Samstag, 25. Mai 2024

Pokalsieger 2023/24: 1:0 Sieg gegen Kaiserslautern in Berlin

Im Vergleich zum Finale in der UEFA Europa League gegen Atalanta Bergamo am Mittwoch (0:3) veränderte Cheftrainer Xabi Alonso seine Startformation auf sechs Positionen: Im Tor stand Lukas Hradecky anstelle von Matej Kovar, vor ihm außerdem neu mit dabei waren Odilon Kossounou, Robert Andrich, Alejandro Grimaldo, Jonas Hofmann und Patrik Schick.

Das Finale begann vor ohrenbetäubender Kulisse auch auf dem Platz intensiv: Kaiserslautern lief Bayer 04 hoch an, die Werkself ließ sich davon aber nicht verunsichern und überzeugte mit viel Ballbesitz. Das erste Mal gefährlich wurde der Bayer in Person von Jeremie Frimpong, der sich mit einem starken Eins-gegen-Eins auf rechts gleich gegen zwei Lauterer durchsetzte. Der Niederländer verpasste es dann aber, in die Mitte zu legen und versuchte es stattdessen selbst, Keeper Julian Krahl parierte (10.).  Nur vier Minuten später dribbelte Florian Wirtz in den Strafraum, erneut war jedoch Krahl zur Stelle (15.). Schwarz-Rot erhöhte mit weiterem Spielverlauf den Druck zunehmend und so netzte Granit Xhaka nur eine Minute später sehenswert aus der Distanz in den Winkel zur 1:0-Führung ein (16.).
Auch nach dem Treffer dominierten die Leverkusener das Spielgeschehen. Das Team von Cheftrainer Friedhelm Funkel zog sich derweil deutlich in die eigene Hälfte zurück. Die nächste Gelegenheit bot sich fast Schick nach einer Hereingabe von Grimaldo, bevor der Ball aber den Tschechen erreichen konnte, bereinigte die FCK-Abwehr (26.). In der Defensive agierte der Deutsche Meister ebenso klar, so trat der FCK in der Offensive kaum in Erscheinung. Umso überraschender die Szene kurz vor dem Pausenpfiff: In einem Zweikampf an der Mittellinie stieg der bereits in der dritten Minute mit Gelb verwarnte Kossounou Gegenspieler Boris Tomiak auf den Fuß. Schiedsrichter Bastian Dankert stellte den Defensivmann mit Gelb-Rot vom Platz. So ging es mit einem Mann weniger, aber dem 1:0-Vorsprung in die Kabinen.

Die zweite Hälfte startete zunächst verzögert, das Spiel musste anfangs wegen Abbrennen von Pyrotechnik unterbrochen werden. In der 50. Minute gab Dankert die Partie wieder frei. Und da war Bayer 04 trotz einem Mann weniger wieder tonangebend und wurde durch die beiden zur Halbzeit eingewechselten Akteure Amine Adli und Josip Stanisic direkt gefährlich: Adli probierte es per Fernschuss (55.), beim anschließenden Eckball - geschlagen von Grimaldo - verfehlte Stanisic per Kopf nur knapp den Kasten (56). Die Werkself agierte durch die entstandene Unterzahl-Situation danach defensiver. Dadurch kam der FCK nun häufiger an den Ball. Der ebenso eingewechselte Ragnar Ache hatte per Distanzschuss die bis dato beste Gelegenheit der Lauterer auf dem Fuß, aber Hradecky machte sich lang und lenkte den flachen Abschluss ins Seitenaus (62.). In der Folge nahm Schwarz-Rot dem Gegner immer wieder die Kugel sauber ab. So auch in der 74. Minute: Nach Ballgewinn in der eigenen Hälfte trieb Wirtz den Ball nach vorn und schob dann rechts rüber zum mitgelaufenen Frimpong. Der Flügelspieler umkurvte anschließend Torwart Krahl, schoss dann jedoch nicht auf das Tor, sondern legte in die Mitte, wo keiner stand (76.). Die Werkself agierte mit zunehmender Spielzeit wieder offensiver und bot ihrem Gegner kaum Phasen der Entlastung. Die Leverkusener spielten sich zahlreiche Chancen heraus, weder Frimpong (82.) noch Wirtz (90.) aber konnten auf 2:0 stellen. Damit blieb es nach sechs Minuten Nachspielzeit beim 1:0 für die Werkself - Bayer 04 holt den zweiten DFB-Pokalsieg der Klubhistorie sowie das Double in der Saison 2023/24!

Bayer 04: Hradecky - Kossounou, Tah, Tapsoba - Frimpong, (90.+4 Tella), Xhaka, Andrich, Grimaldo (85. Hincapie) - Hofmann (46. Adli), Wirtz (90.+4 Hlozek) - Schick (46. Stanisic)

Tor: 0:1 Xhaka (16.)

Zuschauer: 74.322 im Berliner Olympiastadion


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen