. Hlozek), Wirtz, Adli (67. Azmoun)

Tore: 0:1 Boniface (51.), 1:1 Wirtz (82.)

Zuschauer: 30.210