Vor diesem Spieltag war es Bayer Leverkusen in dieser Saison erst einmal gelungen, nach einem Rückstand in der Bundesliga zu punkten: beim 3:1-Sieg im letzten Spiel vor der Winterpause in Leipzig. Die anderen fünf Male ging die Werkself bislang stets als Verlierer vom Rasen. Auch bei der TSG Hoffenheim sah sich die Mannschaft von Trainer Kasper Hjulmand mit einem Pausenrückstand konfrontiert. Doch wieder einmal schaffte sie es nicht, das Blatt zu wenden. Die Rheinländer unterlagen den formstarken Kraichgauern mit 0:1 (0:1).
Bayer-Coach Hjulmand hatte sein Team im Vergleich zur 1:4-Auftaktniederlage vor einer Woche gegen den VfB Stuttgart auf drei Positionen verändert. Loic Badé, Ernest Poku und Patrik Schick begannen anstelle von Jeanuel Belocian, Nathan Tella und Martin Terrier. Die Afrika-Cup-Rückkehrer Ibrahim Maza und Christian Kofane nahmen zunächst auf der Bank Platz.
Auch wenn die Hoffenheimer im Gegensatz zur Werkself, deren Spiel beim Hamburger SV unter der Woche ausgefallen war, weniger Zeit zur Regeneration hatten, machten sie in den Anfangsminuten den frischeren Eindruck. Das Team von Trainer Christian Ilzer setzte sich früh in der Hälfte der Gäste fest – und ging dann durch einen direkt verwandelten Freistoß von Wouter Burger mit 1:0 in Führung (9.). Leverkusens Keeper Mark Flekken hatte wohl mit einer Flanke gerechnet, stand daher etwas zu weit vor seinem Gehäuse und konnte den Einschlag nicht mehr verhindern.
Erst nach rund 20 Minuten kam Bayer etwas besser ins Spiel, ohne dabei sonderlich viel Torgefahr auszustrahlen. Ein Schuss aus der Distanz von Malik Tillman war vielleicht schon die beste Gelegenheit der Gäste in der ersten Halbzeit (24.). Zielstrebiger in seinen Offensivaktionen war aber weiter die TSG, die dann auch verdient mit einer Führung im Rücken in die Kabinen ging.
Hjulmand reagierte zur Pause und brachte Maza und Kofane. Zunächst aber hatte Bayer Glück, nicht gleich den zweiten Treffer kassiert zu haben. Beim Schuss von Burger machte Flekken erneut keinen sicheren Eindruck (50.), bei der Doppelchance von Vladimir Coufal und Alexander Prass musste sich Hoffenheim ärgern, nicht nachgelegt zu haben. Eine halbe Stunde vor dem Ende ging es dann für Flekken nicht mehr weiter. Der Niederländer hatte sich am Oberschenkel verletzt. Für ihn kam Janis Blaswich.
In der 68. Minute bot sich Leverkusens Torjäger Schick die große Chance, den Ausgleich zu erzielen. TSG-Kapitän Oliver Baumann hatte zuvor einen Freistoß von Alejandro Grimaldo pariert. Der tschechische Angreifer in Diensten des Werksklubs schloss mit seinem etwas schwächeren rechten Fuß überhastet ab und zielte deutlich drüber. Da wäre mehr möglich gewesen.
Leverkusen spielte weiter nicht gut und leistete sich zu viele Fehler im Spielaufbau, durfte sich aber weiter etwas ausrechnen, da Hoffenheim die Entscheidung verpasste. Schick blieb indes glücklos und wurde geblockt (81.). Somit blieb es beim knappen 0:1 aus Leverkusener Sicht.
Weiter geht es für die Werkself am Dienstag (21 Uhr) in Griechenland. Bei Meister Olympiakos Piräus steigt für Bayer das vorletzte Spiel der Ligaphase in der Champions League. In der Bundesliga steht für Hjulmands Team als nächstes das Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen Werder Bremen an.
Bayer 04: Flekken (60. Blaswich) – Quansah, Bade, Andrich – Garcia, Frernandez (46. Kofane) – Poku (74. Tella, 81. Hofmann), Grimaldi, Tillman, Arthur (46. Maza), Schick
Tore: 1:0 Burger (9.)
Zuschauer: 26.957
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